BDK im Gespräch mit dem Experten für innere Sicherheit der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Wolfgang Wieland
Am 18.01. trafen sich der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz und der Sprecher für innere Sicherheit der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Obmann im Innenausschuss, Rechtsanwalt und ehemaliger Berliner Justizsenator, Wolfgang Wieland, in Berlin zu einem Gedankenaustausch.
Schwerpunkt des Gespräches waren die Entwicklungen rund um die braune Terrorzelle aus Zwickau, die Einrichtung und Ausgestaltung des Gemeinsamen Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus (GAR) und die Anforderungen an die Verbunddatei Rechts. Hier wurde deutlich, dass die Einschätzungen und Bewertungen des BDK mit denen von Wolfgang Wieland überwiegend im Einklang stehen. Auch bei der Erwartungshaltung hinsichtlich der Aufklärung der Taten und der daraus zu ziehenden Konsequenzen.
Ebenfalls Konsens wurde beim zweiten Gesprächsschwerpunkt, der Notwendigkeit, dass junge Abiturienten in jedem Bundesland die Möglichkeit haben müssen, direkt den Beruf des Kriminalisten erlernen, sprich das Studium zur Kriminalkommissarin oder zum Kriminalkommissar beginnen zu können, erzielt.
„Den Einheitspolizisten können wir uns heutzutage bei der Komplexität der Kriminalitätsbekämpfung nicht mehr erlauben“, so Wieland. Zudem würden der Polizei viele junge Menschen „verlorengehen“, die eben nicht eine jahrelange Verwendung bei der Bereitschaftspolizei oder im Streifendienst anstreben und dann mit der ungewissen Berufsperspektive, ob sie dann irgendwann mal zur Kripo kommen werden, leben wollen. Dieser Personenkreis würde dann lieber auf eine Bewerbung verzichten, obwohl sie eine Bereicherung für die gesamte Polizei darstellen würden. Ideologische Betrachtungen seien hier fehl am Platze. Es gehe um eine bestmögliche Ausbildung, sowohl für Schutz-, als auch für Kriminalpolizisten.
Schulz machte hier den BDK-Ansatz deutlich, dass es sowohl auf Seiten der Schutz- und der Kriminalpolizei, als auch bei den Schulabgängern nur Gewinner gäbe, wenn man in jedem Bundesland den „dualen Ansatz“ verfolgen würde, also die Möglichkeit für junge Menschen zu schaffen, den Beruf des Kriminalisten direkt ergreifen zu können und aber auch die Wechselmöglichkeit - als sog. Aufsteiger aus dem mittleren Dienst mit anschließendem Kripo-Hochschulstudium und auch für bereits Angehörige des gehobenen Dienstes nach einer entsprechend intensiven Fortbildung, möglich zu machen. Diesbezüglich sagte Wolfgang Wieland dem BDK seine Unterstützung auf Bundesebene zu.










