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Anschlag auf „Charlie Hebdo“ ist ein Anschlag auf unsere Demokratie!

07.01.2015 15:45

Am heutigen Vormittag stürmten nach bisherigen Erkenntnissen drei mit Kalaschnikows und einem Raketenwerfer bewaffnete Attentäter die Redaktionsräume des Satiremagazins "Charlie Hebdo" in Paris, töteten 12 Menschen und verletzten mehrere schwer. Unter den Toten sind auch zwei Polizisten. Derzeit sind die Täter auf der Flucht.

"In Gedenken sind wir bei den Opfern und ihren Hinterbliebenen. Was Frankreich heute erlebt hat, ist ein menschenverachtender und verabscheuungswürdiger Angriff auf unsere Demokratie, auf unsere Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit und damit auf unsere demokratischen Werte in ganz Europa. Unsere Rechte und Freiheiten dürfen wir uns nicht von verblendeten Fanatikern nehmen lassen", so der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz heute in Berlin.

Die französische Polizei setzt derzeit alles daran, die Täter zu ermitteln und festzunehmen und die Hintergründe zu ihnen und zur Tat aufzuhellen. Die Sicherheitsbehörden in Deutschland sind jetzt nochmals sensibilisiert. 

"Es besteht derzeit in Deutschland keine konkrete Anschlagsgefahr. Die Tat heute hat aber wieder gezeigt, dass es keinen 100%igen Schutz vor Anschlägen gibt", so Schulz weiter.

Sicherheit kann staatlicherseits immer nur bis zu einem gewissen Grad garantiert werden. Daran würden auch noch schärfere bzw. grundrechtseinschneidendere Gesetze nichts ändern. Wir dürfen nicht unsere Freiheit für eine vermeintliche Sicherheit opfern. Bei aller berechtigten Sorge darf man nicht in Panik verfallen.

"Die Täter müssen ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, aber wir haben es mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun, welches man nicht mit dem Strafgesetzbuch lösen kann. Aufklärung, Prävention und ein rechtzeitiges Erkennen von Radikalisierungstendenzen sind die Schlüssel zum Erfolg", so BDK-Chef Schulz. 

"Die Sicherheitsbehörden müssen hinsichtlich der personellen und materiellen Ressourcen aber auch in die Lage versetzt werden, das Menschenmögliche für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland tun zu können. Gerade hier gibt es noch erheblichen Handlungsbedarf. Nicht immer nur reden, endlich auch mal handeln!", lautet der abschließende Appell des BDK-Bundesvorsitzenden an die politisch Verantwortlichen.

 

Rückfragen bitte an:

Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)
Telefon: +49 700 235 10000
E-Mail: presse@bdk.de
http://www.bdk.de

 

 

erstellt von Schulz, André zuletzt verändert: 07.01.2015 19:04
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Dietlin, Stefan sagt
08.01.2015 23:26
Frankreich ist heute über alle gesellschaftlichen Grenzen tief bewegt. Erstmals arbeiten die beiden Spezialeinheiten RAID und GIGN bei der Fahndung nach den beiden identifizierten Tätern zusammen! Dieses Novum könnte auch für andere Länder ein Beispiel sein. Bei dem Anschlag wurden unsere Kollegen Ahmed Merabet, 41 Jahre (selbst Moslem) und Franck Brinsolaro, 48 Jahre, getötet. Auch sie starben für die Pressefreiheit. Heute morgen wurde im Pariser Vorort Montrouge Clarissa Jean-Philippe von der Police Municipale, unbewaffnet, während einer Unfallaufnahme erschossen. Sie wurde gerade 27 Jahre alt. Wir dienen verschiedenen Nationalfahnen, aber einer EU-Flagge. Wir dienen in unterschiedlichen Strukturen, aber in einem Beruf mit den gleichen Werten.
Das Andenken von Ahmed, Franck und Clarissa soll über Grenzen hinweg bewahrt werden.

Nos pensées profondes vont aux victimes et à leurs proches. Sincères condoléances à nos collègues francais.

solidarité, amitiés

Stefan Dietlin, BDK Verband Bundespolizei (Police Fédérale)
Kuech, Ulf sagt
10.01.2015 11:21
Es geht hier im Grunde genommen doch gar nicht um die Religion. Gestörte "Weltverbesserer" leben ihre kruden und menschenverachtenden "Scheinwahrheiten" aus. Sie sind in ihrer extremen Haltung im Prinzip von links nach rechts austauschbar. Gott hat damit überhaupt nichts zu tun. Der ist vermutlich schon vor tausenden Jahren emigriert, da er erkannt hat, was er auf unserem Planeten mit Adam und Eva angerichtet hat.
Dietlin, Stefan sagt
11.01.2015 23:41
Richtig Ulf,
heute missbrauchen Fanatiker eine Religion als Vorwand, so wie vor über einem halben Jahrhundert ein lächerlich-unmenschlicher "Rassenwahn" suggeriert wurde. Ich war heute beim Gedenkmarsch in Mulhouse dabei; das muss man selbst erlebt haben, obwohl die Fernsehbilder schon sehr beeindruckend sind. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Gott emigriert ist ;-) Ich verspürte eher die "fromme" Hoffnung, dass die Menschen differenzierter und einsichtiger werden könnten...
Ich wünsche unseren verletzten Kollegen des RAID, der BRI sowie der GIGN baldige und vollständige Genesung!

Je souhaite un bon et rapide guérison aux collègues blessés du RAID, de la BRI et du GIGN!
https://scontent-b-cdg.xx.f[…]5c189a4ffc9&oe=556C3ADD

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