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Ermittlungen gegen Volker Beck nach Anzeige gegen Dresdner Polizei

19.01.2015 16:20

BDK bittet Staatsanwaltschaft um strafrechtliche Prüfung

„Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat heute schriftlich die Staatsanwaltschaft Berlin um Prüfung gebeten, inwieweit die Anzeige des Grünen-Bundestagsabgeordneten Volker Beck gegen die Dresdner Ermittler wegen Strafvereitelung im Amt die Straftatbestände der falschen Verdächtigung, der üblen Nachrede und Beleidigung erfüllt“, so der Bundesvorsitzende des BDK, André Schulz, heute in Berlin.

Beck spricht in den Medien von „Ermittlungspannen“, die „rückhaltlos aufgeklärt“ werden müssten und nannte die Arbeit der Polizei „dilettantisch“. Ihm fehle „jedes Verständnis für das nachlässige Vorgehen der Ermittlungsbehörden“. In Becks Anzeige heißt es wörtlich: "Gerade bei Tötungsdelikten trifft die Strafverfolgungsbehörden die Pflicht, besonders gewissenhaft zu ermitteln. Dies dürfte den Verantwortlichen bei Polizei und Staatsanwaltschaft auch bekannt sein. Damit besteht der Verdacht, dass sie wissentlich gehandelt haben."

„Wir wissen nicht, woher Herr Beck sein gefährliches Halbwissen über polizeiliche Ermittlungsarbeit im Allgemeinen und über diesen Fall im Besonderen hat. Die Defizite seines fehlenden juristischen oder polizeilichen Backgrounds wurden schon mehrfach in seinen Äußerungen deutlich, finden nun aber einen Höhepunkt in der selbstverliebten und populistischen Anzeige gegen die Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden“, so BDK-Chef Schulz.

Am 13. Januar war ein 20jähriger Asylbewerber aus Eritrea morgens tot im Innenhof einer Plattenbausiedlung in der Nähe seiner Wohnung aufgefunden worden. Für ein Fehlverhalten der Polizei gibt es nach Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft keinerlei Anhaltspunkte. Ganz im Gegenteil. Der Tatort wurde unmittelbar nach dem Auffinden des Opfers von den zuständigen Spezialisten des zuständigen Fachkommissariates aufgesucht. Die Stichverletzungen konnten aufgrund des Zustandes des Opfers auch vom untersuchenden Notarzt nicht vor Ort festgestellt werden. Diese Verletzungen wurden erst durch die Obduktion bemerkt, die von der Kriminalpolizei angeregt wurde.

„Diese haltlosen Mutmaßungen eines Bundestagsabgeordneten aus seinem Elfenbeinturm in Berlin sind unverschämt, unangemessen und eine Beleidigung für jeden Ermittler. Beck agiert als geistiger Brandstifter und hat seiner Partei und der Politik insgesamt einen Bärendienst geleistet. Herr Beck wäre gut beraten, wenn er sich umgehend für seine Kurzschlusshandlung entschuldigen und die weiteren Ermittlungen abwarten würde. Im Gegensatz zu Herrn Beck habe ich vollstes Vertrauen in die Fähigkeiten der Dresdner Polizei und der Staatsanwaltschaft“, so Schulz abschließend.

 

Rückfragen bitte an:

Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)
Telefon: +49 700 235 10000
E-Mail: presse@bdk.de
http://www.bdk.de

 

 

erstellt von Schulz, Andre zuletzt verändert: 19.01.2015 18:43
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Kuech, Ulf sagt
19.01.2015 18:11
Ja, leider gehört auch Herr Beck zur Gruppe der: "Ich weis schon vorher wie es war und kenne die Schuldigen". Nach der Veröffentlichung der Position des BDK Bundesvorsitzenden Andre Schulz, die ich auch ausdrücklich als Kriminalist unterstütze, sollte doch bitte erst einmal geklärt werden, was da tatsächlich in Dresden geschehen ist. Jetzt entsteht in den Netzen ein Shitstorm der "aufgebrachten Gutmenschen und Hobbykriminalisten", die immer schon gewusst haben, dass Großteile der deutschen Kriminalbeamtinnen und -beamten dumme und vermutlich auf dem rechten Auge vollkommen blinde Gesellinnen und Gesellen sind. Dabei macht man auch nicht halt vor weiteren üblen Verdächtigungen gegen die deutschen Kriminalpolizeien und unterstellt hier gleich in Bausch und Bogen, dass "wir" ja auch in Sachen NSU mindestens mit bedingtem Vorsatz die damaligen Morde eigentlich gar nicht klären wollten. Ich biete jedem dieser "Experten" an, sich einmal anhand einer Kripodienststelle anzusehen, wohin uns die Politik in den letzten Jahren landauf-landab wirklich gebracht hat. Unter dem Motto sparen, sparen, sparen, wurden funktionierende Kriminaldienststellen in vielen Teilen der Republik mit "Einheitsgendarmen" (Polizisten, die aufgrund der Spardekrete einiger Landesregierungen eine kriminalistikfreie Schmalspur- und Einheitssausbildung erhalten haben ) versehen oder ganz aufgelöst. Und das war allein die bundesdeutsche Politik von Bund und Land , die an diesen Stellrädern gedreht haben. Also, Ihr "Experten und Neunmalklugen". Bevor Ihr über die Rudimente der "alten Kripo" Eure Stäbe brecht, schaut erst einmal genau nach, worüber Ihr eigentlich zu sprechen gedenkt. Der alte Rechtssatz, "in dubio pro reo" gilt auch für die Polizei!

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