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Risikokinderinformationsdatei (RISKID) ist ein Frühwarnsystem zum Schutz vor andauernder Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung

02.07.2009 06:00

Politik verschiebt Kinderschutzgesetz - BDK setzt mit der Verleihung des "Bul le merite" 2009 an die Initiatoren von RISKID einen deutlichen Kontrapunkt

Berlin, 2. Juli 2009 - Ärzte verfügen oft über Anhaltspunkte, die auf Kindesmisshandlung schließen lassen könnten. Hierzu gehört z. Bsp. die Feststellung von Hämatomen/Verletzungen und speziellen Knochenbrüchen unterschiedlichen Entstehungsalters, ohne dass die Entstehung (Kind ist vom Tisch gefallen?) plausibel geschildert wird und die Eltern nach einer derartigen Feststellung mit dem Kind zu einem anderen Arzt oder einer anderen Klinik wechseln (Ärztehopping). Diese niedrigschwelligen Informationen sollen in einer Datenbank von Kinder- und Unfallärzten gespeichert und dann für zusätzliche Diagnosezwecke verwendet werden.

Nach einem Rechtsgutachten von Prof. Dr. Stefan Huster von der Ruhr-Universität Bochum, das vom BDK in Auftrag gegeben worden war, verhindert die sich aus dem § 203 StGB ergebende "ärztliche Schweigepflicht" die Eingabe in die Datei.

"Damit sich Ärzte, die Kinder mit (Verdachts)-Symptomen behandeln, über ihre Befunde gegenseitig informieren dürfen, ist das Einverständnis, der diese Kinder misshandelnden Erziehungsberechtigten, erforderlich. Das ist absurd", bewertet der BDK Vize-Vorsitzende Bernd Carstensen die augenblickliche Rechtssituation.

In der Zeit, wo das Kinderschutzgesetz von der Politik in die Warteschleife verschoben wurde, will der Bund Deutscher Kriminalbeamter mit der Verleihung des "Bul le merite" (Preisträger 2008 Wolfgang Bosbach, stellv. Fraktionsvorsitzender CDU/CSU BT Fraktion) an die Initiatoren von RISKID ein deutliches Zeichen für verbesserten Kinderschutz setzen.

Laudator des Festaktes und Schirmherr der Verleihung an den Kinderarzt Dr. Ralf Kownatzki und den Kriminalisten Heinz Sprenger aus Duisburg während des BDK-Bundesdelegiertentages am 7. Oktober 2009 in Suhl ist der Ministerpräsident des Landes Thüringen, Dieter Althaus.

Datenschutz darf Kinderschutz nicht dominieren!

Ansprechpartner bei redaktionellen Rückfragen:
Bernd Carstensen, Bundespressesprecher Fon 0700 BDK (235) 10000

erstellt von Bernd Carstensen zuletzt verändert: 18.08.2010 15:15
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