Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert 5% Einkommenserhöhung für alle Tarifbeschäftigten des Bundes

Öffentlicher Dienst muss konkurrenzfähig bleiben im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Berlin, 11. Januar 2010 – Die Einkommensentwicklung im Öffentlichen Dienst ist trotz steigender Belastung im Vergleich zu zahlreichen anderen Branchen in den letzten Jahren deutlich hinter der durchschnittlichen Entwicklung zurückgeblieben.
„Um den Öffentlichen Dienst im Wettbewerb um gute und leistungsstarke Arbeitnehmer konkurrenzfähig zu erhalten, ist eine angemessene lineare Verbesserung der Einkommen unverzichtbar“, ist für den BDK-Bundesvorsitzenden Klaus Jansen die Grundlage für eine unbedingt spürbare Einkommensverbesserung bei den Tarifbeschäftigten.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter schließt sich diesbezüglich den Forderungen von ver.di und dbb Tarifunion an. Der BDK unterstützt ebenfalls die Forderung nach Wiedereinführung der Bewährungs- und Tätigkeitsaufstiege bis zur Einführung einer neuen Entgeltordnung. Es gilt, für die Beschäftigten wieder Perspektiven für ein berufliches Weiterkommen zu schaffen. Auch die Forderung nach dem Erhalt des Altersteilzeitmodells wird vom BDK ohne Einschränkungen unterstützt.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert darüber hinaus:
- Die Ausweitung von Expertenwissen in der Polizei durch zusätzliche Stellen für Tarifbeschäftigte.
- Verbesserte Möglichkeiten, berufserfahrene Fachkräfte im Öffentlichen Dienst mit einer adäquaten Bezahlung einstellen und halten zu können.
- Gerechte Stellenbewertungen und angemessene Bezahlung für Tarifbeschäftigte in der Kriminalpolizei.
- Perspektiven und Karrieremöglichkeiten für Tarifbeschäftigte durch Fortbildung und Aufstiegsmöglichkeiten.
Eine zeitliche und inhaltsgleiche Übernahme für die Beamten ist von den Arbeitgebern zu garantieren. Eine Aufspaltung dieser bewährten Praxis schiebt einen kontraproduktiven Keil zwischen die Beamten und die Beschäftigten.
Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben in den vergangenen Jahren massiv zur Konsolidierung der Haushalte beigetragen. Der Staat verzichtet trotz der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise nicht darauf, in vielen Bereichen Steuergeschenke zu machen, meint aber gleichzeitig, bei den Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes weiter Kürzungen vornehmen zu müssen. Das werden wir nicht akzeptieren.
„Wir richten unsere Augen auf die Verhandlungsrunde am 13. Januar 2010 in Potsdam. Dort können die Arbeitgeber durch ein konstruktives und angemessenes Angebot ihre Wertschätzung für ihre Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes zeigen“, hofft der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen auf eine kurze Tarifverhandlung im Sinne der Beschäftigten.
Tarifverhandlungen ergebnislos vertagt

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist am Abend des 13. Januar 2010 ergebnislos vertagt worden. Die Arbeitgeber legten dabei kein eigenes Angebot vor sondern verwiesen auf die leeren Kassen.
Die Verhandlungen werden nun am 31. Januar 2010 in Potsdam fortgesetzt.
Um den Öffentlichen Dienst im Wettbewerb um gute und leistungsstarke Arbeitnehmer konkurrenzfähig zu erhalten, ist eine angemessene lineare Verbesserung der Einkommen unverzichtbar!
Tarifverhandlungen erneut vertagt
Auch die zweite Verhandlungsrunde für den Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wurde am 1. Februar ergebnislos vertagt. Bisher haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt.
Ab sofort wird es bis zur dritten Verhandlungsrunde am 10. Februar in Potsdam eine ganze Reihe von Protestaktionen inklusive Warnstreiks geben.
Tarifverhandlungen sind gescheitert - Schlichtungsverfahren eingeleitet

Die Tarifverhandlungen für die Angestellten des Bundes und der Kommunen sind heute am 11.02. gescheitert. Das Schlichtungsverfahren wurde bereits eingeleitet.
Für die Seite der Arbeitgeber wurde als Schlichter der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) benannt, die Gewerkschaften benannten Hannovers früheren Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD).
Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière beginnt die Schlichtung am 18.2. in Hannover. Streiks oder Warnstreiks sind während der Schlichtung nicht erlaubt. Am 27. Februar wollen die Verhandlungspartner das Ergebnis bewerten.
Seitens des Bundes sei ein Gesamtvolumen von 1,5 Prozent über zwei Jahre vorgeschlagen worden, was von den Gewerkschaften als nicht akzeptabel bewertet wurde.
Angestellte in Bund und Kommunen erhalten 2,3 Prozent mehr

Potsdam, 28.02.2010 - Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst ist vorbei. Der vorliegende Abschluss sieht für die rund 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen schrittweise 2,3 Prozent mehr Gehalt vor.
Das ausgehandelte Gesamtpaket des Tarifvertrages entspricht einschließlich aller Zusatzleistungen sogar einer Lohnsteigerung von 3,5 Prozent.
Er gilt rückwirkend ab Januar und hat eine Laufzeit von 26 Monaten.
De Maizière empfahl der Bundesregierung und dem Bundestag, das Tarifergebnis zeitgleich auf die Beamten zu übertragen.
Die Einkommensentwicklung im Öffentlichen Dienst ist trotz steigender
Belastung im Vergleich zu zahlreichen anderen Branchen in den letzten Jahren deutlich hinter der durchschnittlichen Entwicklung zurückgeblieben. In der heutigen Zeit ist der Abschluss ein deutliches Zeichen und zeigt die Wertschätzung für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes.











