Tarifeinigung im ÖD - Flagge zeigen hat sich gelohnt
Die Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder steigen bis Ende 2010 im Schnitt um 5,8%. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am vergangenen Wochenende in Potsdam [1]. Damit sind die Nullrunden, die die Arbeitgeber in den ersten drei Verhandlungsrunden erzwingen wollten, vom Tisch.
Die machtvollen Protestaktionen der letzten Tage und Wochen, an denen sich der BDK bundesweit beteiligte, haben die Arbeitgeber offensichtlich beeindruckt. Sie hatten endlich ein verhandelbares Angebot unterbreitet.
In den schwierigen Verhandlungen haben Gewerkschaften und Arbeitgeber Verantwortung gezeigt und sich auf ein tragfähiges und faires Tarifpaket für die rund 700 000 Beschäftigten der Länder geeinigt. Die wesentlichen Punkte des Tarifergebnisses sind:
- Januar und Februar 2009: € 40,- Einmalzahlung
- Ab 1.3.2009: € 40,- Sockelbetrag plus 3 %
- Ab 1.3.2010: plus 1,2 %
- Laufzeit bis 31.12.2010
Die Tarifbeschäftigten Ost - soweit noch nicht erfolgt - erhalten zum 1. Januar 2010 den Bemessungssatz von 100%.
Die Auszubildenden bekommen ab dem 1. März 2009 eine Erhöhung um 60 € und zum 1. März 2010 ebenfalls 1,2%.
Der Tarifvertrag hat Gültigkeit bis Ende 2010.
Mit diesem Ergebnis konnte verhindert werden, dass das Einkommen der Beschäftigten der Länder von denen von Bund und Kommunen (TVÖD) abgekoppelt wird.
Der BDK erwartet nun die inhalts- und zeitgleiche Übertragung dieses Tarifergebnisses auf die Beamten in den Bundesländern und begrüßt, dass sich einige Ministerpräsidenten bereits in dieser Weise geäußert haben.
Meral Cakar
Beisitzerin Tarifbeschäftigte
im Bundesvorstand und im Landesvorstand Hamburg
Für weitere Nachfragen stehe ich gerne zur Verfügung
Telefon: 040 / 4286-56623 oder E-Mail: meral.cakar(at)bdk.de
[1] Das Ergebnis der Tarifverhandlungen hat für die Länder Berlin und Hessen keine Gültigkeit. Diese Bundesländer gehören der TdL nicht mehr an.
Einkommensrunde 2009 - BDK zeigte bundesweit Flagge
Berlin, 28.02.2009 - Im Vorfeld der heute stattfindenden weiteren Runde der Tarifverhandlungen hat der BDK gemeinsam mit anderen Verbänden und Gewerkschaften bundesweit an zahlreichen Protestkundgebungen teilgenommen.
In der 3. Verhandlungsrunde am 14. Februar hatten die Arbeitgeber erstmals ein eigenes Angebot vorgelegt, das
- für die ersten 6 Monate 2009 keinerlei Anpassungen,
- ab 1. Juli 2009 eine Tariferhöhung von 4,2 %
- und für 2010 eine weitere Nullrundrunde
vorsieht.
Diese in der Summe 2,1% für 2009 und einer Nullrunde in 2010 waren und bleiben für den BDK und die Beschäftigten kein akzeptables Angebot.
Der BDK fordert
- 8 % lineare Erhöhung,
- einen Sockelbetrag in Höhe von min. 200 €,
- 12 Monate Laufzeit sowie die
- zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf die Beamten/Beamtinnen und Versorgungsempfänger/innen.
Mit seiner Teilnahme an den bundesweiten Protestkundgebungen unterstützt der BDK solidarisch die Forderungen unserer Tarifbeschäftigten nach einer angemessenen Tariferhöhung sowie einer zeit- und inhaltsgleichen Übernahme für die Beamten.

Wird es heute zu keiner Einigung in Potsdam kommen, ist der BDK auf weitere Protestmaßnahmen vorbereitet.
Einkommensrunde 2009
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert für 2009
- 8 % lineare Erhöhung
- Sockelbetrag in Höhe von min. 200 €
- 12 Monate Laufzeit
- Zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf die Beamten/Beamtinnen und Versorgungsempfänger/innen
und erklärt sich damit mit den Tarifforderungen der beiden Dachverbände DGB und DBB–Tarifunion solidarisch!
Dieser finanzielle Zuwachs ist längst überfällig und gleicht lediglich einen Teil der zurückliegenden Gehaltskürzungen aus!
Wir haben in den vergangenen Jahren genug gespart und massiv zur Konsolidierung der Haushalte beigetragen. Einige Schlagworte dazu lauten: Verlängerung der Wochen- und/oder Lebensarbeitszeit, Reduzierung oder Wegfall der Sonderzuwendung (Weihnachtsgeld), weitestgehender Wegfall des Urlaubsgeldes, Arbeitsverdichtung durch Stellenstreichungen, Eigenbeteiligung an der Gesundheitsvorsorge…
Gepaart mit Jahren von Nullrunden führte dies zu einem deutlichen Einkommensverlust.
Die Polizei steht zunehmend in einem Konkurrenzkampf mit der Wirtschaft um intelligente junge Menschen, um den gesteigerten Anforderungen unserer Arbeit mit entsprechendem Personal begegnen zu können. Gerechte Besoldung und Vergütung ist aber eine Grundvoraussetzung zur Realisierung eines zukunftsorientierten, anspruchsvollen Berufsbildes von Kriminalisten.
Wir Kriminalisten sind es leid, ständig mit dem Hinweis auf leeren Kassen und einem sicheren Beruf abgespeist zu werden!
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