Ist die Kriminaltechnik noch auf der Höhe der Zeit? BDK fordert von der Politik auf dem Landesdelegiertentag in Berlin, nicht am falschen Ende zu sparen!
Auf dem Landesdelegiertentag des Landesverbandes Berlin fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter anlässlich der neuesten Erkenntnisse im Zusammenhang mit der DNA-Analyse, sich diesen Erfahrungen zu stellen und sicheres DNA Trägermaterial anzuschaffen, auch wenn es teurer ist. Gleichermaßen müssen die Anwender und die Analytiker ständig auf dem neuesten Wissenstand gehalten werden um eine qualitativ hochwertige Beweissicherung zu garantieren.
Auf dem Landesdelegiertentag des Landesverbandes Berlin fordert der Bund Deutscher Kriminalbeamter anlässlich der neuesten Erkenntnisse im Zusammenhang mit der DNA-Analyse, sich diesen Erfahrungen zu stellen und sicheres DNA Trägermaterial anzuschaffen, auch wenn es teurer ist. Gleichermaßen müssen die Anwender und die Analytiker ständig auf dem neuesten Wissenstand gehalten werden um eine qualitativ hochwertige Beweissicherung zu garantieren.
Deshalb steht der Landesdelegiertentag in diesem Jahr unter dem Motto "Tatort Deutschland-Kriminaltechnik vom Rußpulver bis zum Laserscanner"
Das "gute alte Handwerkszeug" des Kriminalisten, wie z.B. Daktyloskopie, Werkzeugspurentechnik, Dokumentenuntersuchung und Ballistik um nur einige zu nennen, darf aber nicht vernachlässigt werden.
Dies ist umso wichtiger bei der Rekonstruktion des Tatgeschehens, wenn es gilt, die Spurenlage mit dem geschilderten Hergang in Kongruenz zu bringen. Auch dieser kriminalistische Spürsinn muss erlernt und gefördert werden.
"Die beste Ausbildung nutzt aber nichts, wenn es an den einfachsten Dingen für die Tatortbeamten fehlt, wie z.B. Lupen, Fotoapparate, Spurentafeln, Maßstäbe und Werkzeug. Wenn erst alles zum Tatort herangeschafft werden muss, vergeht nicht nur wertvolle Zeit, sondern vielleicht auch die heiße Spur" sagt der stellv. Landesvorsitzende Böhl"
Auch im Bereich der Internetkriminalität fehlt es an Experten und Ressourcen, da sich immer mehr Straftäter des PC und WWW bedienen, wo sie ihre Spuren hinterlassen.
"Unser Ziel ist es Kriminalisten an ein Optimum fachlicher Kompetenz heranzuführen und diesen Level zu halten. Das wird aber immer schwieriger, wenn es gilt gleichermaßen eine andere Fachrichtung vollends beherrschen zu müssen. Kriminalisten, die ihren Hochschulabschluss erlangt haben, sind in der Regel nicht auch noch zu einem Informatikstudium, oder Qualifizierung zum Wirtschaftsprüfer geneigt, weshalb über die Einstellung solcher Fachleute nachgedacht werden muss" so Böhl weiter.
Die Opfer, aber auch das Rechtssystem haben einen Anspruch auf die best mögliche Behandlung. Ein Verlust des Vertrauens in die Beweisführung durch personelle und/oder materielle Einsparungen erschüttert den Rechtsstaat empfindlich und stärkt das Bestreben der Täter. Spurensuche und Spurensicherung "light" mag der aus der Sicht des BDK untauglichen Kosten-/Nutzenrechnung entgegenkommen, aber nur als trojanisches Pferd!
Gerade im Bereich der stetig angestiegenen Betrugsfälle im Internet bedarf es geschulter Fachleute und eines Bekämpfungskonzeptes. Beides fehlt in ausreichender Zahl um bei der Bekämpfung Schritt halten zu können. Die Einrichtung einer "Web-Patrol" und eines 110 Buttons im WWW wären da schon ein Anfang.










