Stimmt die Zahl der Drogentoten in Berlin?
"Es ist erfreulich zu erfahren, dass die Zahl der Drogentoten gesunken ist, obwohl jeder von ihnen einer zuviel ist." sagt der stellv. Landesvorsitzende Michael Böhl.
Dennoch stimmen die Zahlen nachdenklich wenn man berücksichtigt, dass wir in Berlin noch immer keine professionelle Leichenschau haben.
Können wir derzeit wirklich nach den bestem Wissen und Gewissen feststellen, woran ein Mensch verstorben ist?
"Es ist seit langem bekannt, dass nicht jede Todesursache bei der Leichenschau erkannt wird. In Europa liegt Deutschland mit der Anzahl der Exhumierungen an der Spitze. Wir benötigen speziell ausgebildete Rechtsmediziner, um ein höchst mögliches Maß an Sicherheit zur Feststellung der Todesursache zu haben!" so Böhl weiter.
Erst vor kurzem war eine junge Frau noch lebend auf einer öffentlichen Toilette gefunden worden, die sich offensichtlich eine Überdosis an Betäubungsmittel gespritzt hatte. Nach dem die Frau in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, verstarb sie. Eine Obduktion zur Feststellung der Todesursache ist ebenso wenig erfolgt wie die Benachrichtigung der Behörden.
"Wir sind es den Toten, den Angehörigen und der Rechtspflege schuldig!" ergänzt der BDK-Mann.










