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P R E S S E E R K L Ä R U N G: Fingerabdrücke dürfen nur noch in begrenzter Anzahl und zu bestimmten Delikten genommen werden?

24.01.2012 15:10

Fingerabdrücke dürfen nur noch in begrenzter Anzahl und zu bestimmten Delikten genommen werden?

Verfolgt man so manche Darstellungen über die Funkzellenauswertung in den Medien könnte man zu dem Schluss kommen, dass massenhaft erhobene Spuren und deren Auswertung, trotz berechtigender Gesetzeslage und richterlicher Bestätigung der Maßnahme, nur noch in einem vorher festgelegten Maß durchgeführt werden sollten.

Telefondaten hinterlassen ähnlich wie Fingerabdruckspuren ein individuelles Muster, wie z.B. Rufnummer Datum, Zeit und Ort. Findet man dieselbe Spur nun an verschiedenen Tatorten ist der Kriminalist schon geneigt zu hinterfragen, ob das nun Zufall ist, oder der Täter die Spur gesetzt hat. Dazu sollte die verursachende Person auch befragt werden können, was im Einzelfall die Identifizierung auch notwendig macht. Gleichermaßen gilt dies natürlich, wenn die Verbindungsnummer eines möglichen Verdächtigen bereits bekannt ist und diese an mehreren Orten zum Tatzeitraum präsent war.

Alle anderen Daten sind aus kriminalistischer Sicht her völlig uninteressant und eine Speicherung sinnlos.

Wenn genügend Personal vorhanden wäre um Fingerabdruckspuren im Umfeld des Tatortes massenhaft aufzunehmen und auszuwerten, wäre das gleiche Prinzip erfüllt, wonach es gilt den Täter herauszufiltern. Wenn auch nicht immer von Erfolg gekrönt, bleibt es jedoch ein Werkzeug im Kampf gegen das Verbrechen.

Funkzellen sind nun leider etwas großflächig gestaltet und die Auswertung geht nicht mehr per Hand, sondern per Computer. Trotzdem lässt sich anhand dieser Daten nicht erkennen welche Person dieses Mobilgerät gehört, oder wer es benutzt hat.

„Wir sind nach dem Gesetz verpflichtet Straftaten zu verfolgen. Der Bürger erwartet das zu Recht, die Politik fordert das nachdrücklich, der Gesetzgeber hat uns das Handwerkszeug dazu gegeben und die Richter achten darauf, dass wir es richtig anwenden, sagt der Landesvorsitzende Michael Böhl“

Wenn dies im derzeitig kontrovers diskutierten Fall so ist, und nichts spricht bisher dagegen, dann haben wir nur unsere Arbeit getan. Nicht mehr und nicht weniger!

„Wenn man nicht will, dass wir nach besten Wissen und Gewissen unsere vorgeschriebene Arbeit machen, muss man die Gesetze ändern und die Erwartungen für eine effektive Kriminalitätsbekämpfung herabsetzen“, so Böhl weiter.

erstellt von Der geschäftsführende Landesvorstand zuletzt verändert: 24.01.2012 16:22
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