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PKS 2014 – Einbrüche deutlich gestiegen !

14.03.2015 12:23

Anlässlich der Präsentation der Polizeilichen Kriminalstatistik wurde deutlich, dass die Straftaten in Bremen in vielen Bereichen wieder zugenommen haben, gleichzeitig aber die Aufklärungsquote von 49,8 Prozent auf nunmehr 45,8 Prozent gesunken ist.

Sinkende Aufklärungsquoten sind die Folgen massiver Sparmaßnahmen, die in den letzten Jahren bei der Polizei vorgenommen wurden. Vorgänge können in vielen Bereichen nicht mehr sachgerecht bearbeitet, sondern vielfach nur noch verwaltet werden. Täter lassen sich aber nicht alleine vom Schreibtisch aus ermitteln.

Mit großer Sorge verfolgt der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hierbei die Entwicklung im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls. 3057 Fälle, und damit rund 500 Fälle mehr als im Vorjahr, von versuchten und vollendeten Einbrüchen. Das ist der höchste Stand seit zehn Jahren.

Auch im Bereich des Straßenraubes, immerhin ein Verbrechenstatbestand, sind die Zahlen gestiegen und somit ist auch diese Entwicklung bedenklich.

Darüber hinaus liegt nach wie vor eine Vielzahl von Spuren bei der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle auf Halde und kann größtenteils erst nach einer monatelangen Liegezeit untersucht werden. Gleiches gilt für die Auswertung von Computern, Handys und Smartphones. Hier gilt es dringend Abhilfe zu schaffen, zumal der Sachbeweis häufig das einzige Beweismittel ist, um den Täter zu überführen.

Was das Thema Cybercime betrifft, so hat der Bund Deutscher Kriminalbeamter in der Vergangenheit wiederholt und eindringlich auf diese neuen Begehungsformen mit enormen Schadensausmaß und –potenzialen hingewiesen. Insofern ist es nur folgerichtig, dass Innenbehörde und Polizei dieses Phänomen als Herausforderung für die Ermittlungsbehörden betrachten, das aber nur zu bewältigen ist, wenn das dafür notwendige Personal professionell ausgebildet, dauerhaft zur Verfügung gestellt und mit der adäquaten Technik ausgestattet wird.

Während unser Polizeipräsident, Lutz Müller, es auf den Punkt brachte, dass erfolgreiche Polizeiarbeit nur mit mehr Personal zu erreichen ist, hat Innensenator Mäurer im Radio Bremen-Interview für diese Forderung durchaus Verständnis geäußert, aber sie sei aus seiner Sicht nicht realisierbar. Er beabsichtige jedoch, die jetzt bestehende Personalausstattung erhalten zu wollen. 

Wie diese Aussage des Innensenators mit dem aktuellen Auftrag an die Polizei weitere 50 Stellen !!! einsparen zu müssen, korrespondiert, bleibt offen. 

Ein eindeutiges Bekenntnis aus der Politik ist hier dringend angezeigt.

 

Der Landesvorstand

erstellt von Hauk, Michael zuletzt verändert: 14.03.2015 12:23
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