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Vision 2010 – Resümee und Ausblick

08.02.2011 12:00

BDK sieht sich bestätigt und erneuert seine Forderungen nach mehr Personal für die Kölner (Kriminal-)Polizei

Vision 2010 – Resümee und Ausblick

Rüdiger Thust, Vorsitzender BDK Bezirksverband Köln

Mit den heutigen Erklärungen des Kölner Polizeipräsidenten Klaus Steffenhagen (Gesamtfazit: Die Umsetzung der „Vision 2010 – sicherste Stadtregion“ ist nicht erreicht worden), sieht sich der BDK–BV Köln in vielerlei Hinsicht bestätigt und begrüßt die klare Positionierung zu getroffenen Veränderungen, die langjährigen BDK Forderungen entsprechen.

So hat der BDK sich massiv gegen die polizeiliche Neuorganisation des Jahres 1994 (Auflösung bewährter Kripo-Strukturen, Dezentralisierung von Verantwortlichkeiten pp.) zur Wehr gesetzt, die letztendlich mit schlechten Kriminalitätswerten und Aufklärungsquoten quasi nach einer neuerlichen Organisationsveränderung rief. Das vom BDK geforderte so genannte „Direktionsmodell“ ist später als Modellversuch vom Kölner PP aufgegriffen worden und inzwischen zum Vorzeigemodell in NRW geworden.

Auch die langjährigen Forderungen des BDK nach zentralen Bearbeitungszuständigkeiten und der Anbindung starker operativer Kräfte an die Kriminalitätssachbearbeitung finden sich im Kölner Direktionsmodell wieder.

Dies hat bereits zu guten und vorzeigbaren Ergebnissen in der Kriminalitätsbekämpfung geführt. Um wie viel besser könnten diese jedoch sein, wenn die „Rahmenbedingungen“ in Köln so wären, wie sie in München sind, der Stadt, mit der sich das PP Köln verglichen hat. Schließlich steht dort der Direktion GE als auch der Direktion K insgesamt deutlich mehr Personal für operative Kriminalitätsbekämpfung und für kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung zur Verfügung und dies bei deutlich geringerem Straftatenaufkommen. Allein beim Blick auf die in Köln priorisierten Delikte „Wohnungseinbruch und DB aus Kfz“ wird deutlich, dass bei in etwa gleichem Personalansatz die Kölner Kripo 4x soviel Wohnungseinbrüche und 7x soviel Kfz.-Aufbrüche bearbeiten muss.

Zu Recht stellt der Kölner Polizeipräsident erstmalig und umfänglich die besondere Belastungssituation der Großbehörde Köln dar und lässt Zweifel an der richtigen Personalzuweisung des Landes (BKV), die sich noch immer ganz überwiegend nur an Einsatz- und Fallzahlen orientiert, aufkommen. Unberücksichtigt bleiben dabei nämlich eine Vielzahl von kriminalpolizeilichen Tätigkeiten, Großlagen und Sondereinsätzen. Der BDK begrüßt, dass er damit ebenfalls eine weitere langjährige BDK-Forderung nach einer, an den tatsächlichen Belastungen orientierten, Personalverteilung unterstützt. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass ähnlich detaillierte Untersuchungen auch aus anderen KPB hilfreich wären, um noch deutlicher zu machen, wie belastet die NRW (Kriminal-)Polizei ist“, erklärte der stellv. BDK Landesvorsitzende Rüdiger Thust heute am Rande der Pressekonferenz.

Für den BDK-BV Köln ist und bleibt aber eines klar: Ohne zeitnahe, spürbare personelle Verstärkung der Kölner (Kriminal-)Polizei, wird es zu keinen spürbaren Ergebnisverbesserungen kommen können.  

Für Rückfragen:

Rüdiger Thust
Vorsitzender BDK BV Köln und stellv. Landesvorsitzender BDK LV NRW

Tel. 0172/8837250

erstellt von Thust, Ruediger zuletzt verändert: 08.02.2011 11:52
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