Rheinland-Pfalz lässt die Wahrheit aus dem Sack – Doch vorerst nur die halbe!
Antwortschreiben aus dem Innenministerium benennt das Kind beim Namen, die konkreten Auswirkungen und dafür Verantwortlichen werden nicht genannt.
Mit seinem Mitarbeiterbrief vom 19.09.2011 reagierte Abteilungsleiter Laux auf den am 09.09.2011 im ISIM erhobenen Apell des BDK: „Nicht nur der Öffentlichkeit, sondern auch den Kolleginnen und Kollegen gegenüber muss das Kind beim Namen benannt werden!“
Soweit, so gut, sollte man denken. Insofern begrüßt der BDK-Landesvorstand, dass es überhaupt eine – wenn auch schon lange überfällige – Reaktion aus dem ISIM gab.
Doch, was in dem Schreiben vorerst nur angedeutet wird, lässt das kommende Grauen in Gänze lediglich erahnen.
Vor allem kam angeblich die Schuldenbremse so unvorhersehbar und plötzlich (!!!), dass niemand dafür politisch verantwortlich ist (kein Wort der Rückbetrachtung) und jetzt lediglich alle – auch die Gewerkschaften nun mit ihrem Ministerium „wie ein Mann“ zusammenstehen und die Suppe gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen auslöffeln sollen.
Dagegen verwehrt sich der BDK-Landesverband! Wir weisen schon jetzt auf die absehbaren Folgen hin: der Bürger, der – wenn sie mangels Sprit und Personal überhaupt noch kommt – dann länger auf seine Polizei warten muss, dem man ehrlicherweise schon vor Ort oder am Telefon sagt, das lediglich Versicherungsdienstleistungen angeboten werden können; die Zusammenlegung von Kommissariaten und damit verbundene Perspektivlosigkeit für viele unsere Kolleginnen und Kollegen, Verlust vorhandener Fachkompetenzen, Altersarmut in der Pension und nicht zuletzt ein erheblicher Akzeptanzverlust der rheinland-pfälzischen Polizei in der Bevölkerung und auf dem Arbeitsmarkt.
„Wird das zukünftig noch die Polizei sein – werden sich viele fragen – in die man mit Leidenschaft und Herzblut eingetreten ist?“, „Habe ich noch Perspektiven?“, “Wie wird mich der Bürger demnächst anschauen, wenn ich ihm gegenüberstehe? Wird er mich noch ernst nehmen, oder lacht er mich dann aus?“
Der Mitarbeiterbrief wirbt um Verständnis für „schmerzliche Einschnitte“. Erst Verständnis, dann Einverständnis, dann Zustimmung? Nein, so einfach ist das nicht Herr Minister! Uns stehen Amputationen bevor und nicht nur Einschnitte – ab ist ab und nicht nur geritzt. An dieser Operation werden sich die Personalvertretungen und Gewerkschaften nicht „beteiligen“, sie sind nur Gäste in den Arbeitsgruppen.
Das ist auch gut so, denn wir werden (nun unter der richtigen Überschrift) unser Möglichstes dafür tun, das die Handlungsfähigkeit und Attraktivität der Polizei, insbesondere aber auch die der Kriminalpolizei, erhalten und damit wahrnehmbar bleiben.
Der BDK-Landesvorstand











