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13. Bundesdelegiertentag

13.10.2009 11:40

Alle vier Jahre wird das höchste Beschlussorgan des BDK einberufen, um über die zurückliegende Arbeit des Bundesvorstandes zu beraten und die Weichen für die kommenden Jahre zu Stellen. Vom 06. bis zu. 08. Oktober versammelten sich die Delegierten aller Landesverbände im thüringischen Suhl.

Klaus Jansen wiedergewählt 
Der alte und neue Bundesvorsitzende heißt Klaus Jansen. Nachdem er den BDK in seiner ersten Amtszeit auf einen neuen Weg mit sich gerissen hat, wurde er vom Delegiertentag mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.
Der Landesverband Schleswig-Holstein ist künftig mit drei zusätzlichen Stimmen im Bundesvorstand vertreten. Neben Bernd Carstensen, (stellvertretender Bundesvorsitzender), wählten die Delegierten  am vergangenen Dienstag mit Birthe Schlich (Bundesschatzmeisterin), Jens Büttner (stellvertretender Bundesschatzmeister) und Michael Marufke (IT-Sprecher) drei Mitglieder unseres Landesvorstandes in den Bundesvorstand.
Ebenfalls als Stellvertreter von Klaus Jansen wiedergewählt wurden Wilfried Albishausen, LV Nordrhein-Westfalen, und Uwe Baumert, LV Sachsen.
BDK-"Urgestein" Rolf Jaeger war nicht mehr zur Wahl als stellvertretender Bundesvorsitzender angetreten. Seinen Platz nimmt zukünftig Andre Schulz vom LV Hamburg ein - auch ein (ehemaliger) Schleswig-Holsteiner.

Demokratie ist anstrengend
Satzungsfragen schaffen es üblicherweise eher nicht in eine solche Berichterstattung. Eine Neuerung in der Bundessatzung muss hier jedoch erwähnt werden, da sich bereits unser LDT 2008 in Itzehoe intensiv mit dem Thema "Doppelmitgliedschaft und passives Wahlrecht" befasst und einen entsprechenden Antrag abgelehnt hatte.
Dem Votum des LDT folgend, hat die schleswig-holsteinische Delegation gegen die Änderung gestimmt, unterlag aber in der Abstimmung deutlich.
Im Ergebnis bleibt die gleichzeitige Mitgliedschaft in einer anderen Gewerkschaft auch weiterhin möglich, schließt jedoch zukünftig das passive Wahlrecht zu den Organen des BDK (Delegiertentag, Vorstand, geschäftsführender Vorstand)  - auch in den Ländern - aus.

Bildungsoffensive Kripo 2.0
Der Begriff klingt erstmal sehr technisch, wurde aber durch die mediale Berichterstattung der letzten Woche eindrucksvoll erklärt. An dem Tag, als Google, Microsoft und andere Weltfirmen öffentlich einräumen mussten, dass Kriminelle in großem Umfang Kundenkonten abgeräumt hatten, diskutierten auf dem BDT Experten und Politiker über die personellen, rechtlichen und technischen Anforderungen an eine effektive Kriminalitätsbekämpfung im Internet, die sich zusätzlich zu den klassischen Arbeitsfeldern der Kriminalpolizei! rasant entwickeln. 
Dabei stand neben der Frage nach dem wie viel, vor allem die Frage nach der richtigen Qualifikation der Kriminalpolizei im Mittelpunkt. Der BDK fordert in diesem Zusammenhang die bundesweite Einführung/Wiedereinführung von Studiengängen Kriminalwissenschaften an Universitäten und Hochschulen der Länder.

"Bullenorden"
Mit dem "Bul le merite" ehrt der BDK Persönlichkeiten, die sich besondere  Verdienste an der inneren Sicherheit erworben haben. In diesem Jahr wurden der Duisburger Kinderarzt Dr. Ralf Kownatzki und der Leiter der Mordkommission Duisburg, EKHK Heinz Sprenger, ausgezeichnet. Beide engagieren sich in vorbildlicher Kooperation für den Kinderschutz und haben seit 2005 die Informationsdatenbank "RISKID" initiiert.

In seiner Laudatio hob der Vorsitzende der Deutschen Kinderhilfe, Georg Ehrmann nicht nur die Verdienste der Preisträger hervor, sondern entlarvte auch die Ignoranz und die Widerstände in Politik und Teilen der Ärzteschaft, bei Datenschützern und pädagogischen Gutmenschen, die allesamt gern mit floskelhaft scheinheiligen Bekenntnissen zur Stelle sind, aber den konkreten Kinderschutz vernachlässigen oder gar - wie am Beispiel "RISKID" - torpedieren.
Der minutenlange stehende Beifall für die Preisträger und den Laudator sollte allen in den Ohren klingen, die den Kinderschutz beharrlich ausblenden und sich hinter vermeintlichen Problemen verstecken, statt tatkräftig voranzugehen.
Auch in Schleswig-Holstein hat sich nach dem Drama von Darry beharrliches Schweigen wie Mehltau auf das Thema gelegt.

 Der Landesvorstand


erstellt von Der Landesvorstand zuletzt verändert: 09.09.2010 22:59
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