Dünne Suppe vom Goldrandteller - Das klägliche Ende des Projektes "Polizei 2012"
Fast ein Jahr hat es gedauert, offiziell wurden über 17.000 Arbeitsstunden investiert und zu guter letzt erfuhr die Landespolizei aus den Lübecker Nachrichten, was es wert ist: Innenminister Hay hat am vergangenen Donnerstag das Projekt "Polizei 2012" beerdigt.
Der Dorfpolizist bleibt! - lautet das Credo des Ministers. Ist das alles? Dafür der ganze Aufwand? Wäre so eine Ansage nicht vorher nötig und möglich gewesen?
Der Kaufmann ist weg, der Gasthof auch, aber Kirche und Polizei bleiben im Dorf - ein Stück heile Welt. Wer wollte etwas dagegen haben? Nur leider führt dieses Machtwort die Polizei nicht aus der oft bemühten "strategischen Lücke". Es gibt keine Richtung vor, welche Probleme als erstes und mit Macht angegangen werden müssen.
Jugendgewalt, Rauschgiftbekämpfung, Terrorgefahr, Bearbeitungsstau bei der DNA-Untersuchung, Handy-Auswertung, Internetkriminalität
. es gibt genug zu tun.
Die Regelorganisation soll es nun richten. Man darf gespannt sein! Denn die Vorzeichen haben sich nicht geändert. Die Polizei ist kein Stück weiter als vor einem Jahr!
Was bleibt, sind einige politische Leitgedanken, die manches möglich erscheinen lassen, vieles aber auch verhindern können.
Das Mantra der Politik lautet nach wie vor: Mehr Personal gibt es nicht!
Wenn es dabei bleiben soll, wird es endlich Zeit, wirklich Farbe zu bekennen: Was kann, was soll, was muss die Polizei alles leisten - und vor allem was nicht?
Entstempelungen und Schwertransporte greifen als Antwort hier sicherlich zu kurz!










