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Späte Einsicht in Sachen SP-EXPERT

07.08.2009 06:45

Geht die Zahlengläubigkeit ihrem Ende zu? Die kleinteilige Produkterfassung in SP-X hat sich als zu aufwändig, unbrauchbar und überflüssig erwiesen. Mit der Entscheidung, den Produktkatalog von über sechzig auf zukünftig nur noch neun Kürzel zu reduzieren, geht das Landespolizeiamt einen großen Schritt auf die Position des BDK zu.

Bereits auf dem Landesdelegiertentag 2005 hat der BDK Schleswig-Holstein die Einführung der produktorientierten Arbeitszeit für die Kriminalpolizei entschieden abgelehnt und seither immer wieder erneuert.

Die Warnung vor Datenfriedhöfen und die Frage, ob aus diesen Daten überhaupt sinnvolle Informationen gezogen werden könnten, wurde jedoch stets genau so beharrlich in den Wind geschlagen.


Bis jetzt! Denn nach mehreren Jahren Echtbetrieb haben nun auch die Verantwortlichen erkannt, dass aus den Befürchtungen des BDK Realität geworden ist - und entsprechend reagiert.


Seit Anfang dieser Woche ist der bislang völlig überdimensionierte Produktkatalog von über sechzig auf neun Produkte eingedampft. Wenngleich wir diese Entscheidung begrüßen und darin eine positive Entwicklung sehen, bleibt die Frage, ob auch in dieser reduzierten Form Aufwand und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen?


Der Arbeitszeitaufwand ist nach wie vor enorm: Systembetreuer, Planer und natürlich der tägliche Erfassungsaufwand, Fehlerfassungen, Kontrolle der Abrechungen, Interpretation der Zahlen und nicht zu vergessen - wie gerade aktuell mal wieder - "Performance-Probleme"…


Das alles in Zeiten, in denen polizeiliche Kernaufgaben in Frage gestellt werden und für die Kriminalitätsbekämpfung nachweislich über 150 Stellen fehlen!

Und wo nach wie vor die entscheidende Frage unbeantwortet bleibt: Was ist der Gewinn?


Die Möglichkeiten der Dienstplanung und -abrechnung sind, besonders für Schicht- und Schwerpunktdienststellen,  ohne Frage hilfreich und sinnvoll.

 
Für Dienststellen mit unterschiedlichen Aufgaben mag auch der Erkenntnisgewinn aus der Verteilung der aufgewandten Arbeitszeit noch ganz spannend sein.

Für kriminalpolizeiliche Dienststellen aber ist die dauerhafte produktorientierte Arbeitszeiterfassung schlicht überflüssig!

Denn wer wird ernsthaft überrascht sein, dass die Arbeit auf einer KP-Außenstelle, im KDD oder bei der Mordkommission sich nun mal ganz überwiegend im "Leistungsbereich Kriminalitätskontrolle" abspielt?

 

Der jetzt bis Anfang 2010 vorgesehene Probelauf mit der reduzierten Anzahl von Produkten wird den Beweis erbringen müssen, realistische und "steuerungsrelevante" Daten zu liefern. Wenn das nicht der Fall sein sollte, kann es eigentlich nur noch eine abschließende Antwort geben!

 

Der Landesvorstand

erstellt von Der Landesvorstand zuletzt verändert: 09.09.2010 23:01
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