Buchlesung des Landesverbandes Thüringen
Der Landesverband Thüringen hatte am 24.02.11 zu einer Buchlesung mit dem Autor Klaus Dalski eingeladen. Zwar folgte nicht die erwartete Anzahl von Interessenten dem Angebot für einen kurzweiligen Abend, aber die, die den Weg zur Freien evangelischen Gemeinde in Erfurt genommen hatten, wurden nicht enttäuscht.
„Der Kopf in der Ilm“ - so das Buch eines ehemaligen Kriminalisten, unterscheidet sich von anderen Büchern dieses Genres. Nach einer kurzen Vorstellung des Autors, die bei dem Teilnehmerkreis eigentlich nicht nötig war - kannten doch alle den Autor von gemeinsamer kriminalistischer Arbeit - berichtete der Verleger Michael Kirchschlager von der Geschichte der Entstehung des Buches. Er machte auch keinen Hehl aus seiner Freude und seinem Stolz, dass das vorgestellte Buch den Platz auf der Bestsellerliste im Bereich Sachbuch gefunden hat und seit Wochen behauptet. Die notwendig gewordene 2.Auflage findet weiterhin reißenden Absatz. Der Autor, bis zur Wende in der DDR in leitenden Funktionen der Kriminalpolizei im ehemaligen Bezirk Erfurt tätig, begann seinen Vortrag mit lustigen Episoden. So erfuhr der Zuhörer, dass durch die ausschließlich handschriftliche Aufzeichnung der realen Fälle der jüngeren Kriminalgeschichte seine Handschrift merklich Fortschritte gemacht hat. Seine Frau hat das mehrfach würdigend zum Ausdruck gebracht. Auch hat die Der Autor bei seiner Vorstellung des Buches vor einer interessierten Leserschaft 2 Ehefrau von Klaus Dalski durch ihre Kochkunst das schöpferische und verlegerische Wirken entscheidend geprägt, so die Einschätzung des Verlegers. Auf Interesse stieß auch die Erzählung, dass so mancher bekannte Name den Weg des Autors „säumte“. Dr. Müller, der bekannte Kriminalpsychologe aus Wien oder Horst Nies aus Wetzlar wurden als Beispiele erwähnt, haben sie doch die Sicht des erfahrenen Kriminalisten bis oder nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst entscheidend mitgeprägt.
In der Folge entspann sich ein reger Dialog zwischen Autor und Anwesenden. So manches Detail wurde ergänzt oder wieder ins Gedächtnis gerufen. Namen von im Buch anonymisierten oder veränderten Personen machten schnell die Runde. Es war auch beeindruckend, dass selbst Täter, welche im Buch „verewigt“ wurden, ihn auf der Straße grüßen und dabei wissen, wen sie grüßen. Auf die Frage, ob Angehörige von Opfern nicht befremdlich auf das Buch reagiert haben, konnte er beruhigend berichten, dass diese teilweise dankbar nach Lesungen auf ihn zugegangen sind. Ihm sei kein Fall bekannt, wo Opfer sich negativ geäußert haben. Dazu trägt bestimmt auch bei, dass die Opfer als Erstes im Vorwort und Impressum genannt werden. Die Gefühle der Opfer und deren Angehörigen standen für ihn und den Verlag immer im Vordergrund. Das soll auch im geplanten 2.Buch bei Klaus Dalski so sein. Ein spannender Abend fand nach dem obligatorischen Signieren der Bücher seinen Abschluss.











