7. Mahnwache des BDK gegen die Sicherheitspolitik des Innenministers, Dr. Ingo Wolf
Lokalzeit Essen berichtet über die Mahnwache
In der Sendung Lokalzeit berichtete der WDR (Fernsehen) über die Mahnwache des BDK in Essen.
Unter WDR (Kompakt 02:50) kann der Beitrag angesehen werden.
7. Mahnwache in Essen, 29.01.2010, 10.00 Uhr, Kettwiger Straße/Burgplatz, gegen die kripofeindliche Politik von Innenminister Dr. Ingo Wolf, FDP
Essen, 29.01.2010 - Pünktlich um 10.00 Uhr begann die 7. Mahnwache in Essen. Das Wetter war grausam, der Zulauf und Zuspruch Essener Bürger und Besucher der Stadt Essen optimal, die Unterstützung der Essener Kripo-Kollegen sehr gut!
Nachdem bei miesem, nasskalten Wetter der BDK-Stand aufgebaut war, gingen 7 weitere Kollegen, die nicht einmal alle im BDK sind, sofort auf Passanten und in der Einkaufsstraße ansässige Firmenmitarbeiter zu, um über die Probleme der Kripo zu informieren.
Es wurden größtenteils lange und informative Gespräche geführt, die im Ergebnis bei den Bürgern großes Erstaunen, aber noch größeres Verständnis für die Kripo erzeugten. Zahlreiche Bürger und Bürgerinnen zeigten dies durch
weit über 300 Unterschriften gegen die "Kriminalpolitik" des Innenministers.
Ein Missverständnis musste allerdings ausgeräumt werden, da sich manche zunächst durch ein gelb-blaues Transparent hatten irritieren lassen. Sie glaubten, das wäre ein Stand der "Mövenpick-Partei" ( FDP ) - so einige Zitate der Bürgerinnen und Bürger. Nachdem das geklärt war, gaben sie freiwillig und gern ihre Unterschriften für die Belange der Kripo und ergänzten das mit den Worten, dass sie nicht gekommen wären, wenn das die besagte Partei gewesen wäre.
Ein Vertreter der WAZ-Redaktion Essen war bereits gegen 11:00 Uhr
erschienen, machte zahlreiche Fotos vom Stand und den Gesprächen mit den Bürgern.
Am Nachmittag besuchte dann ein Journalist der WDR-Lokalzeit mit Kamera die Mahnwache, der ebenfalls die Aktionen am Stand und vor dem Stand in der Einkaufszone der Kettwiger Straße für die Lokalzeit Essen dokumentierte und ein Interview mit einem Demonstranten führte.
Der Tenor der zahlreichen Bürgergespräche war eindeutig: die Politik tut
zu wenig für die Kripo und man hoffe, dass die dafür verantwortliche Partei nicht mehr gewählt würde !
Es kamen auch Aussagen wie, "es ist gut, dass ihr was macht. Man muss
denen da oben zeigen, dass das so nicht geht." Viele Bürger klagten über ein nicht vorhandenes Sicherheitsgefühl. Die Beschäftigten eines Uhrenfachgeschäftes auf der Kettwiger Straße freuten sich besonders über unseren Besuch, da sie erst in der letzten Woche überfallen und ausgeraubt worden waren.
Gegen 14:30 Uhr waren mehr als 800 Flugblätter und Traueranzeigen verteilt, die Mahnwache wurde entsprechend der Anmeldung abgebaut und für den Einsatz bei der nächsten Mahnwache in Gelsenkirchen verpackt.
Fazit: Alle beteiligten Kollegen, ob BDK-Mitglied oder nicht, waren
über die positive Resonanz bei den Bürgern überrascht und begrüßten
die vom BDK initiierte Veranstaltung ausdrücklich.
BDK - die tun was!







Die NRW-Landesregierung mit diesem FDP-Innenminister ist nicht wirklich willens und fähig, die Rahmenbeding-ungen für eine nicht nur dem Stand der Technik ange-paßte Bekämpfung der Krimi-nalität schlechthin zu schaffen.
Es fällt auf, dass in vielen Bereichen seit 1990 und der (später erfolgten EU-Osterweiterung) gerade die Bekämpfung der organi-sierten Kriminalität nicht mit der notwendigen Erfor- derlichkeit umgesetzt wor-den ist. Diplomatische Rücksichtnahmen und liber-ale Gefühlsromantiker können nur wenig zur nötigen Sicherheitslage der Bevölkerung beitragen. Die Aufklärungsquote liegt seit Jahren bei etwas über 40 %. Dieser Innenminister ist kaum fähig, eine der heu-tigen Kriminalität gegen- überstehende Kriminalpoli-zei (bei Waffengleicheit) zu installieren. Die Kripo ist ein Stiefkind der Politik geworden. Es gibt nur noch eine Hoffnung; die NRW-Wahl im Mai 2010!
Gruß Bernhard Zündorff
der BDK-Landesverband in Niedersachsen schließt sich den Aussagen des Kollegen Gräber aus Sachsen-Anhalt an. Mittlerweile geht die deutsche Kriminalpolizei in einigen Bundesländern ihrem Exodus entgegen, wenn nicht sofort wieder direkt in diesen Ländern in die Kriminalpolizei eingestellt wird. Dazu gehört auch eine entsprechende finanzielle Grundlagen für Ermittlerinnen und Ermittler. Wer wird sich in den nächsten Jahren denn noch zur Kriminalpolizei begeben, wenn er keinerlei finanzielle Perspektiven mehr hat und schlicht hoheitliches Handeln (sogenanntes Streife fahren) wichtiger ist, als schwerste Straftaten versiert zu bekämpfen? Euer Innenminister hat das leider nie begriffen und wird (siehe aktuelle Umfrage im Stern zum möglichen Wahlverhalten der Einwohner von NRW) wohl ab Mai auch nicht mehr die Chance haben, den Unfug den er da anrichtet hat, auch noch umzusetzen.
Lieber Gruß
Ulf Küch
Landesvorsitzender Niedersachsen
Bund Deutscher Kriminalbeamter
Aus Magdeburg mit solidarischen Grüßen
Peter Gräber