Hans-Dietrich Genscher

Bundesaußenminister
Ordensträger 1980
Der BDK ehrte Genscher vor allem für seine unvergessenen Leistungen als Bundesinnenminister (1968 - 1974). Ulrich Wegener, der Kommandeur der GSG 9 des BGS stellte in seiner Laudatio fest: "Sie, Herr Bundesaußen- minister, waren der dynamischste Innenminister, den die Bundesrepublik bisher gehabt hat!". Genscher überführte so z. B. die Mitarbeiter des BKA komplett in den gehobenen Dienst und hob damit deutlich den Status unserer Kollegen. Wesentliche Fortschritte in der Terrorbekämpfung und der Stärkung des BKA gingen auf ihn zurück.
Die Geiselnahme und Ermordung der israelischen Sportler bei den Olympischen Spielen 1972 in München fiel in seine Amtszeit. Genscher scheute nicht davor zurück, sich selbst als Austauschgeisel zur Verfügung zu stellen. Dies wurde jedoch von den palästinensischen Geiselnehmern abgelehnt.
Im Dezember 1976 nahm die Vollversammlung der Vereinten Nationen den Vorschlag von Genscher über eine Terrorismus-Konvention an, worin unter anderem festgelegt wurde, auf Forderungen von Geiselnehmern unter keinen Umständen einzugehen. Seine Verbundenheit zur Polizei demon- strierte er noch am Tag seiner Ordensverleihung. Seinen geplanten Flug nach New York zum Treffen mit UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim ließ er wegen der Ehrung um einige Stunden verschieben.










