Gerhard Boeden

Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz
Ordensträger 1988
"Polizei", das ist das Leben von Gerhard (Gerd) Boeden. In seiner 40-jährigen Polizeidienstzeit hat er das Bild der deutschen Kriminalpolizei nach dem Krieg mitgestaltet. Der ehemalige Kriminalmeister - schon 1953 zum BKA gewechselt - arbeitete sich peu à peu nach oben bis zum BKA-Vizepräsident (1983 - 1987).
In seine Dienstzeit beim BKA fielen die Hochzeiten der RAF-Anschläge, ihre Entführungen und Morde. Auch nach seinem Wechsel als Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz hat die Terrorbekämpfung - trotz mittlerweile vieler Fahndungserfolge - unverändert oberste Priorität. In diesen Blütezeiten des RAF-Terrorismus und der Spionage bedurfte und bedarf es tatkräftiger Männer und Frauen: Gerd Boeden ist einer von ihnen.
Der Kriminologe Prof. Dr. Hans-Dieter Schwind bezeichnete ihn in seiner Laudatio als einen "Sepp-Herberger-Typ", ein Mensch, der nie aufgibt, ein Macher und Mann der Tat. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass Boeden gerade bei seinen Beamten der unteren Besoldungsgruppen stets ein beliebter Vorgesetzter war.










