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Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) kein Abbild der tatsächlichen Kriminalität

16.05.2012 11:30

Effektive Kriminalitätsbekämpfung gelingt nur mit qualifiziertem Personal

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) kein Abbild der tatsächlichen Kriminalität

S. Hofschlaeger / pixelio.de

„Für uns Kriminalisten ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) lediglich eine Strichliste, ein Arbeitsnachweis ohne inhaltliche Bewertung des zeitlichen und ermittlungstaktischen Aufwands der Ermittlungsarbeit im vergangenen Jahr", unterstützt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz in keinster Weise das jährliche Schaulaufen der Landesinnenminister und des Bundesinnenministers um die höchsten Aufklärungsquoten.

"Nichtsdestotrotz sind der Anstieg der Gesamtzahl der Straftaten und die sinkende Aufklärungsquote nur ein Teilaspekt der tatsächlichen Kriminalität in der Bundesrepublik. Die mittels Internet begangenenStraftaten, die in überwiegender Art und Weise den Weg über Auslandsserver zu den Opfern in der Bundesrepublik finden, werden immer noch nicht in der PKS abgebildet bzw. statistisch erfasst“, gibt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz den Hinweis auf die in Wirklichkeit wesentlichen höhere Anzahl von Straftaten im letzten Jahr.

"Der Anstieg der Anzahl der Straftaten bei gleichzeitig sinkender Aufklärungsquote im Bereich der Eigentumskriminalität, zum Beispiel im Bereich des Wohnungseinbruch und Diebstahl aus Kraftfahrzeugen, ist ein unzweifelhaftes Indiz für fehlendes qualifiziertes Personal im Bereich fachgerechter Tatortarbeit", weiß der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz um die Probleme der Beamtinnen und Beamten vor Ort.

Die DNA-Spur des Täters, die Hebelspuren des benutzen Werkzeuges, die Fingerabdrücke an den von  den Tätern angefassten Gegenständen, die hinterlassenen Eindruckspuren von Fahrzeugreifen oder Täterschuhen, all das lässt sich nur mit qualifiziertem, gut ausgebildetem Personal am Tatort finden und sichern und im Ergebnis später bewerten.

"Das lässt sich nicht vom Computerarbeitsplatz im Büro erledigen, dazu muss der - und hier ganz besonders wichtig - fachlich qualifizierte, kompetente Kriminalist vor Ort den Tatort untersuchen, Spuren sichern und die Zeugen und Opfer befragen", fordert der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz mehr qualifiziertes Personal für die Ermittlungsbereiche in den Kripo-Dienststellen.

Ansprechpartner bei redaktionellen Rückfragen:
Bernd Carstensen, Bundespressesprecher Fon 0700 BDK (235) 10000

erstellt von Lindner, Lars zuletzt verändert: 16.05.2012 06:34
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