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Waffe und Munition im privaten Haushalt

19.03.2010 12:31

Voraussetzung für Tod und Verletzung von Polizisten, Lehrern und Schülern

Im Rahmen von Ermittlungen gegen Beschuldigte aus dem Rocker- und Rotlichtmilieu wurde nach aktuellem Informationsstand ein 42jähriger SEK-Beamter durch einen Schuss durch die geschlossene Wohnungstür getötet.

Der 43-jährige tatverdächtige Schütze aus der Rockerszene benutzte nach ersten Informationen eine großkalibrige Pistole des US-Herstellers Les Baer vom Kaliber .45 ACP legal. Der "Hells Angel" sei Sportschütze und habe seit Mai 2003 über eine waffenrechtliche Erlaubnis des Landkreises Neuwied verfügt.

"Tötung durch die geschlossene Tür mit einer großkalibrigen Pistole. Das hatten wir schon Mal", erinnert der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen, mit Hinweis auf den Amoklauf in Winnenden, wo eine Schülerin mit einem Schuss aus einer großkalibrigen Pistole ebenfalls durch die geschlossene Tür getötet wurde, an die verheerende tödliche Wirkung solcher Waffen und Munition.

"Wo ist die Verantwortlichkeit des Schützenvereins und der waffenrechtlichen Genehmigungsbehörde zur Prüfung auf Zuverlässigkeit, persönliche Eignung und Bedürfnis bei dem Antrag auf eine Waffenbesitzkarte durch einen "Hells Angel" geblieben?", fragt sich der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen.

Die Tötung des Kollegen in Anhausen und die Tötungen in Winnenden konnten nur stattfinden, weil großkalibrige Schusswaffe (die nach BDK-Meinung nicht in private Hände gehört) und Munition gleichzeitig in der Wohnung aufbewahrt werden dürften.

"Diese Aufbewahrungspraxis ist tödlich", resümiert der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen.

Rückfragen bitte an:

Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)
Pressesprecher
Bernd Carstensen
Telefon: 0700 235 10 000
E-Mail: presse@bdk.de

erstellt von Bernd Carstensen zuletzt verändert: 18.08.2010 14:15
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Anonymous sagt
19.03.2010 18:33
Sehr geehrter Herr Carstensen, ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung mitteilen, bevor man sich in solchen Fällen an die Polizei oder wie bei mir in einem anders gelagerten Fall an den Staatsschutz wendet, überlegt man sich das dreimal. Insbesondere, wenn man Familie hat. Es ist kaum anzunehmen, dass er - wenn er keine Sportschützenwaffe besessen hätte - keine Waffe gehabt hätte, denn es ist bekannt, dass sich die Rockerszene gerne illegal bewaffnet. Es ist seltsam, dass sich hier der Täter legal bewaffnen konnte, aber wäre das nicht möglich gewesen, wäre die Sache auch nicht anders ausgegangen.
Einer von der sogenannten Waffenlobby
Anonymous sagt
20.03.2010 12:10
Wieder einmal reitet Herr Jansen sein Steckenpferd, in dem er die Aufbewahrung von Waffen und Munition in Privathaushalten als Ursache für Morde und Amokläufe bezeichnet. Wenn das die Ursache wäre, wäre der Besitz von Füllhaltern und Kugelschreibern die Ursache für die vielen Rechtschreibefehler meiner Schüler
Anonymous sagt
22.03.2010 14:05
Sehr geehrter Herr Jansen
Verantwortlichkeit eines Schützenvereins für die Prüfung von Zuverlässigkeit, Eignung und Bedürfnis ?
Sie sollten sich erst mal rechtskundig machen, bevor Sie solche Forderungen stellen! Als Vorstand eines Schützenvereins erfahre ich erst dann von der Unzuverlässigkeit, oder Nichteignung eines Vereinsmitgliedes, wenn sein erster waffenrechtlicher Antrag abgelehnt wurde und das Mitglied mir das sagt !
Nennt sich Datenschutz !
Bis dahin hat Derjenige jedoch bereits ein Jahr Umgang mit Sportwaffen gehabt, weil´s der Gesetzgeber so vorschreibt (12 Monate Wartefrist; 18x Schießen im Jahr...schon mal gehört?)! Und was die Vorverurteilung des "tatverdächtigen Schützen" angeht: Warten wir doch mal den Prozeß ab, auch für diesen Mann gilt die Unschuldsvermutung, bis seine Schuld vor Gericht bewiesen ist.
In der Zwischenzeit können Sie ja mal in sich gehen und darüber nachdenken, was Sie machen, wenn früh morgens schwarz vermummte Gestalten sich an ihrer Haustür zu schaffen machen.
mfG
Andreas Lischer
Anonymous sagt
23.03.2010 16:03
Sehr geehrter Herr Lischer,

Sie drücken sich aus der Verantwortung und driften dann am Ende Ihres Kommentars zur Selbstjustiz. In Schützenvereinen wird ein Sport ausgeübt, der gefährliche Seiten haben kann. Nicht nur das unterscheidet Sie von Taubenzüchtern. Wenn Sie also erkennen können, dass ein Mitglied in seiner Persönlichkeit begründet ggf. nicht mehr die Eignung nach dem Waffengesetz haben könnte (hier Mitglied in einer Rockergruppe mit erwiesener Nähe zum Bereich der organisierten Kriminalität), dann sind Sie in der Verantwortung. Darauf müssen der Staat und die Allgemeinheit vertrauen.
Genauso darauf, dass Sie die Polizei rufen, wenn sich morgens schwarz vermummte Gestalten an Ihrer Haustür zu schaffen machen. Da werden auch Sie sich nur im Wege der Selbstjustiz wehren können, wenn Sie ihre Waffe und Ihre Munition nicht ordnungsgemäß gelagert hätten. Dieses "zu schaffen machen" dauert bei den Spezialeinheiten der Polizei nur wenige Sekunden.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Jansen
BDK Bundesvorsitzender
Anonymous sagt
21.04.2010 15:19
Sehr geehrter Herr Jansen,

so gerne Kriminalbeamte auch die "Eignung" zu zitieren pflegen, der §6 WaffG verlangt konkrete, in der Person begründete Gefahren. Dies kann Debilität sein, dies kann die Abhängigkeit von Betäubungsmitteln sein oder schlicht unvorsichtiger Umgang mit Waffen. Die Mitgliedschaft in einer Vereinigung als Zugangs- oder Ausschlusskriterium wurde vom Gesetzgeber bewusst nicht einbezogen, weil wir als Deutsche mit solchen Gesetzen bereits hinreichend negative Erfahrungen machen mussten. Es bedarf keiner Änderungen im Waffenrecht, die sich aus konkret diesem Fall ergeben würden, es bedarf nur einer konsequenten Anwendung bestehender Gesetze - und hierbei im Vordergrund die Kriterien der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit nach §5 WaffG. Aber: Bis Gruppierungen tatsächlicher oder vermeintlicher OK nicht als Organisation verboten worden sind, greift eine solche Anwendung des Gesetzes einfach nicht und wäre sogar rechtswidrig. Hier besteht der eigentliche, der dringende Handlungsbedarf, sich über die IMK zu einem Verbot derartiger Gruppierungen zu verständigen, um damit auch endlich einen hierauf bezogenen Vollzug des Waffengesetzes zu ermöglichen.



Mit freundlichen Grüßen

Winkelsdorf
Anonymous sagt
21.04.2010 16:19
Bevor in dem Fall Kommentare abgegeben werden,sollte man den Prozeß abwarten ! Ach ja, kürzlich hat sich ein Kollege bei einem Einsatz in den Oberschenkel geschossen, zum Glück war es nur der Oberschenkel.
Anonymous sagt
21.04.2010 19:33
Klar, bloß keine Kommentare abgeben, bloß nicht drüber diskuttieren, dass Waffen nichts in Privatbesitz zu suchen haben. Der BDK fordert hier das Richtige, Waffen sind Jägern und Polizisten vorbehalten, Sportler sollten sich mit Kleinkalibern begnügen.
Anonymous sagt
04.05.2010 13:42
Hallo, Herr Vollmer
Dr BDK fordert das Richtige ? Soll also heißen, als Polizeibeamter soll ich ne Dienstwaffe im Amokkaliber 9mm zum "Schutze" des Bürgers führen, als Sportschütze werde ich zwangsenteignet ? Will der BDK wirklich, daß 3 Millionen Bundesbürger, die verantwortungsbewußt und zuverlässig mit ihren Privatwaffen umgehen, wegen ner handvoll Geisteskranker diesem Land den Rücken zukehren ? Ich denke, über die Folgen hat hier noch Niemand nachgedacht....
mfG
Andreas Lischer
Anonymous sagt
06.06.2010 10:05
Soviel zur Eignung von Polizeibeamten zum zuverlässigen Umgang mit Waffen:
http://www.landesarchiv-bw.de/web/45446
Gruß
Clitus

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