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Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Baden-Württemberg
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LDT 2009

Am 21. und 22. Oktober 2009 fand im Seminaris Hotel Bad Boll in 73087 Bad Boll der turnusmäßige 13. Landesdelegiertentag des BDK Baden-Württemberg statt.

Unter dem Tagungsmotto "Tatort Deutschland - Kriminalitätsbekämpfung in Baden-Württemberg" hatten sich Kriminalisten aus ganz Baden-Württemberg getroffen, um die verbandspolitischen Ziele der nächsten vier Jahre festzulegen.

 

Informatives Rahmenprogramm 

 

RahmenprogrammTagungsbegleitend stand den Delegierten am ersten Tag ein Team der BB Bank zu allen Fragen rund ums Geld zur Verfügung und präsentierte sich als Partner der Beamten und des öffentlichen Dienstes.

Fachspezifischer ging es am zweiten Tag mit einer kleinen, von der EMW - Exhibition & Marketing Wehrstedt GmbH organisierten Ausstellung rund um das Thema Kriminaltechnik weiter. Die Unternehmen ZyLAB Deutschland, SPHERON-VR AG und SARSTEDT AG & Co. präsentierten den Ehrengästen und Delegierten ihre aktuellsten Produkte.

 

Agenda des BDK-Landesdelegiertentages

21.10.2009 - Nichtöffentlicher Teil mit Geschäftsberichten, Neuwahlen und Beschlussanträgen

22.10.2009 - Öffentlicher Teil zum Thema "Kriminalitätsbekämpfung in Baden-Württemberg" und dem Fachvortrag "Kriminaltechnik im Wandel"

  • Musikstück
    Blechbläserquintett des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg
  • Begrüßung
    Manfred Klumpp, Landesvorsitzender
  • Grußwort
    Thomas Blenke MdL, Polizeipolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion
  • Grußwort
    Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL, Vorsitzender der FDP/DVP-Landtagsfraktion
  • Grußwort
    Thomas Oelmayer MdL, Sprecher für Rechtspolitik der Landtagsfraktion GRÜNE
  • Grußwort
    Stephan Braun MdL, Sprecher für Verfassungsschutz der SPD-Landtagsfraktion
  • Grußwort
    Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger, Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart
  • Musikstück
    Blechbläserquintett des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg
  • Rede des BDK-Landesvorsitzenden Manfred Klumpp
  • Rede Herr Innenminister Heribert Rech MdL
  • Fachvortrag "Kriminaltechnik im Wandel"
    Dr. Peter W. Pfefferli, Zürich
  • Schlusswort
    Bernd Carstensen, Stellvertretender BDK-Bundesvorsitzender
  • Musikstück
    Blechbläserquintett des Polizeimusikkorps Baden-Württemberg

 

Landesvorsitzender Manfred Klumpp für weitere vier Jahre im Amt bestätigt

Beginnender Generationenwechsel im geschäftsführenden Landesvorstand

Nach den Geschäftsberichten des Landesvorstandes über die zurückliegende Wahlperiode und der Entlastung durch die Delegierten standen für die Delegierten auch die turnusmäßigen Neuwahlen zum geschäftsführenden Landesvorstand an.

Hierbei stand Ernst Merdes als ständiger Vertreter des Landesvorsitzenden aus Altersgründen für diese Funktion nicht mehr zur Verfügung.
Aber auch für Walter Rall, stellvertretender Landesgeschäftsführer, Roland Geörg, Regionalvorsitzender in Nordbaden, und Hans Peter Alcnauer, Beisitzer für Rechtsschutz und Versicherungen galt es für die nächste Wahlperiode kompetenten Nachwuchs zu gewinnen.

Bild: Ausscheiden Merdes u.a.

Der Landesvorsitzende bedankte sich bei Ihnen für das über mehrere Wahlperioden gezeigte Engagement für den BDK und die Kriminalpolizei. Ein Engagement, das stets im Ehrenamt ausgeführt wurde und immer mit großen zeitlichen Belastungen auch für den privaten Bereich verbunden war.

Bei den dann anstehenden Neuwahlen wurde Manfred Klumpp wieder an die Spitze des BDK in Baden-Württemberg gewählt.

Der 53-jährige Klumpp hatte das Amt im Jahre 2001 nach 8 Jahren als stellvertretender Landesvorsitzender von Gerhard Traber übernommen und führt den Verband jetzt in seiner 3. Wahlperiode.

RTEmagicC_puzzle.jpg.jpgManfred Klumpp bedankte sich bei den Delegierten für das in ihn gesetzte Vertrauen, machte aber auch deutlich, dass die Kompetenz des BDK und sein Erfolg nie eine Einzelleistung sondern immer das richtige Zusammenkommen von vielen individuellen Beiträgen ist und den BDK zu dem machen, was er heute ist: Ein erfolgreicher Berufsverband, der auf 40 Jahre Verbandsgeschichte zurückblicken kann und der in der Polizei, Politik und den Medien als fester Bestandteil seinen Platz gefunden hat.

Der geschäftsführende Landesvorstand

Nach turnusmäßigen Neuwahlen setzt sich der geschäftsführende Landesvorstand nunmehr wie folgt zusammen:

  • Landesvorsitzender
    Manfred Klumpp
  • Ständiger Vertreter des Landesvorsitzenden
    Klaus Sczepanek
  • Stellvertretender Landesvorsitzender Nordbaden
    Thomas Krohne
  • Stellvertretender Landesvorsitzender Nordwürttemberg
    Reiner Pimpl
  • Stellvertretender Landesvorsitzender Südbaden
    Michael Sutter
  • Stellvertretender Landesvorsitzender Südwürttemberg/Hohenzollern
    Hans-Peter Frank
  • Landesgeschäftsführer
    Anton Dieterle
  • Stellvertretender Landesgeschäftsführer
    Ralf Peter
  • Landesschatzmeister
    Ludwig Marz
  • Stellvertretender Landesschatzmeister
    Thorsten Benkel
  • Beisitzer Rechtsschutz/Versicherungen
    Boris Wonka
  • Beisitzer/Webmaster
    Holger Friebe

 

Pensionärsvertreter

Ebenfalls mit einem Mandat des Landesdelegiertentages und als Beisitzer dem Landesvorstand zugeordnet sind die Vertreter für Pensionäre.

Der BDK hat mit einer Satzungsänderungen zuvor den Weg frei gemacht, diese Aufgabe mehreren Vertretern zu übertragen, um so die Betreuung unserer Pensionäre noch weiter zu verbessern.

Bei den erfolgten Wahlen wurde der bisherige Pensionärsvertreter Albert Moosmann in seinem Amt bestätigt. Ihm zur Seite steht ab sofort Ernst Merdes, der zuvor mehrere Wahlperioden bereits aktiv im geschäftsführenden Landesvorstand mitgewirkt hatte.

Kassenrevisoren

In Ihrem Amt wurden auch die bisherigen Kassenrevisoren Roland Amstädter und Wolfgang Albrecht für eine weitere Wahlperiode durch den Landesdelegiertentag bestätigt.

Mit einem überzeugenden Votum brachten die Delegierten ihr Vertrauen in ihre Arbeit zum Ausdruck, das zumeist im Hintergrund verläuft, für eine solide Verbandsarbeit aber unverzichtbar ist.

 

Öffentlicher Teil des Landesdelegiertentages

Zum öffentlichen Teil des Landesdelegiertentages konnte der neu gewählte Landesvorsitzende Manfred Klumpp am 22.10.2009 wieder zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, Justiz und Polizei begrüßen.

  • Innenminister Heribert Rech MdL
  • Klaus Riegert MdB
  • Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL
  • Thomas Blenke MdL
  • Stephan Braun MdL
  • Thomas Oelmayer MdL
  • Nicole Razavi MdL
  • Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger
  • Inspekteur der Polizei Dieter Schneider
  • Direktor der Bereitschaftspolizei Thomas Mürder
  • Rektor der HfPol VS Alexander Pick
  • Abteilungsdirektor Bernhard Rotzinger
  • Polizeipräsident Siegfried Stumpf
  • Dr. Werner Kugler, Leiter des KTI beim LKA BW
  • zahlreiche Leiter von Polizeidirektionen und Kriminalpolizeien der Polizeidienstellen Baden-Württembergs
  • Stellvertr. BDK-Bundesvorsitzender Bernd Carstensen
  • BDK-Landesvorsitzender Hessen Günter Brandt
  • GdP-Vorsitzender Rüdiger Seidenspinner

 

Das Mitglied des Deutschen Bundestags, Clemens Binninger, war kurzfristig wegen den Koalitionsverhandlungen in Berlin verhindert und bat um Übermittlung seiner Grüße an die anwesenden Gäste.
Ebenso musste der DPolG-Vorsitzende Joachim Lautensack seine Teilnahme aus persönlichen Gründen sehr kurzfristig noch absagen.

Bei seiner Begrüßung durfte Manfred Klumpp auch auf die Broschüre "Kindesmisshandlung" aufmerksam machen, die jedem Gast auf seinem Platz zur Verfügung gestellt wurde.

Klumpp machte deutlich, dass es dem BDK eine Herzensangelegenheit ist, die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu schützen und wo möglich, auch Hilfen aufzuzeigen. Mit der Techniker Krankenkasse habe man einen Partner gefunden, der es ermöglicht habe, diese Broschüre aufzulegen. Sie komme nun über die Techniker Krankenkasse und die Bezirksverbände des BDK bundesweit zur Verteilung.

 

Grundsatzrede des neugewählten Landesvorsitzenden

BDK-Landesvorsitzender Manfred KlumppZu Beginn seiner Rede kam der neu gewählte BDK-Vorsitzende in Baden-Württemberg, Manfred Klumpp, nicht umhin auch ein paar Bemerkungen zu den aktuellen Beschlüssen der Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und FDP in Berlin zu machen.
Er stellte fest, dass die geplanten Eingriffe in die Vorratsdatenspeicherung anmuten, als wolle man Verkehrsdelikte bekämpfen, würde aber den Zugriff auf die Kfz.-Halterdaten verwehren. Klumpp: "Wer den Zugriff auf die IP-Daten verhindert, schafft einen rechtsfreien Raum im Internet. Sie sind oftmals die einzige Spur, um die in einer virtuellen Welt agierenden Straftäter überhaupt zu ermitteln."

Die anschließenden thematischen Schwerpunkte seiner Ausführungen waren dann

 

der Bedarf für einen Direkteinstieg von qualifiziert vorgebildeten Bewerbern zur Kriminalpolizei,

 

die Notwendigkeit eines verwendungsorientiertes Bachelor-Studium an der Hochschule für Polizei Villingen Schwenningen,

 

der sich aus den Veränderungen der letzten Jahren ergebende Bedarf einer Neuberechnung der kriminalpolizeilichen Stellen,

 

das Erfordernis, die Kriminaltätsbekämpfung in einer Hand verantwortlich zusammenzuführen,

 

das aktuelle Beurteilungssystem, mit dessen Ergebnissen sich immer weniger Kolleginnen und Kollegen wieder finden,

 

sowie der überfällige Nachholbedarf für eine leistungsangemessene Besoldung der Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamten.

 

Abschließend verwies er noch auf eine besondere Versorgungslücke zu Lasten von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, die nach einer Ehescheidung - insbesondere auch nach versorgungsmindernden Ausfallzeiten wegen der Kindererziehung - einen Anspruch auf Versorgungsausgleich haben.

Wegen der besonderen Altersgrenze im Polizeivollzugsdienst müssen sie aber bis zu 5 Jahre nach ihrer Pensionierung auf Leistungen aus dem Versorgungsausgleich verzichten, was sie bis an die Armutsgrenze führen kann.

Diese Schlechterstellung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ist nach Überzeugung von Klumpp im Kinderland Baden-Württemberg nicht hinnehmbar.

Ein Appell an Ministerpräsident Oettinger, dieses Problem im Rahmen der anstehenden Dienstrechtsreform zu regeln, wurde aktuell durch das Finanzministerium negativ beschieden. Ein Handlungsbedarf wurde nicht erkannt.

Der BDK-Vorsitzende bat deshalb die anwesenden Politiker aller Fraktionen das Problem mit nach Stuttgart zu nehmen und sich für eine sachgerechte Lösung einzusetzen.

 

Innenminister Rech würdigt das Handeln des BDK

RTEmagicC_DSC02091_klein.JPG.JPGIn seiner direkt anschließenden Rede würdigte Innenminister Heribert Rech (CDU) insbesondere die Rolle des BDK in Baden-Württemberg.
Rech: "Der Bund Deutscher Kriminalbeamter gibt durch seine hohe fachliche Kompetenz wichtige Impulse für die Verbrechensbekämpfung. Die Berufsvertretung ist ein hilfreicher Ratgeber, dessen Stimme Gewicht hat."

Der BDK begleite, so Heribert Rech weiter, seit vierzig Jahren konstruktiv die erforderlichen Änderungen und die Geschicke der Kriminalpolizei und sei dabei stets an dem Ziel orientiert, den Bürgerinnen und Bürgern eine zukunftsfähige und leistungsfähige Kriminalitätsbekämpfung zu gewährleisten.

Seine weiteren Ausführungen waren dann ein spannungsvoller Reigen von den aktuellen Herausforderungen der Kriminalität, über die Haushaltslage bis hin zur anstehenden Dienstrechtsreform und den möglichen Perspektiven für die Polizei.
Hierbei machte er auch deutlich, dass er in Fragen der Besoldung einen Nachholbedarf im gehobenen Dienst der Kriminalpolizei sehe.

 

"Kriminaltechnik im Wandel"

RTEmagicC_pfefferli.jpg.jpgMit dem international renommierten schweizer Experten Dr. Peter W. Pfefferli war es dem BDK gelungen einen ausgewiesenen Praktiker und gleichermaßen wissenschaftlich orientierten Kriminaltechniker für ein Fachreferat zu gewinnen.

Eloquent und humorvoll verstand er es die Anwesenden in den Bann eines anspruchsvollen Themas und Problemfeldes zu ziehen.

Seinen Ausführungen machten aber auch deutlich, dass die auswertende Kriminaltechnik sich immer höheren und besseren Qualitätsstandards unterzieht, mit welcher am anderen Ende der Kette die Spurensicherung derzeit nicht mithalten kann.

 

BDK fordert rechtlichen, technischen und personellen Upgrade zur "Kripo 2.0"

Im Schlußwort zu dieser erfolgreichen Veranstaltung spannte der stellvertretende Bundesvorsitzende Bernd Carstensen nochmals einen weiten Bogen vom Problemfeld der Amok-Läufe bis hin zur Internetkriminalität und stellt den aktuellen Handlungsbedarf für eine moderne Kriminalitätsbekämpfung dar.

RTEmagicC_BC_klein.JPG.JPGEr verdeutlichtete, dass wir aber auch in den Phänomenbereichen der Eigentumskriminalität, der Organisierten Kriminalität und der Drogenkriminalität, der Wirtschaftskriminalität, der Bekämpfung der politisch motivierten Straftaten des Links- und Rechtsextremismus und des islamistischen Terrorismus Kolleginnen und Kollegen brauchen, die ihr Metier beherrschen.
Hierfür führt kein Weg an einer "Bildungsoffensive Kripo 2.0" vorbei, wie sie der BDK auf seinem Bundesdelegiertentag unlängst in Suhl vorgestellt hat.

Ein besonderes Kompliment machte Carstensen den anwesenden Landespolitikern, für die Einsetzung eines Landtags-Sonderausschusses sowie einer Expertenkommission, um die Erkenntnisse zum Amoklauf in Winnenden aufzuarbeiten.
Dies ist in der Bundesrepublik zu solch einem Anlass bisher einzigartig.

Weitere Infos / Dateien

  • Begrüßung der Gäste zum öffentlichen Teil des Landesdelegiertentages
  • Rede des Landesvorsitzenden Manfred Klumpp
  • Bericht zum Fachreferat "Kriminaltechnik im Wandel"
  • Rede des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Bernd Carstensen
  • Pressemitteilung des Innenministerium Baden-Württemberg zum 13. LDT des BDK Baden-Württemberg

 

erstellt von BDK zuletzt verändert: 01.12.2017 12:05
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