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Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Baden-Württemberg
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Landesdelegiertentag 2013

Am 22. und 23. Oktober 2013 fand im RAMADA Hotel Stuttgart-Herrenberg in 71083 Herrenberg der 14. Landesdelegierten des BDK Baden-Württemberg statt.

LDT BW 2013

Der BDK hat seine Fachtagung im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehende Polizeireform 2014 unter das Motto "Kripo - Fit für die Zukunft? - Vieles wird sich ändern, vieles muss sich ändern!" gestellt und  seine Fachtagung mit der Frage verbunden, ob die Kriminalpolizei auf die Herausforderungen der unterschiedlichen Formen der Schwerstkriminalität vorbereitet ist und den in sie gesetzte Erwartungen gerecht werden kann.

Die Polizei des Landes Baden-Württemberg steht vor einer grundlegenden Strukturreform, die innerhalb und außerhalb der Polizei immer wieder kontrovers und strittig diskutiert wurde und wird. Unabhängig davon aber, wie man diese Reform in einer Gesamtschau oder in ihren einzelnen Elementen bewertet, kann sie immer nur ein Mosaikstein für eine zukunftsfähige und erfolgreiche Kriminalpolizei bei der Bekämpfung neuer bzw. schwerer Kriminalitätsformen sein.

 

Informatives Rahmenprogramm

Tagungsbegleitend stand den Delegierten am ersten Tag ein Team derBB Bank zu allen Fragen rund ums Geld zur Verfügung und präsentierte sich als Partner der Beamten und des öffentlichen Dienstes.

 

Agenda des BDK-Landesdelegiertentages

 

22.10.2013 - Nichtöffentlicher Teil mit Geschäftsberichten, Neuwahlen und Beschlussanträgen

23.10.2013 - Öffentlicher Teil zum Thema "Kripo - Fit für die Zukunft?"

  • Begrüßung
    Manfred Klumpp, Landesvorsitzender
  • Referent
    Clemens Binninger MdB (CDU)
  • Referent
    Gerhard Klotter Landespolizeipräsident
  • Referent
    André Schulz BDK-Bundesvorsitzender
  • Fachvortrag
    Prof. Dr. sc. jur. Rolf Ackermann, Diplomkriminalist und Lehrbeauftragter der juristischen Fakultät an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK)

 

Landesvorsitzender Manfred Klumpp für weitere vier Jahre im Amt bestätigt

Beginnender Generationenwechsel im geschäftsführenden Landesvorstand

Nach den Geschäftsberichten des Landesvorstandes über die zurückliegende Wahlperiode und der Entlastung durch die Delegierten standen für die Delegierten auch die turnusmäßigen Neuwahlen zum geschäftsführenden Landesvorstand an.

 

Der geschäftsführende Landesvorstand

Nach turnusmäßigen Neuwahlen setzt sich der geschäftsführende Landesvorstand nunmehr wie folgt zusammen:

  • Landesvorsitzender 
    Manfred Klumpp
  • Ständiger Vertreter des Landesvorsitzenden 
    Klaus Sczepanek
  • Stellvertretender Landesvorsitzender
    Thomas Krohne
  • Stellvertretender Landesvorsitzender
    Reiner Pimpl
  • Stellvertretender Landesvorsitzender
    Dirk reichenbach
  • Stellvertretender Landesvorsitzender
    Joachim Schröter
  • Landesgeschäftsführer 
    Steffen Mayer
  • Stellvertretende Landesgeschäftsführerin
    Petra Wiesel
  • Landesschatzmeister 
    Thorsten Benkel
  • Stellvertretender Landesschatzmeister 
    Ralf Peter
  • Beisitzer Rechtsschutz/Versicherungen 
    Hans-Peter Frank
  • Beisitzer Informationstechnologie und Datenschutz
    Holger Friebe

 

Pensionärsvertreter

Ebenfalls mit einem Mandat des Landesdelegiertentages und als Beisitzer dem Landesvorstand zugeordnet sind die Vertreter für Pensionäre.

Der BDK hatte mit einer Satzungsänderung zuvor den Weg frei gemacht, diese Aufgabe mehreren Vertretern zu übertragen, um so die Betreuung unserer Pensionäre noch weiter zu verbessern.

Der bisherige langjährige Pensionärsvertreter Albert Moosmann hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt.

Bei den Wahlen wurde der bisherige Pensionärsvertreter Ernst Merdes in seinem Amt bestätigt. Ihm zur Seite steht ab sofort Michael Sutter, der zuvor mehrere Wahlperioden bereits aktiv im geschäftsführenden Landesvorstand mitgewirkt hatte.

Kassenrevisoren

Samena Herrmann und Gerhard Schmidt wurden zu den neuen Kassenrevisoren gewählt.

Mit einem überzeugenden Votum brachten die Delegierten ihr Vertrauen in die Arbeit ihrer beiden Vorgänger Roland Amstädter und Wolfgang Albrecht zum Ausdruck.

 

Öffentlicher Teil des Landesdelegiertentages

Zum öffentlichen Teil des Landesdelegiertentages konnte der neu gewählte Landesvorsitzende Manfred Klumpp am 23.10.2013 wieder zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, Justiz und Polizei begrüßen.

Unter dem Leitthema "Kripo - Fit für die Zukunft?" setzten sich die Referenten mit den Erwartungen, den Qualifizierungsbedürfnissen und den Rahmenbedingungen  für eine zukunftsfähige und erfolgreiche Kriminalpolizei bei der Bekämpfung neuer bzw. schwerer Kriminalitätsformen auseinander. Dabei musste sich die hohe fachliche Qualifikation der Kriminalpolizei perspektivisch verschiedenen Fragestellungen unterwerfen.

  • Ist diese – auch angesichts wiederkehrender Ermittlungspannen im ganzen Bundesgebiet – heute, aber auch zukünftig noch ausreichend?
  • Kann angesichts reformbedingter Personalveränderungen sowie einer absehbaren Welle von Pensionierungen selbst der Status quo überhaupt noch aufrechterhalten werden?
  • Wie wird – so wörtlich auch das sogenannte Eckpunktepapier zur Polizeistrukturreform – den zunehmenden Spezialisierungserfordernissen bei der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung Rechnung getragen?

Fragen, die immer auch sehr schnell eine Verbindung zu den Finanzhaushalten, den verfügbaren Budgets und den Stellenhaushalten finden. Da eine Erörterung auch dieser immer wieder zentralen Fragen aber den zeitlichen Rahmen der Tagung gesprengt hätten, erfolgte eine Konzentration auf das Berufsbild der Kriminalpolizei, die Erwartungen an die fachliche Qualifikation sowie die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen.

In seinem Eingangsstatement stellte der wieder gewählte Landesvorsitzende Manfred Klumpp, den Gästen zunächst ein paar Fakten der zurückliegenden Entwicklung dar.

  • 1998 erfolgte die Zusammenführung der vormals getrennten Laufbahnen der Schutz- und der Kriminalpolizei und damit verbunden ein Wechsel zu einer generalistischen Ausbildung.
  • Direkteinstellungen zur Kriminalpolizei von fachlich qualifizierten Bewerbern wurden abgeschafft bzw. auf die Sonderlaufbahn Wirtschaftskriminalität reduziert.

Sucht man, so Manfred Klumpp, nach der sachlichen Begründung oder einer inhaltlichen Bewertung für diese Maßnahmen, so kann man lesen, dass damit das über lange Zeit ausgeprägte Spartendenken innerhalb der Polizei zurückgedrängt und die Durchlässigkeit innerhalb der Polizei erhöht worden sei und die Polizei nunmehr insgesamt homogener in Erscheinung trete.

Ganz anders bewertete dies z.B. 2008 im Innenausschuss des baden-württembergischen Landtags der damalige Oppositionspolitiker und heutige Innenminister Reinhold Gall.

    Er bedauerte damals, dass es offenbar leider nicht beabsichtigt sei, für die Schutzpolizei und die Kriminalpolizei wieder getrennte Laufbahnen einzuführen, obwohl die Aufgaben und Anforderungen der Schutzpolizei und der Kriminalpolizei eher wieder auseinanderdrifteten.

    Er führte weiter aus, auch er halte ein gemeinsames Grundstudium für Beamte der Schutzpolizei und für Beamte der Kriminalpolizei für sinnvoll. Denn dadurch werde eine gute Basis für eine gemeinsame Arbeit geschaffen. Ein komplettes gemeinsames Studium und eine Spezialisierung erst im Wege der Fortbildung halte er jedoch nicht für sinnvoll; denn die Erfahrungen aus der Praxis zeigten, dass die Personalsituation an den Dienststellen eine intensive Fortbildung kaum mehr zulasse. Deshalb plädiere er dafür, mit der Spezialisierung bereits während des Studiums zu beginnen.

 

MdB Clemens Binninger

In den verschiedenen Einzelreferaten berichtete der CDU-Innenexperte und Abgeordnete des Deutschen Bundestages Clemens Binninger zunächst über seine Erfahrungen aus dem NSU-Untersuchungsausschuss und stellte dabei immer wieder Bezüge zum fachlichen Anforderungsprofil der Kriminalbeamtinnen und -beamten heraus.

LPP Gerhard Klotter

Ihm folgte als Vertreter für das Innenministerium der Landespolizeipräsident Gerhard Klotter, der die Anforderungen an die Kriminalpolizei auf die anstehende Polizeistrukturreform reflektierte..

BuVo André Schulz

Der Bundesvorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter André Schulz hat aus der „Innenansicht“ eine Analyse des BDK zu den Anforderungen an eine Kriminalbeamtin / einen Kriminalbeamten vorgestellt. Seine Ausführungen, Schlussfolgerungen und letztendlich verbandspolitische Forderungen stützten sich dabei auf die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe des BDK mit Kriminalisten und Kriminalisten aus dem ganzen Bundesgebiet.

Prof. Dr. sc. jur. Rolf Ackermann, Diplomkriminalist und Lehrbeauftragter der juristischen Fakultät an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena verfügt über ein breites Praxiswissen aus unterschiedlichen Blickwinkeln als kriminalpolizeilicher Sachbearbeiter, Kommissariatsleiter und Leiter einer Kriminalpolizei.

Prof. Rolf Ackermann

Als Forschungsgruppenleiter "Kriminalistische Taktik und Methodik" am Kriminalistischen Institut Berlin und seit 1990 als Hochschullehrer für Kriminalistik, Prorektor der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung des Landes Brandenburg, zuletzt Vertreter des Präsidenten der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg, begleitete ihn die Kriminalistik dein Berufsleben weiter.

Er ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK), die 2003 aus der Taufe gehoben wurde.

Eine Gruppe von Kriminalistikdozenten an polizeilichen Fachhochschulen beobachtete damals mit Sorge, dass die Kriminalistik immer stärker an Bedeutung verlor. Der Gegenstand, die Aufgaben und die Methoden der kriminalistischen Straftatenuntersuchung drohten  konturenlos und schwammig in allgemeinen polizeilichen Aufgabenstellungen unterzugehen. Ihre Inhalte wurden, teilweise auch in der Lehre, mit allgemeinen polizeilichen einsatztaktischen Aufgaben und Maßnahmen vermischt. Es bestand die Gefahr, dass sich die Qualität der Beweisführung weiter verschlechtern und die Kriminalistik nur noch als verschwommenes Fachgebiet oder polizeiliches Anhängsel wahrgenommen werden könnte. (Quelle: DGfK)

Der Verfasser zahlreicher kriminalistischer Fachbeiträge und Publikationen wurde 2011 für sein Engagement für die Förderung und Unterstützung einer hoch qualifizierten kriminalistischen Ausbildung und Spezialisierung, einschließlich der Spezialisierung der polizeilichen Ausbildung mit dem Hans-Gross-Preis des BDK Brandenburg ausgezeichnet.

In seinem Tagungsreferat setzte sich Prof. Dr. sc. jur. Rolf Ackermann sehr intensiv und engagiert mit der kriminalistischen Ausbildung, Spezialisierung und Zukunftsfähigkeit der Kriminalistik auseinander.

 

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erstellt von BDK Landesverband BW zuletzt verändert: 24.07.2017 10:32
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