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BDK Frankentreffen beim Weingut Behringer in Abtswind

06.10.2017 15:46

Am Donnerstag, 05.10.2017 konnten die beiden stellvertretenden Landesvorsitzenden des Bund Deutscher Kriminalbeamter, Martin Auer und Jürgen Schneider, zahlreiche Führungskräfte und Kriminalbeamte aus den Bereichen Unter- und Oberfranken in Abtswind begrüßen.

BDK Frankentreffen beim Weingut Behringer in Abtswind

Bild v.l.: MR Gliwitzky, Staatssekretär Eck, Martin Auer, Robert Krieger, PD Weis, Alexandra Blochum, Andreas Friedrich, Jürgen Schneider, Quelle: Günther Grübert

Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto:

Neue Aufgaben und Befugnisse - Wo bleibt das Personal für die Kriminalpolizei? 

Als Diskussionsgäste kamen aus dem Innenministerium Herr Staatssekretär Gerhard Eck, der Leiter der Personalabteilung, Herr Ministerialrat Alexander Gliwitzky und Herr Polizeidirektor Stefan Weis. 

In seinem Eingangstatement erläuterte Staatssekretär Eck, dass für die Bayerische Polizei 2000 zusätzliche Stellen kommen. Allerdings dauert dies noch bis 2020, denn die Beamten müssen ja trotz erhöhter Einstellungszahlen erst ausgebildet werden. Die Herausforderungen für die Polizei werden immer größer, sei es im Bereich der IT-Kriminalität, Eigentumskriminalität, grenzüberschreitenden Rauschgiftkriminalität bis hin zum internationalen Terrorismus. Trotzdem freut er sich, dass er sich auf motivierte Kollegen innerhalb der gesamten bayerischen Polizei verlassen kann. Deshalb leben wir auch im sichersten Bundesland Bayerns, wo 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung mit der Arbeit ihrer Polizei zufrieden sind. 

Ministerialrat Gliwitzky erklärte aus seinem Resort, dass das Hauptproblem die erhöhten Ruhestandsabgänge sind und deshalb aktuell nur die Pensionierungen ausgeglichen werden können. Wenn ein Beamter in Pension geht, dauert es vier Jahre bis ein Nachfolger ausgebildet ist. Im Ministerium habe man das zwar bereits berücksichtigt und betreibe seit wenigen Jahren eine sogenannte Vorgriffsausbildung, jedoch sind die Antragsruhestände stark gestiegen, weshalb nun der Nachersatz fehlt. Weiterhin habe die gesamte Polizei neue Herausforderungen aufgrund der aktuellen Sicherheitslage. Über die Verteilung der 2000 Stellen könne erst entschieden werden, wenn das Personal auch ausgebildet ist. Bereits zurückliegend wurden neue Stellen für die Kriminalpolizei ausgewiesen und besetzt, so wurde z.B. der Staatsschutz und Cybercrime verstärkt. 

Der anwesende Landesvorsitzende des BDK, Robert Krieger meldete sich zu Wort und nahm Bezug auf das Sicherheitspaket von St. Quirin. Er sagte wörtlich: „Das Sicherheitspaket aus St. Quirin liest sich wie ein Aufgabenkatalog für die Kriminalpolizei, weshalb auch mindestens 20 - 30 Prozent der 2000 zusätzlichen Stellen zur Kripo gegeben werden müssen.“ 

Von allen Anwesenden wurde weiterhin die Aufgabenmehrung innerhalb der Kripo dargelegt und so konnte hoffentlich den Gesprächspartnern aus dem Innenministerium deutlich gemacht werden, dass dringend zusätzliches Personal bei der Kriminalpolizei gebraucht wird. Eine Durststrecke von 4-5 Jahren, bis das Personal bei der Kripo ankommt, wie es Gerhard Eck nannte, halten wir nicht aus.

Es ist an der Zeit, die Personalstärke bei der Kriminalpolizei wirksam zu erhöhen und nicht nur Ersatz für Renten- und Pensionsabgänge zuzuweisen.  

Unser herzlicher Dank geht auch noch an Familie Behringer, für die wie immer hervorragende Bewirtung. 

Autoren: Martin Auer und Jürgen Schneider

 

 

 

erstellt von Friedrich, Andreas zuletzt verändert: 06.10.2017 15:46
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