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Nicht nur Kriminalisten in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern trauern um Hajo Braasch

29.04.2015 11:20 , ,

Völlig unerwartet traf uns im April 2015 die bittere Nachricht, dass unser pensionierter Kollege KHK a.D. Hans-Joachim Braasch tödlich verunglückt ist. Dabei ist jeder Tod für sich eine tragische und besonders für die Familie und deren Freunde einschneidende Katastrophe. Nur gibt es eben Beschäftigte in derselben Dienststelle, befreundete Mitarbeiter und besondere Kollegen wie Hajo, wie ihn alle nennen durften.

Hajo konnte bei seiner Pensionierung zum 31. Mai 2014 auf eine bewegte polizeiliche und kriminalistische Karriere zurückblicken. Sein beruflicher Weg führte ihn ab 1972 über eine Lehre zum Schiffselektriker beim Fischkombinat Rostock, dem anschließenden Grundwehrdienst in Schwerin zur Rostocker Polizei, die Hajo wie schon Jahre zuvor seinen Vater als Schutzmann anstellte. Bereits 1977 wurde der Kollege Braasch Kriminalist und nach seinem Studium an der Offiziersschule in Aschersleben führte in seine Laufbahn in den gehobenen Polizeidienst in Rostock.

Nach dem zweiten Studium an der Polizeihochschule in Berlin verließ Hajo zunächst die Landespolizei im Nordosten und wechselte nach Berlin in das Zentrale Kriminalamt, aus dem später das Gemeinsame Landeskriminalamt wurde. Dort konnte er seiner Leidenschaft, der Kriminaltechnik, als Sachverständiger für Daktyloskopie bis 1991 frönen.

Im Zuge des Neuaufbaus der Landespolizeien der Neuen Bundesländer wechselte Hans-Joachim Braasch 1992 erneut in den Nordosten in die Kriminaldirektion Mecklenburg-Vorpommern, aus der schließlich das Landeskriminalamt wurde. Nach einer zwischenzeitlichen Abordnung nach Berlin wechselte Hajo 1995 endgültig zurück in die Berliner Polizei, wo er nach verschiedenen Verwendungen am 31. Mai 2014 seinen Abschied nahm und eigentlich lange seinen Ruhestand genießen wollte.

Und auch gewerkschaftlich war unser Hajo einer der engagiertesten und zielstrebigsten Kriminalisten in der Kripo und im Bund Deutscher Kriminalbeamter. Zunächst baute er im Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern den Verband des BDK mit auf und weiter aus, nach seinem Wechsel zur Landespolizei Berlin avancierte er hier aufgrund seines Könnens und seiner Leidenschaft für die Kripo bis zum stellvertretenden Landesvorsitzenden. Sein Fachwissen stellte Hajo als Autor und Co-Autor von mehreren kriminalistischen Fachbüchern und Schriften zur Verfügung. Unvergessen ist wohl allen Freunden und Vertretern der Kriminalpolizei seine Mitarbeit am Fachbuch „Gesetzesungehorsam der Justiz“.

Sowohl bei seiner Arbeit als auch im gewerkschaftlichen Wirken nahm Hajo Braasch nie ein Blatt vor den Mund. Er konnte mit seiner ruhigen und besonnenen, fachlich kompetenten Art vielfach seine überzeugenden Argumenten anbringen und durchsetzen, was ihm bei den Kollegen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern größten Respekt und Achtung einbrachte.

Sein früher Tod war für uns alle ein großer Schock.

Wir trauern gemeinsam mit seinen Lieben und verneigen uns vor einem großartigem Menschen und Kollegen.


Michael Böhl       BDK-Landesvorsitzender Berlin

Ronald Buck       BDK-Landesvorsitzender MV

erstellt von Liedtke, Christine zuletzt verändert: 11.05.2015 14:41
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