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Enttäuschung und Verbitterung

21.10.2016 10:48

Ein Kommentar zum rbb-Interview des Polizeipräsidenten - Beschwichtigung und bittere Bitten scheinen das aktuelle Kredo zu sein. Dabei werden wir die aktuellen Probleme nur dann lösen können, wenn wir deren Erkenntnis zulassen und sie gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angehen.

Am 18. Oktober gab Herr Polizeipräsident Kandt bei der RBB-Abendschau ein Interview, das sich mit der Personalsituation und den Arbeitsbedingungen bei der Polizei Berlin befasste. Anlass waren neben einem Brief einer Ehefrau eines betroffenen Kollegen auch Diskussionen in den Medien und mahnende offene Briefe. Die Moderatorin fragte durchaus kritisch nach – Probleme sieht der Polizeipräsident allerdings nur im Einzelfall. Im Großen und Ganzen sei alles super.

Der BDK hält sich traditionell mit Populismus zurück - das wird sich auch angesichts dieser Diskussion nicht ändern. Dennoch: Angesichts der massiven Probleme von bei der Polizei beschäftigten Menschen, der aktuellen Sicherheitslage, den konkreten Gefährdungen von Kolleginnen und Kollegen in der Hauptstadt im täglichen Dienst, der schäbigen Bezahlung und den zwangsläufig qualitativen Einbußen durch das Kaputtsparen unter der rot-roten Regierung hätten wir uns von unserem Chef deutlichere Worte gewünscht. So ist es keine Überraschung, dass sich nach diesem Interview aufgebrachte Kollegen beim BDK Luft machten.

  • Weiß Herr Kandt überhaupt noch, unter welchen Bedingungen die Basis Dienst versieht?
  • Sind knapp eine Millionen Überstunden wirklich so viel toller, als 1,2 Millionen?
  • Wie viele Überstunden wurden eigentlich bereits ausgezahlt, weil Freizeitausgleich nicht möglich war?
  • Ist beim Personal nicht nur die Rechnung der GdP fehlerbehaftet, sondern auch die des Präsidenten?
  • Sind nicht Verstöße gegen das Arbeitszeitrecht doch an der Tagesordnung bzw. lassen sie sich angesichts der Personalnot überhaupt noch vermeiden?
  • Wieso ist es unserem Chef nicht möglich, öffentlich ein verständnisvolles Wort in Sachen Besoldung zu verlieren, wo er doch direkt danach gefragt wurde?

Diese und andere Fragen stellen sich unsere Kolleginnen und Kollegen. Sie werden derzeit weder von der Behördenleitung noch von der Politik ausreichend beantwortet. Beschwichtigung und bittere Bitten (Verlassen Sie unsere Behörde nicht!) scheinen das aktuelle Kredo zu sein. Dabei werden wir die aktuellen Probleme nur dann lösen können, wenn wir deren Erkenntnis zulassen und sie gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angehen.

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind zu Recht enttäuscht und verbittert!

erstellt von BDK Landesverband Berlin zuletzt verändert: 21.10.2016 10:48
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