Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Berlin
Sektionen
 
Sie sind hier: Startseite Landesverbände Berlin Aktuelles 2016 „PKS 2015“ - Miteinander statt übereinander reden
Anmelden


Passwort vergessen?
Benutzername vergessen?
Neuer Benutzer?
 

„PKS 2015“ - Miteinander statt übereinander reden

06.03.2016 11:19

Am 26. Februar 2016 wurde die Berliner PKS für das Jahr 2015 vorgestellt. 569549 Strafanzeigen hat die Polizei im Jahr 2015 an die Justiz übersandt. In 44% davon war mindestens ein Tatverdächtiger bekannt (Aufklärungsquote). Die Anzahl von Straftaten war selten höher, die Aufklärungsquote selten niedriger.

„PKS 2015“ - Miteinander statt übereinander reden

Foto: Ronald Schulze, BDK

Während das kriminalistische „Grundrauschen“ mit Straftatenzahl und Aufklärungsergebnissen in vielen Bereichen eher mäßigen Schwankungen unterliegt, ragt ein Deliktsbereich besonders heraus: Der Taschendiebstahl.

40399 Vorgänge wurden als Taschendiebstahl bis zur Abgabe an die Justiz bearbeitet und in sage und schreibe 126 Fällen wurde wegen Taschendiebstahl ein Beschuldigter in Untersuchungshaft genommen. Was haben diese 126 Straftäter anders gemacht als die anderen? Waren sie zur falschen Zeit am falschen Ort? Erwischt wurde beim Taschendiebstahl nur in knapp jedem 5. Fall jemand, also gut 8000mal. Von diesen wurden gerade einmal 279 einem Haftrichter vorgeführt. Leider sind für andere Deliktsbereiche keine fundierten Auswertungen bekannt, so dass es schwer ist zu sagen, ob diese „Sanktionsquote“ schlecht oder vielleicht gut ist. Der Vergleich mit München und einer dortigen „Haftquote von 80%“ in diesem Deliktsbereich ist allemal interessant.

In der medialen Berichterstattung über die PKS wird zum einen die Justiz aufgefordert, mehr zu tun, anderseits die Qualität der Polizeiarbeit bemängelt. („Stadt der Taschendiebe“ , Berliner Zeitung vom 27.02.2016) Beides ist nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Und es ist richtig, dass der Polizeipräsident keine Justizschelte betreiben, sondern reden will.

Noch schöner aber wäre es, wenn die beiden wichtigsten politischen Akteure in Fragen der inneren Sicherheit Berlins, die CDU Parteifreunde Innensenator Henkel und Justizsenator Heilmann in dieser Sache miteinander reden, gemeinsam Strategien für bestimmte Phänomene (z.B. Ahndung des Taschendiebstahls) festlegen und so für mehr Sicherheit und weniger Frust bei Polizei und Justiz sorgen würden. Polizeiarbeit ist ohne entsprechende justizielle Ergänzung sinnlos!

 

Info zum Download

erstellt von BDK Landesverband Berlin zuletzt verändert: 06.03.2016 11:19
Artikelaktionen
  • Versenden
  • Drucken
  • Bookmarks
  Button Tarif

Button Junge Kripo 

Button Berliner-Besoldung 

Button Facebook 200

Kontakt

BDK Landesverband Berlin

Chausseestr. 116
10115 Berlin
Tel.: (030) 680 79 462
E-Mail: lv.berlin@bdk.de

 

Postanschrift

10942 Berlin
Postfach 61 31 52

« September 2019 »
September
MoDiMiDoFrSaSo
1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30