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BDK beim Polizeipräsidenten – wird die Kripo schlechter befördert?

09.08.2017 09:02

Standzeiten zwischen Schutz- und Kriminalpolizei zeigen, dass seit nunmehr 13 Jahren Kriminalbeamte erheblich schlechtere Chancen auf eine Beförderung haben, als ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Schutzpolizei.

Aufgrund der Beantwortung einer schriftlichen Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin zu den Standzeiten vor Beförderungen bei der Berliner Polizei haben wir den Polizeipräsidenten mit Schreiben vom 23. Juni 2017 um eine Stellungnahme gebeten; wir berichteten:

https://www.bdk.de/lv/berlin/aktuelles/2017/bdk-fragt-nach-standzeiten-schupo-kripo-differieren-erheblich

Hintergrund sind die in den aufgelieferten Daten erkennbaren, erheblichen Differenzen bei den Standzeiten zwischen Schutz- und Kriminalpolizei. Diese zeigen, dass seit nunmehr 13 Jahren Kriminalbeamte erheblich schlechtere Chancen auf eine Beförderung hatten, als ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Schutzpolizei. Herr PPr Kandt lud daraufhin zum Gespräch, das wir gerne wahrnahmen.

Das zuvor formulierte Anschreiben stellte keine Forderungen auf, vielmehr baten wir um weitere Information zum Thema. Herr PPr Kandt sagte zu, dass dem BDK ergänzende Zahlen zur Verfügung gestellt werden, die den Standpunkt der Behörde belegen sollen. Dessen Tenor lautet, dass die Kripo insgesamt sogar bessere Beförderungschancen habe und die Zahlen der vergangenen 13 Jahre im Wesentlichen aufgrund der inhomogenen Altersstruktur der Kriminalpolizei zustande kamen.

Nachdenklich stimmt bei der Betrachtung allerdings jetzt schon, dass unterschiedliche Werdegänge insbesondere bei der Schutzpolizei nicht differenziert betrachtet werden. So erfolgt die stellentechnische Bewertung im gehobenen Dienst offenbar vollkommen unabhängig von einem vorangegangenen HWR/FHVR-Abschluss. Dies führt naturgemäß zu Verzerrungen bei der Bewertung der Anteile von Stellen im jeweiligen Amt. So scheint es derzeit nicht ohne weiteres möglich, studierte Beamte von erfahrungsbasierten Aufstiegsbeamten bei der Bewertung zu trennen und somit valide Vergleichsgruppen zu bilden. Trotzdem haben wir um entsprechende Zahlen gebeten.

Für den BDK besteht eindeutig ein Unterschied zwischen Hochschulabsolventen und Aufsteigern ohne Zusatzqualifikation. Deshalb darf es nicht dazu kommen, dass Hochschulabsolventen der Kripo aufgrund von Stellenknappheit nur noch mit Führungsfunktionen die Chance auf A 11 haben, während gleichzeitig Aufsteiger der Schupo ohne Zusatzqualifikation A 11 im Basisdienst erreichen können. Dies würde im Übrigen auch eine Unwucht bei der Schutzpolizei herbeiführen, die nicht befähigungsangemessen erscheint. Wir sind gespannt auf die weitere Diskussion.

erstellt von BDK Landesverband Berlin zuletzt verändert: 09.08.2017 09:02
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