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Unter Leichen und Ärzten – Gespräch mit Prof. Dr. Tsokos

30.08.2018 13:00

Mitte August kam der Landesvorsitzende Daniel Kretzschmar mit dem Leiter der Rechtsmedizin, Herrn Prof. Dr. Tsokos zu einem ersten Gespräch zusammen. Prof. Tsokos ist langjähriger Ansprechpartner des BDK und so verlief das Treffen trotz Wechsel an der Spitze des Landesverbandes Berlin in offener und entspannter Atmosphäre.

Neben einem gegenseitigen Kennenlernen und einem Rundgang durch die Gewaltschutzambulanz sowie die Obduktionsräume waren auch die ersten wichtigen Themen Gegenstand des Austauschs. 

So bestand Einigkeit darüber, dass die Leichenschau künftig auf professionelle Füße gestellt werden und nach Möglichkeit durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreut werden sollte. Das Problem unerkannter Tötungsdelikte kann damit strukturell angegangen werden, die vom Senat dafür geschätzt notwendigen 30 Stellen für Rechtsmediziner bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen (DS 18/13234 des Abgeordnetenhauses von Berlin). Die in der dazu veröffentlichten Drucksache vorgebrachte Argumentation, es wären aktuell nicht ausreichend Rechtsmediziner vorhanden, erscheint dem BDK nicht stichhaltig. Die erforderliche Qualifikation kann nachgeholt und in der dann eintretenden Praxis vertieft werden. Für die Einrichtung eines für alle Sterbefälle zuständigen, professionellen Leichenschaudienstes fehlt es bislang aber scheinbar am politischen Willen.

Wertschätzend wurde die Arbeit der Gewaltschutzambulanz betrachtet. Dem durch den BDK vorgebrachten Hinweis, dass durch Mitglieder des Landesverbandes die Qualität der Fotodokumentationen durch die Rechtsmediziner*innen bemängelt wurde, begegnete Prof. Tsokos umgehend mit dem Vorschlag einer entsprechenden Weiterbildung der Mitarbeiter*innen durch einen Fotokurs. Insgesamt stehe allerdings dennoch die rechtsmedizinische Begutachtung und Vertretung dieser Gutachten durch die Rechtsmediziner*innen bei Gericht im Vordergrund. Als wünschenswert sahen beide Seiten die Expansion von Gewaltschutzambulanzen „in der Fläche“ an, so dass künftig auch Betroffene aus weniger zentrumsnahen Wohnlagen in einem zeitlich vertretbaren Rahmen deren Leistungen in Anspruch nehmen können. 

Wir bedanken uns für diesen ersten, konstruktiven Gedankenaustausch und bleiben gern weiter im Gespräch!

erstellt von BDK LV Berlin zuletzt verändert: 30.08.2018 13:57
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