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Der BDK zum Arbeitsgespräch im Kriminaltechnischen Institut des LKA

07.09.2018 10:55

Wie wir wissen, wird der Spur im Strafverfahren eine besondere, ja nicht selten die entscheidende Bedeutung beigemessen! Anhand der Spur kann u.a. eine Straftat überhaupt erst aufgeklärt – der unbekannte Täter identifiziert werden. Mit ihr kann der Verdacht gegen eine bestimmte Person erhärtet oder auch entkräftet werden. Ferner können Zusammenhänge von Straftaten untereinander hergestellt werden. Die Auswertung und gerichtsfeste Untersuchung der gesicherten Spuren obliegt bei der Polizei im Land Brandenburg dem Kriminaltechnischen Institut (KTI) – der Abteilung 400 am Landeskriminalamt mit Sitz in Eberswalde. Darüber hinaus sind die Tatortdienste des KTI, die visuelle Fahndungshilfe als auch die Entschärfer USBV fester Bestandteil.

Der BDK zum Arbeitsgespräch im Kriminaltechnischen Institut des LKA

Dr. Benno Schultz (re.) mit Riccardo Nemitz und Heike Trautmann

Um sich von der gegenwärtigen Situation am KTI einen Überblick zu verschaffen empfing der Leiter des KTI, Dr. Benno Schultz, den BDK-Landesvorsitzenden Riccardo Nemitz und die stellvertretende Landesvorsitzende Heike Trautmann am 16. August 2018 in Eberswalde zu einem Arbeitsgespräch. In angenehmer Gesprächsatmosphäre wurden intensiv die verschiedensten Belange rund um das KTI erörtert.

Erläuternd wird an dieser Stelle ausgeführt, dass der Bund Deutscher Kriminalbeamter, als auch die Staatsanwaltschaften im Land immer wieder die zu langen Bearbeitungszeiten am KTI bemängeln. Dies wirkt sich in aller Regel negativ auf die geführten Strafverfahren aus. Zusammenhänge von Straftaten untereinander können erst viel zu spät hergestellt werden, so dass operative Maßnahmen nicht selten unnötig erschwert, bzw. gänzlich hinfällig werden. Auch könnten mit kürzeren Bearbeitungszeiten aufwendige Ermittlungen reduziert und Strafen gegen den Täter zeitnah verhängt werden. Der BDK sieht für die Situation ausdrücklich nicht die Arbeit der KTI-Mitarbeiter als ursächlich an, vielmehr die unzureichende personelle Ausstattung des KTI! Parallel muss auch unterstrichen werden, dass nicht jede Untersuchung einer Spur lange auf sich warten lässt. Hierbei hat sich die Priorisierung (kurz: schwere Delikte werden bevorzugt bearbeitet) seit langem bewährt. Allerdings ist das eine notwenige Verfahrensweise, um der Personalknappheit halbwegs zu begegnen. So beträgt unterm Strich die Spanne bei den Bearbeitungszeiten am KTI von wenigen Tagen bis hin zu deutlich über einem Jahr.

Nemitz und Trautmann unterstreichen, dass die Polizei in Gänze mehr Personal benötigt und auch das KTI attraktiver aufgestellt werden muss. Das betrifft Regelungen bei der Arbeitszeit, den Zulagen als auch die Bewertungen von Stellen. In anderen Bundesländern werden beispielsweise vergleichbare Stellen deutlich besser dotiert als am KTI Brandenburg. Hierzu wird der BDK im politischen Raum als auch auf Ebene des Innenministeriums entsprechende Gespräche führen und dort entsprechende Forderungen aufmachen. Auch bei Nachbesetzungen ist darauf zu achten, dass Personal frühzeitig eingestellt wird, da lange Ausbildungszeiten, z.B. zu Sachverständigen Berücksichtigung finden müssen.

Ein besonderes Anliegen von Dr. Schultz ist die DNA-Mitarbeiterdatenbank unseres Landes.
Hier sind alle Kolleginnen und Kollegen angehalten, eine freiwillige DNA-Probe abzugeben, denn nur so können vorhandene Trugspuren aus der DNA-Datenbank entfernt werden. Dazu erfährt der Leiter des KTI von beiden BDK-Vertretern volle Unterstützung.

In unserem ausführlichen Gespräch mit Dr. Benno Schultz haben wir viele Themen mitgenommen, um die wir uns, als Bund Deutscher Kriminalbeamter, in den nächsten Monaten kümmern werden.

erstellt von Trautmann, Heike zuletzt verändert: 07.09.2018 10:57
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