Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Bremen
Sektionen
 
Sie sind hier: Startseite Landesverbände Bremen Aktuelles Interventionen des BDK waren erfolgreich
Anmelden


Passwort vergessen?
Neuer Benutzer?
 

Interventionen des BDK waren erfolgreich

09.08.2017 20:35

Mangels Nachbesetzung von Ermittlerstellen und daraus resultierender Bildung von Aktenhalden waren vor allem die Bearbeitungszeiten in der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle (KTU) deutlich angestiegen.

Die Bremer Praxis sah bislang vor, dass alle betäubungsmittelverdächtigen Substanzen durch die KTU aufwendig chemisch untersucht werden, wobei die Wartezeiten bei den BTM-Schnellgutachten bis zu 3 Monate andauern.

 

Bei den Vollgutachten sieht es weitaus dramatischer aus. Hier erfolgt eine Bearbeitung nach Priorisierung. Bei Haftsachen müssen die Bremer Ermittlerinnen und Ermittler mit einer Bearbeitungszeit von etwa 2,5 Monaten, bei anderen priorisierten Vorgängen mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 6 Monaten rechnen. Bei nicht priorisierten Vorgängen liegt die Wartezeit sogar bei 36 Monaten und mehr!

 

Anlässlich dieser Entwicklungen hatte sich der BDK-Landesvorstand an die Leitung der Direktion Kriminalpolizei/LKA gewandt, um hier schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen. Parallel hierzu hatte der BDK-Landesverband Bremen eine Länderabfrage durchgeführt, die letztlich ergab, dass Bremen insbesondere bei den nicht priorisierten Umfangsgutachten mit erheblichem Abstand das Schlusslicht bildet.

 

In keinem Bundesland lagen die Bearbeitungszeiten in der KTU in der Regel bei mehr als 12 Monaten. Das bedeutet, dass die Bearbeitungszeiten in Bremen die der anderen Länder zumindest im Bereich von Vollgutachten nicht priorisierter Vorgänge um mehr als 300% übersteigen!

 

Aufgrund der Interventionen seitens des BDK konnten nunmehr erste Erfolge verzeichnet werden. So haben sich Polizei und Staatsanwaltschaft in Bremen darauf verständigt, zukünftig unter bestimmten Voraussetzungen auf chemische Gutachten zu verzichten und, wie in einigen anderen Bundesländern üblich, mit BtM-Schnelltests zu verfahren. Ferner konnte mittels Dienstverträgen Personal zum temporären Abbau der angestauten „Gutachten-Halden“ rekrutiert werden. Darüber hinaus ist es gelungen, eine zusätzliche CTA-Stelle bei der KTU einzurichten, die sich aktuell in der Ausschreibung befindet, um die bisherigen Bearbeitungszeiten deutlich zu verkürzen und so die Prozesse weiter zu optimieren.

 

Gleichwohl müssen aber auch im Bereich der Rauschgiftsachbearbeitung die personellen und materiellen Voraussetzungen geschaffen werden, um die BtM-Kriminalität in Bremen adäquat bekämpfen zu können, denn gerade im Bereich der Gewalt- und Eigentumsdelikte spielen Suchtfaktoren oft eine erhebliche und nicht zu unterschätzende Rolle.

 

 

Der BDK-Landesvorstand

erstellt von Hauk, Michael zuletzt verändert: 09.08.2017 20:35
Artikelaktionen
  • Versenden
  • Drucken
  • Bookmarks
« August 2017 »
August
MoDiMiDoFrSaSo
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031

Button Presse Hotline Bremen 0172 - 42 08 784

Mitglied werden.

Der_BDK

2016 Button BDK-Shop