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Artikel: Polizeigewerkschafter fordert endlich Streifen im Internet!

02.01.2019 01:00

Das Internet ist DER Tatort der Zukunft. Und Kriminalhauptkommissar Jan Reinecke (43), Hamburg-Chef der Polizeigewerkschaft „Bund Deutscher Kriminalbeamter“, warnt im BILD-Interview: „Die Polizei verschläft diese Entwicklung!“ (von Markus Arndt)

BILD: Warum boomt die Kriminalität im Netz?

Jan Reinecke: „In Darknetforen werden Waffen, Rauschgift und Diebesgut angeboten und sogar Auftragsmorde vermittelt. Während Raub und Diebstahl rückläufig sind, explodieren die Zahlen im Internetbetrug.

Die Gründe: Zum einen ist für Täter die Entdeckungsgefahr im Internet sehr viel geringer als beispielsweise beim Straßenraub. Zum anderen sind die Gewinnaussichten durch Taten im Internet ungleich höher. Und: Betrug im Internet wird im Vergleich zum 'Raub mit Waffe' nur gering bestraft.“

BILD: Wo hapert's beim Kampf gegen die Netz-Kriminalität in Hamburg?

Reinecke: „Die Polizei hat die Entwicklung in diesem Bereich komplett verschlafen. Hamburger Kriminalbeamte sitzen an untauglichen IT-Arbeitsplätzen – generell mit unerträglich langsamen Internetzugängen ohne Ton – und sind zudem für diese Aufgaben schlecht aus- und fortgebildet. Obwohl unzählige Straftaten im und durch das Internet begangen werden, fehlt es an Personal. Streifentätigkeiten der Polizei ist im normalen Alltag eine Selbstverständlichkeit, Onlinestreifen gibt es nicht.

Ein Totalausfall!

BILD: Fahndung gegen Datenschutz – ist das ein unauflösbarer Gegensatz?

Reinecke: „Ermittlungen gleichen häufig einem Puzzlespiel. Sind alle Teile zusammengefügt: Fall gelöst! Der in Deutschland praktizierte Datenschutz führt dazu, dass der Polizei einzelne Puzzleteile vorenthalten werden und Fälle damit unlösbar bleiben. Das beginnt mit den gesetzlichen Einschränkungen bei der Speicherung von Telekommunikationsdaten und endet damit, dass die Polizei keine Daten von Personen oder Institutionen speichern darf, die sich nicht direkt bei Straftaten 'die Hände schmutzig' machen.“

BILD: Was soll Politik tun, damit die Netz-Kriminalität zumindest eingehegt wird?

Reinecke: „Die Politik muss die Kriminalpolizei endlich wehrhaft gegen Netz-Kriminalität aufstellen. Zunächst müssen jedoch rechtliche Grundlagen geschaffen werden, um der Polizei den Auftrag erteilen zu können, auch in der digitalen Welt für Recht und Ordnung zu sorgen – als Cyberstreifen!"

Link zum Bild-Interview:

https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/polizeigewerkschafter-fordert-endlich-streifen-im-internet-59154844.bild.html

 

erstellt von BDK Landesverband Hamburg zuletzt verändert: 27.12.2018 10:44
Mitwirkende: Jan Reinecke, BDK Landesvorsitzender Hamburg
BILD Zeitung, Autor: Markus Arndt
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