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Artikel: Zu wenig Platz - Gewerkschaft will Neubau für Kriminaltechnik

28.09.2018 23:05

Einmal gesichert, werden Gefahrenstoffe wie Fentanyl in der Regel von den Experten der kriminaltechnischen Untersuchungsstelle (KTU) im Polizeipräsidium (LKA 3) analysiert. Schon der Transport solcher Stoffe dorthin berge aber Risiken, sagt Jan Reinecke, Landeschef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK). So würden Gefahrenstoffe durch „weite Bereiche des Polizeipräsidiums“ transportiert, es fehle an einer „zeitgemäßen Infrastruktur, sprich Gasversorgung, Klimatechnik, Zu- und Abluftechnik, Schleusen, Laboraufzügen, Gefahrstoffschränken, Druckluftanschlüssen und einer Notstromversorgung“. Bei einem Unfall würden „zahlreiche Beschäftigte geschädigt“, so Reinecke weiter (von Daniel Herder).

Polizeisprecher Ulf Wundrack verwies hingegen auf die „grundsätzlich geltenden gesetzlichen Regelungen und Richtlinien zur Arbeitssicherheit in chemischen Laboratorien“ – dies betreffe die technische Ausstattung und die persönliche Schutzausrüstung der Mitarbeiter. Die Technik- und Umweltwache der Feuerwehr hat als praktikable Sofortmaßnahme bereits vorgeschlagen, alle mit der Analyse von Fentanyl betrauten Labore – dazu gehört auch die KTU – mit nasalen Applikatoren für Naloxon auszustatten. Das Mittel kann bei allen Opiaten als Gegenmittel eingesetzt werden. Zusätzlich wurden Mitarbeiter der KTU zu besonderen Risiken im Umgang mit gefährlichen Substanzen wie Fentanyl geschult.

Der BDK fordert indes eine „zukunftsorientierte und dem Arbeitsschutz angemessene Einsatz- und Gebäudeausstattung, durch welche sich die Risiken für ihre Mitarbeiter bestmöglich reduzieren ließen.“ Die räumlichen Gegebenheiten bei der KTU entsprächen nicht mehr den „aktuellen Richtlinien zur Arbeitssicherheit in Laboratorien.“ Auch benötige das LKA 3 mit seinen 200 Mitarbeitern rund ein Drittel mehr Platz – der Flächenbedarf liege bei rund 6500 Quadratmetern.

Ein Neubau für die KTU, natürlich auf dem Gelände der Polizei in Winterhude, sei deshalb zwingend erforderlich, so Reinecke. Nach vorsichtigen Schätzungen könnten die Kosten dafür bei bis zu 45 Millionen Euro liegen.

Ganz abgeneigt scheint man bei der Polizei nicht zu sein. „Grundsätzlich“ reichten die vorhandenen Kapazitäten in der KTU zwar aus, so Wundrack. Weil aber die Anforderungen an die Sicherung und Auswertung von Beweismitteln weiter stiegen, „planen wir natürlich zukunftsorientiert und richten uns entsprechend strategisch aus“.

Link zum Artikel:

https://www.abendblatt.de/region/article215435423/Zu-wenig-Platz-Gewerkschaft-will-Neubau-fuer-Kriminaltechnik.html

erstellt von BDK Landesverband Hamburg zuletzt verändert: 28.09.2018 10:52
Mitwirkende: Jan Reinecke, BDK Landesvorsitzender
Hamburger Abendblatt, Autor: Daniel Herder
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