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Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
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Thema Mobbing

 

Sehr geehrte Leser unserer Homepage, liebe Freunde und Mitstreiter,

 

eigentlich kann es jeden von uns treffen: Mobbing. Ein Phänomen, das vielfach unterschätzt und totgeschwiegen wird, auch oder gerade in der Polizei. Betroffene werden bestenfalls zu Außenseitern erklärt und im schlimmsten Fall in den Tod getrieben.

So mancher Leser wird sich fragen, was diese Zeilen auf der Seite unseres Berufsverbandes zu suchen haben. Ganz einfach, in der Landespolizei und leider auch bei der Kriminalpolizei in Mecklenburg-Vorpommern wurde und wird Mobbing praktiziert. Gerade weil die Polizeiführungen bundesweit wenig Interesse zeigen, sich dieser Erscheinung zu stellen und das Übel an der Wurzel zu packen, sind keinerlei Erhebungen zum Problem des Mobbings vorhanden. Selbst Schätzungen darüber, wie viele Mobbingopfer oder Mobbingverdachtsfälle in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren zu verzeichnen waren, sind mit Vorsicht zu genießen.

Viele Opfer sind isoliert und wissen nicht, wo sie Hilfe zu erwarten haben. Hier wollen wir ansetzen. Natürlich sind wir keine Mobbing-Berater, wir bieten lediglich vermittelnde Hilfe an. Unter der Adresse www.juergen-lanuschny.de finden Sie und Ihr die Homepage einer privaten Selbsthilfegruppe, bestehend aus aktiven und ehemaligen Polizeibeschäftigten und gegründet von Jürgen Lanuschny.

Als Berufsvertretung sind wir allerdings ebenfalls daran interessiert, dieses Dunkelfeld des Mobbings aufzuhellen. Unser Ziel ist es, das Ausmaß dieses Phänomens festzustellen und damit die Polizeiführungen zum Handeln zu ermuntern. Betroffene von Mobbing oder Mobbingverdachtsfällen können sich unter christine.liedtke(at)bdk.de und ronald.buck(at)bdk.de oder bei Jürgen Lanuschny melden.

Für Mitglieder des BDK können wir noch mehr bieten, den Rechtsschutz. Einen Mobbingverdachtsfall vor Gericht zu einem Mobbingfall geraten zu lassen, bedarf eines fachlich kompetenten Rechtsbeistandes. Auch hier beraten wir gerne.

Wir wollen auf seriöse Weise den Kampf gegen Mobbing wagen, werden jedoch keine Fehden öffentlich und ehrverletzend austragen.

 

Ronald Buck

BDK-Landesvorsitzender

 

Selbsthilfegruppe - Mobbing bei der Polizei

Selbst seit vielen Jahren, insbesondere 2005/2006, Mobbing- bzw. Bossingopfer, habe ich lange nach "unabhängiger" Hilfe im Internet gesucht und nichts Adäquates gefunden. So kam ich auf die Idee, selbst die Initiative zu ergreifen und richtete im August 2008 obige Webseite ein. Einzelheiten könnt ihr dort erfahren.

Zwischenzeitlich sind wir zu einer kleinen aber sehr aktiven Gruppe geworden, die ein großes Ziel hat. Wir wollen Politiker und Polizeiführer dazu bringen, dieses Phänomen bei der Polizei endlich zu zugeben und nicht nur Pseudomaßnahmen für die Opfer anzubieten sondern konkret gegen Mobber oder Bosser vor zu gehen und deren Opfer professionell zu helfen.

Die traurigsten Fälle sind aber wohl die, bei denen sich Kolleginnen und Kollegen wegen ihrer Aussichtslosigkeit letztendlich selbst töten, Studien zufolge meist mit der Dienstwaffe. In fast allen Fällen beeilt sich dann die Polizeiführung mitzuteilen, private Umstände seien ursächlich gewesen. Dass diese privaten Probleme meist die Folge von Mobbingverläufen sind, wird vertuscht.

Es gibt Untersuchungen die zeigen, dass Mobbingopfer an Folgen leiden können die mit denen von Opfern von Gewalttaten gleich zu setzten sind.
Wenn das so ist müssen wir uns fragen, was wären wir für ein Rechtsstaat, der Opfer von Gewalttaten mehr oder weniger erfolgreiche Hilfestellungen anböte, die Straftäter aber nicht sanktionierte und weiter Gewaltverbrechen begehen ließe.
Genau das passiert nämlich in den meisten Fällen mit Mobbingopfern bei der Polizei. Dagegen werden die Täter, Mobber und Bosser fast nie sanktioniert. Sie fallen oft gar noch die Treppe auf der Beförderungsleiter rauf und können ungestört weiter mobben.

Wir stehen mit unserer Gruppe noch ganz am Anfang. Viele Kolleginnen und Kollegen melden sich zwar auf meinen direkten Emailadressen, aber nur die wenigsten sind bereit sich offen (nicht einmal anonymisiert) in unserem Forum zu äußern. Die Gründe sind vielschichtig und leider meistens auch verständlich. Manche Kolleginnen und Kollegen haben regelrecht panische Angst, sie könnten von ihren Mobbern erkannt werden.
Aufmerksamkeit können wir aber nur dann erregen, wenn wir zu einer großen Bewegung werden, die man nicht mehr ignorieren kann. Dazu gehören nicht nur die Mobbingopfer selbst. Wir als Polizei verlangen vom Bürger Courage bei der Hilfe von Opfern die zusammen getreten werden. Bei uns sitzen aber mehr als genug Leute, die wegschauen und nicht eingreifen, wenn Grundrechte von Kolleginnen und Kollegen mit Füßen getreten werden. Gilt da der § 163 StPO nicht?
Wenn alle erst einmal merken das es hier nicht zuletzt um die innere, also ihre Sicherheit geht, werden wir die beste Lobby haben, die man sich vorstellen kann: Die Bürger
Wie ihr unserer Homepage entnehmen könnt, wollen wir keinen Streit provozieren, Menschen diffamieren oder Mobber wie Bosser öffentlich an den Pranger stellen. Unser Ziel ist es, dass wir Mobbingopfer uns so zahlreich wie möglich zusammen schließen um die Politiker und Polizeiführungen zum Handeln zu zwingen.
Wir fordern vom Dienstherren unabhängige "Mobbing- oder Fürsorgebeauftragte", analog zu den Datenschutzbeauftragten, einzusetzen. Sie müssten total abgetrennt von Politik und Polizeiführung befugt sein, gegen Mobber zu ermitteln und disziplinar- und strafrechtliche Verfahren zu führen und zur Anzeige zu bringen.

Dazu fordern wir aber auch von der Politik eine Änderung des Strafrechts.
Dass Feinheiten nie im Gesetz selbst stehen sondern von richterlichen Entscheidungen ausformuliert werden, wissen wir alle. Es gibt schon Verwaltungs- und Arbeitsgerichtsurteile, die Mobbing beschreiben. Analog zum Stalkingparagraphen einen spezifischen Mobbingparagrafen im StGB zu schaffen (wie z. b. in Frankreich oder Schweden) ist sehr schwer und langwierig.
Es gibt da eine viel einfachere und schnellere Lösung:
Oft werden durch Mobbing schon bestehende strafrechtliche Vorschriften verletzt. Bei ihnen handelt es sich aber fast ausschließlich um Antragsdelikte. Da Mobbing meist über einen langen Zeitraum stattfindet und es erst viel später zu Klagen kommt, sind diese Straftaten fast immer schon verjährt. Die Staatsanwaltschaften sehen meist kein öffentliches Interesse oder verweisen Anzeigen gleich auf den Privatklageweg.
Für die Politik wäre es nur ein kleiner "Federstrich" im Abschnitt "Antragsdelikte" einen Absatz einzufügen, der diese bei Mobbingverdacht den Offizialdelikten gleich stellt und eine Strafverfolgung zwingend erforderlich macht.
Kolleginnen und Kollegen, meldet euch bei uns! Erzählt uns eure Probleme direkt auf unseren Emailadressen mit eurer Erreichbarkeit oder auch anonymisiert in unserem Forum oder unserem Gästebuch. Nochmal, ihr findet uns unter www.juergen-lanuschny.de oder richtet euch an den BDK Mecklenburg Vorpommern. Wir stehen in ständiger Verbindung. Wenn ihr den ganzen Artikel lesen wollt, findet ihr ihn auf unserer Homepage.

Liebe Grüße, euer Ex-Kollege Jürgen Lanuschny

 

Mobbing Psychoterror am Arbeitsplatz von Winfried Asshoff, EPHK der Polizei NRW

 

Mobbing-Liste nach Prof. Heinz Leymann

 

Artikel von Jürgen Lanuschny zum Thema Mobbing

Wie erkenne ich Mobbing und was kann ich tun - wenn ich Opfer geworden bin

Was könnte man tun um Mobbing einzudämmen

 

erstellt von BDK zuletzt verändert: 23.08.2017 08:14
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