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Sollten die Fallzahlen 2015 sogar steigen?

23.04.2015 18:30

Jahrelang sanken die Fallzahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) in Mecklenburg-Vorpommern in schier unglaublichem Tempo auf Rekordtiefstwerte, die Verantwortlichen konnten Jahr für Jahr Erfolgsmeldungen präsentieren und der Kriminalpolizei wurden daraufhin die Stellen gestrichen. So könnte man den Trend der PKS, deren Veröffentlichungen und Konsequenzen kurz und knackig darstellen.

Als Berufsverband der für die Kriminalitätsverhütung und –bekämpfung zuständigen Beschäftigten haben wir ebenfalls jedes Jahr versucht, die Gleichsetzung von PKS und tatsächlichem Kriminalitätsgeschehen zu korrigieren und erklärt, das ein Rückgang der PKS-Fallzahlen nicht unbedingt auch ein Rückgang des Kriminalitätsgeschehens bedeutet. Bislang blieben unsere Rufe ungehört und die ebenso falsche wie sture Bemessung der Kripo-Ermittler nach PKS-Fällen wird bis heute beibehalten.

Unlängst hat unser Minister für Inneres und Sport die Fallzahlen für das vergangene Jahr 2014 vorgestellt, die im Vergleich zum Vorjahr wiederum gesunken sind. Und prompt brodelt die Gerüchteküche um weitere Reduzierungen der Stellen in den Kriminalkommissariaten.

Jetzt ist allerdings etwas eingetreten, was die Diskussion neu entfachen kann. Zwar besitzt ein monatlicher Vergleich der Fallzahlen nicht die gleiche Aussagekraft wie eine Jahresstatistik, aber die Veränderungen sind dennoch nicht zu übersehen.

 Im Vergleich der Monate Januar und Februar wurde festgestellt, dass im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock die Fallzahlen aus 2015 zum Vorjahr um mehr als 15 % gestiegen sind und das in mehreren Deliktsbereichen. Allerdings sind die Steigerungen nicht in allen fünf Inspektionsbereichen erfolgt. In Schwerin gingen die Fallzahlen sogar leicht zurück, während in Rostock und den drei Landkreisen des Präsidiums Steigerungen zu verzeichnen waren. Wiederum interessant ist der Blick in das andere Polizeipräsidium, nach Neubrandenburg. Dort gingen die Fallzahlen geringwertig um ungefähr 1 % zurück.

Als Berufsvertretung wollen und können wir diese Entwicklung nicht bewerten. Wir sehen uns aber in unseren früheren Warnungen bestätigt, die Zahl der Beschäftigten in einem Kriminalkommissariat oder dessen Außenstelle nicht nach den PKS-Fallzahlen zu bemessen. Und sollten sich die Gerüchte um eine Reduzierung der Personalstellen in den Kommissariaten bewahrheiten, zeigen wir hiermit ein gewichtiges Argument zum Stopp auf.

Was wird aber, wenn sich der bisherige Verlauf als Trend erweist? Kriminalisten und Schutzleute haben wir nicht auf Vorrat zur Verfügung. Schon der immer prophezeite Bevölkerungsrückgang kam 2013 und 2014 zum Stillstand bzw. kehrte sich leicht um, was mit den PKS-Fallzahlen ebenso gut passieren kann. Von der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst sprechen.

Wir raten daher zum wiederholten Male, benötigte Personalstellen auf Grundlage tatsächlicher Belastungen zu vergeben. Die Belastung ergibt sich primär aus allen Maßnahmen der Kriminalitätsbekämpfung und –verhütung, unabdingbaren Verwaltungsaufgaben und sonstigen Aufgaben der Mitarbeiter. Damit würde zugleich die Arbeit der Kriminalpolizei im Nordosten neu, gerechter und seriöser bewertet und wertgeschätzt.

erstellt von Ronald Buck zuletzt verändert: 06.12.2019 18:18
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