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Bund Deutscher Kriminalbeamter befürchtet eine Karrierefalle für Spezialisten

17.01.2010 16:58

Hochrangige Gäste belebten am 14.01.10 die Jahreshauptversammlung des BDK. Im Beisein der neuen Polizeipräsidentin Heike Fischer zeigte der Bundesvorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter, Klaus Jansen, auf, dass es zunehmend wichtiger wird, die Polizei in vielen Bereichen neu aufzustellen.

Kein Weg gehe mehr daran vorbei, bereits im Studium die Nachwuchsbeamten gezielt auf ihre spätere Verwendung auszubilden. Insbesondere in der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung bestehe dringender Handlungsbedarf, da durch hohe Pensionierungszahlen in den nächsten Jahren Spezial- und Erfahrungswissen verloren gehe.

Jansen fordert darüber hinaus auch Möglichkeiten zu schaffen, externe Experten für die Polizei zu gewinnen. Auch der Landesvorsitzende aus Niedersachsen, Ulf Küch, forderte erneut eine Aus- und ständige Weiterbildung für die vielen verschiedenen Aufgaben in der Kriminalitätsbekämpfung. Für die meisten Polizeibeamten sei der Beruf eine Berufung. Auch in Zeiten hoher finanzieller Einbußen würden die Kolleginnen und Kollegen noch immer da sein, wo sie gebraucht würden. Es gehe aber nicht an, dass gerade die, die sich immer wieder neu motivieren und zusätzliche Aufgaben übernehmen kaum Perspektiven hätten. Gerade die Leistungsträger im Ermittlungsbereich garantierten die steigenden Aufklärungsquoten der letzten Jahre. Deshalb müsste die Politik hier auch Anreize schaffen. Keinesfalls dürfe es darauf hinaus laufen, dass Spezialisten wegen einer besseren Beförderungsmöglichkeit in einen anderen Bereich abwandern.

Küch forderte ein kontinuierliches Stellenhebungsprogramm, damit nicht für 85 % der Kriminalisten mit einer einzigen Beförderung im Leben Schluss ist. Bei realistischer Betrachtung der Karrieremöglichkeiten würden sich Schulabgänger in Zukunft ehe für andere Berufe entscheiden oder in andere Bundesländer mit besseren Aussichten abwandern.

Der wiedergewählte Vorsitzende des Direktionsverbandes Osnabrück, Stephan Schriever, erwartet von der Arbeitsgruppe "Dienstpostenkonzept", dass nicht die Haushaltslage des Landes die Wertigkeit der Dienstposten bestimmt sondern es müsse eine ehrliche Arbeitsplatzbeschreibung geben, damit sowohl junge als auch langjährig erfolgreiche Ermittler eine gerechte Bezahlung erhielten. Wichtig sei aber als erster Schritt eine gerechte Verteilung der wenigen besser bezahlten Stellen in die einzelnen Direktionen. Alleine hier habe Osnabrück schon Nachholbedarf!

Abschließend stellte Jansen den 55 anwesenden BDK-Mitgliedern, die aus dem gesamten Zuständigkeitsbereich der Direktion gekommen waren, die kriminalpolitischen Ziele des Verbandes für 2010 vor. Den neuen Herausforderungen der Internetkriminalität müsse mit einer "Bildungsoffensive Kripo 2.0" begegnet werden. Darüber hinaus liege ihm insbesondere am Herzen, den Kinderschutz in Deutschland deutlich zu verbessern. Hier werde der BDK nicht locker lassen und verstärkt darauf hinarbeiten, dass das Frühwarnsystem gegen Kindesmisshandlung "RISKID" endlich in Betrieb gehen kann.

Mit der neuen Polizeipräsidentin wurde eine offene und konstruktive Zusammenarbeit vereinbart.

Stephan Schriever
- Vorsitzender -

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erstellt von BDK zuletzt verändert: 18.08.2010 15:15
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