Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Niedersachsen
Sektionen
 
Sie sind hier: Startseite Landesverbände Niedersachsen Wer schützt die Polizei vor solchen Staatsanwälten und Richtern?
Anmelden


Passwort vergessen?
Neuer Benutzer?
 

Wer schützt die Polizei vor solchen Staatsanwälten und Richtern?

07.06.2018 21:40

Diese Frage stellt sich, wenn man der Berichterstattung in der Uelzener Allgemeinen Zeitung vom 07.06.2018 folgt: Eine 25jährige Polizeibeamtin wurde durch einen kriminellen und amtsbekannten Schläger bei dem Versuch seiner Festnahme am Kopf schwer verletzt. Bis heute ist die Beamtin traumatisiert.

Wer schützt die Polizei vor solchen Staatsanwälten und Richtern?

(Quelle: Pixabay)

In der Hauptverhandlung vor dem Uelzener Amtsgericht hat die Amtsrichterin dem Schläger ein „hohes Gefährdungspotential“ bescheinigt und ihm ein „ernstes Problem“ angekündigt, wenn er sich „noch zwei, drei solche Dinge leistet“ - und das Strafverfahren wird gegen eine Geldauflage eingestellt: Unfassbar!

Dass sich Verteidiger oft als Organ der (Un-)Rechtspflege aufspielen und auch wie in diesem Fall die Opfer in die Mangel nehmen, ist leider eher die Regel als die Ausnahme. Der Gesetzgeber schuf die Möglichkeit des Adhäsionsverfahrens zur Entlastung der Justiz - wenn aber ein Opfer sich im Hauptverfahren um Schadenersatz bemüht und somit seine Rechte wahrnimmt, wird es ihm als Eigennutz vorgehalten. Unfassbar!

Dass aber auch die Staatsanwaltschaft diese Entscheidung der Amtsrichterin hinnimmt, ist der eigentliche Skandal! Unfassbar!

Wohin soll dieser Weg führen - die lasche Einstellung der Justiz gefährdet das Leben und die Gesundheit unserer Polizeibeamten. Zum Glück sieht die Mehrheit der Bevölkerung zwischenzeitlich klarer und erkennt, dass die sie schützenden Polizeibeamten auch des Schutzes bedürfen. 

Der Ruf geht nach Uelzen: Urteilen Sie im Namen des Volkes! Vielleicht ändert sich die Sicht einiger Juristen erst, wenn sie selbst in einer Sitzungspause beim Eis essen sich von einem Straftäter beschimpfen und schlagen lassen müssen und die herbeigerufene Polizei aus diesem „Urteil“ ihre Lehren gezogen hat.

 

Direktionsverband Lüneburg
 i. A. Jürgen Schubbert
    - Vorsitzender -

 

PDF

 

 

erstellt von DV Lüneburg zuletzt verändert: 07.06.2018 21:38
Artikelaktionen
  • Versenden
  • Drucken
  • Bookmarks
Guenther, Karl-G. sagt
11.06.2018 12:21
Unfassbar, dieses und andere ähnlich gelagerte justizielle Entscheidungen bei Gewalt gegenüber PolizistInnen führen dazu, dass gewalttätiges Handeln gegenüber Einsatzkräften seitens bestimmter Teile der Bevölkerung als Bagatelle abgetan wird. Dann bringen auch Strafverschärfungen und öffentliche Proteste nichts , wenn die Justiz solche Entscheidungen verkündet. Die Milde der Justiz gegenüber Schlägern scheint mit für die Gewaltbereitschaft gegenüber Einsatzkräften verantwortlich zu sein. "Es kommt ja doch nichts hinterher..." ist wohl das Credo der Schläger, wenn Sie sich polizeilichen Massnahmen widersetzen. Der Kollegin wünsche ich gute Besserung und dass sie sich hoffentlich nicht wieder in so einer Situation wiederfindet.
karl-G. Günther
« Dezember 2018 »
Dezember
MoDiMiDoFrSaSo
12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31

Mitglied werden.

Der_BDK

2016 Button BDK-Shop