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BDK verleiht Dr. Mark Benecke die Ehrenkriminalmarke

Köln, 23.01.2002 Bereits zum zweiten Mal hat der BDK in Köln in seiner Mitgliederversammlung einen öffentlichen Teil veranstaltet.

Neben einer großen Anzahl von Kriminalbeamtinnen und -beamten sowie zahlreichen Vertretern der Staatsanwaltschaft Köln, waren auch der Polizeipräsident Klaus Steffenhagen, der Leiter der Staatsanwaltschaft Köln, Norbert Kapischke, der Leiter GS, Winrich Granitzka, der Leiter ZKB, Rolf Sommer sowie der stellvertretende BDK Bundesvorsitzende Klaus Jansen anwesend.

Der BDK hat aufgrund der verheerenden Terroranschläge im vergangenen Jahr die Veranstaltung unter das Thema "Terrorismus - Neue Bedrohung der westlichen Welt" gesetzt. Die Referenten Leitender Ministerialrat Von Bauer (stellv. Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz) und KOR Christoph Burbach (Leiter des Staatsschutzes Köln) gaben einen Einblick in die aktuelle Situation sowie die Auswirkungen auf die Kriminalpolizei in Köln. Darüber hinaus erläuterte Klaus Jansen (BKA / stellv. Bundesvorsitzender des BDK) den "Maßnahmenkatalog zur Inneren Sicherheit", der bereits durch den BDK der Innenministerkonferenz überreicht wurde.

Verleihung der BDK Ehren-Kriminalmarke

Verleihung der BDK Ehren-Kriminalmarke

Der BDK verleiht seit dem vergangenen Jahr regelmäßig die "Ehrenkriminalmarke". Mit dieser Auszeichnung sollen einzelne Personen stellvertretend gewürdigt werden, die sich um eine professionelle Kriminalitätsbekämpfung verdient gemacht haben.

Der diesjährige Empfänger der BDK Ehren-Kriminalmarke ist
Dr. Mark Benecke, Kriminalbiologe

Der Molekularbiologe und erste öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für kriminaltechnisch-forensische Sicherung und Auswertung biologischer Spuren (IHK Köln) ist ein unverzichtbarer Helfer bei der Aufklärung von Tötungsdelikten. Durch seine Arbeit an spektakulären Mordfällen wurde er in der Presse als "Kommissar Schmeißfliege" bekannt. Darüber hinaus hat Dr. Benecke sich dem "genetischen Fingerabdruck" als Hilfsmittel der Kriminalistik verschrieben. Gemeinsam mit dem BDK hat Dr. Benecke diverse Informationsveranstaltungen gestaltet. Er ist Gastdozent an zahlreichen Universitäten im In- und Ausland und führt Fortbildungen am Bundeskriminalamt durch. Sein unermüdlicher Einsatz ist gleichzeitig auch sein "Motto": Erreichbar 7 Tage die Woche, 24 Studen täglich.

Die Laudatio wurde von der Vorjahresträgerin der Ehrenkriminalmarke, Amtsrichterin Erika Nagel, gehalten. Sie bezeichnete "den international anerkannten Wissenschaftler" Benecke in ihrer Rede als "würdigen Träger der Ehrenkriminalmarke des Bundes Deutscher Kriminalbeamter".

Hintergrundinfo:

 

Warum gerade eine Ehren-Kriminalmarke?

 

Seit der Neuorganisation der Polizei 1994 wurde die klassische Spartentrennung in eigenständige Abteilungen Schutz- und Kriminalpolizei aufgehoben. Aufgehoben wurde aber auch die bis dahin praktizierte fachspezifische FHS-Ausbildung zum Kriminalisten. Austauschbare Verwendungen, ohne entsprechende Ausbildungen waren die Folge. Dem "Generalisten" wurde der Vorzug vor dem "Spezialisten" eingeräumt, was teils gravierende Auswirkungen auf die Qualität (Kriminal-) Polizeilicher Arbeit hatte (vgl. hierzu auch die Studie "Kriminalbeamter - (k)ein Ausbildungsberuf in Nordrhein-Westfalen")

Fast zwangsläufig wurde in der Folge versucht, auch die Vorsilbe "Kriminal-" nahezu aus dem gesamten polizeilichen Sprachgebrauch zu entfernen.

Der BDK hat sich mit allem Nachdruck diesen Entwicklungen entgegen gestemmt. Mit der Verleihung einer "BDK-Ehrenkriminalmarke" möchte der BDK den Begriff KRIMINALPOLIZEI dauerhaft schützen und immer wieder an die Notwendigkeit kriminalpolizeilichen Spezialistentums erinnern.

Rüdiger Thust: Es freut mich, dass in diesen Wochen und Monate vermehrt Signale erkennbar sind, die zeigen, dass man dabei ist, die KRIMINALPOLIZEI wieder zu entdecken.

Auch in der Politik ist ein Umdenken zu erkennen. In Hessen wurde die inhaltsgleiche Ausbildung wieder abgeschafft und man bekennt sich dort zu einer spartenspezifischen Fachholschulausbildung. Der Innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Theo Kruse schrieb in einem Grußwort an den BDK, daß die CDU-Fraktion in NRW den Antrag auf Einführung einer spartenspezifischen Y-Ausbildung in Nordrhein-Westfalen stellen wird.

erstellt von BDK zuletzt verändert: 06.04.2011 11:43
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