Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Bund Deutscher Kriminalbeamter Bezirksverband Köln
Sektionen
 
Sie sind hier: Startseite Landesverbände Nordrhein-Westfalen Bezirksverbände Köln Presse Pressemitteilungen Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2014
Anmelden


Passwort vergessen?
Benutzername vergessen?
Neuer Benutzer?
 

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2014

11.03.2015 11:00

Straftatenanstieg setzt sich neuerlich fort!

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2014

Foto: Christoph Droste / pixelio.de

Mit 171.899 -registrierten- Straftaten (2014: 167.805) nimmt das PP Köln erneut den unrühmlichen Spitzenplatz in NRW ein. Scheinbar ungebremst und ganz offenbar unbeeindruckt von zahlreichen guten (kriminal-) polizeilichen Aktivitäten und Ermittlungserfolgen setzte sich der Straftatenanstieg auch in 2014 fort. Damit bleibt die Region Köln/Leverkusen auch weiterhin leider ein Tummelplatz für Kriminelle. Die Aufklärungsquote steigt nur unwesentlich von 43,08% auf 43,47%.

Zwar gelang es in einigen wenigen Deliktsfeldern, wie beispielsweise bei der Gewaltkriminalität, einen leichten Rückgang zu erzielen, in anderen Bereichen, wo sich ganz  überwiegend ausländische Banden tummeln, wie beispielsweise beim Wohnungseinbruch, stiegen die Fallzahlen noch einmal leicht an und liegen bei inzwischen bedrückenden 5666 Straftaten. Geradezu explodiert sind die Zahlen beim Taschendiebstahl, wo ein neuer (Touristen gewiss abschreckender) Spitzenwert von 14.502 Fällen erreicht wurde. Auch der Diebstahl von fest eingebauten Navigationsgeräten aus Kfz, der Millionenschäden verursacht, befindet sich ungebremst auf einem hohen Niveau. Der Anstieg der Gesamtkriminalität um 2,44 % und der Straßenkriminalität um 4,96 % machen aus BDK Sicht deutlich, dass noch mehr als bisher in die Kriminalitätsbekämpfung investiert werden muss. 171.899 Opfer von in aller Regel vorsätzlich begangenen Straftaten leiden vielfach nicht nur materiell, sondern auch mental und müssen den Verlust von Lebensqualität hinnehmen. Und genau aus diesem Grund muss endlich die Kriminalitätsbekämpfung PRIO 1 beim PP Köln bekommen. „Die polizeiliche Präsenz auf der Straße ist für den Bürger wahrnehmbar zu erhöhen. Observationseinheiten und Kriminalkommissariate müssen so verstärkt werden, dass sie in der Lage sind, wieder intensiver zu fahnden und zu ermitteln“, so der Vorsitzende der Kölner Kripo-Gewerkschaft (BDK) Rüdiger Thust am Rande der heutigen Pressekonferenz. „Straftäter sind sodann möglichst schnell anzuklagen, ihrer gerechten/spürbaren Strafe zuzuführen und, wo immer machbar, schnellstmöglich abzuschieben. Nur so kann Straftätern der „Spaß“ an der Straftatenbegehung in Köln genommen werden. Für den aktuellen Verzicht auf Abschiebehaft und geplante Reduzierungen von Justizvollzugsanstalten hat der BDK kein Verständnis, weil dies unserer kriminalpolizeilichen Wahrnehmung der Kriminalitätslage eindeutig widerspricht.

Beim Einsatz von Kriminalisten muss zukünftig aber auch ein strengerer Maßstab angelegt werden. Die Beschäftigung mit ständig neuen, extrem personal-/zeitintensiven Aufgaben (Einsatz in Gefangenensammelstellen bei Demonstrationen, Fußballspielen, Karneval pp.) führt nämlich dazu, dass das kriminalpolizeiliche Kerngeschäft spürbar vernachlässigt wird. Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen die stärkere (kriminal-) polizeiliche Ausrichtung auf die terroristische Bedrohung haben wird, die der Innenminister den Polizeibehörden zu Recht verordnet hat. Denn bis die angekündigten neuen Polizisten ihren Dienst aufnehmen können, vergehen Jahre. Bis dahin wird das ohnehin zu kurze personelle Betttuch verschoben werden müssen. Das lässt nichts Gutes erahnen.

Für Rückfragen:
Rüdiger Thust, T. 0172/8837250

erstellt von Bezirksverband Koeln, BDK zuletzt verändert: 11.03.2015 10:15
— abgelegt unter:
Artikelaktionen
  • Versenden
  • Drucken
  • Bookmarks