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Trendwende bei der Kriminalitätsentwicklung?!

14.03.2016 17:29

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2015 - Mit 169.468 -registrierten- Straftaten (2014: 171.899) und einer Aufklärungsquote von nur 43,32 % (2014: 43,47 %) bleibt das PP Köln erneut auf dem unrühmlichen Spitzenplatz in NRW, gleichwohl zeigen sich erste positive, Hoffnung weckende Entwicklungen.

Trendwende bei der Kriminalitätsentwicklung?!

Foto: Bardo / Pixelio.de

Entgegen dem Landestrend, der insbesondere beim Wohnungseinbruch und beim Taschendiebstahl erneut starke Anstiege zu verzeichnen hat, sind die Kölner Fallzahlen -zwar nach wie vor auf zu hohem Niveau- beim Wohnungseinbruch 5.845 (2014: 5666) quasi stagnierend, beim Taschendiebstahl 13.350 (2014: 14.502) aber sogar spürbar rückläufig.

Die direktionsübergreifende Konzentration der Behörde auf die Bekämpfung gerade dieser beiden Delikte, beispielsweise durch regelmäßige Einsätze an identifizierten Kriminalitätsbrennpunkten und die Intensivierung der kriminalpolizeilichen Ermittlungsarbeit dürfte für die erkennbare Trendwende verantwortlich sein. 

Der Fallzahlenrückgang setzt sich im Übrigen in diesem Jahr bisher verstärkt fort, da nach den schrecklichen Ereignissen der Silvesternacht polizeiliche Präsenz wie selten zuvor in Köln gezeigt und der Kontrolldruck erhöht wurde. 

Die Konzentration auf die geschilderten Deliktsbereiche hat allerdings zur Folge, dass mangels ausreichendem Personal, Steigerungen in anderen Deliktsbereichen zu verzeichnen waren, wie beispielsweise beim Kfz Diebstahl 864 (2014: 771) und beim DB aus/an Kfz 13.186 (2014: 12.065), wo durch ausländische Banden ebenfalls Schäden in Millionenhöhe entstehen.

„Wenn wir die Kriminalitätszahlen in allen Deliktsfeldern weiter nachhaltig reduzieren und die Aufklärungsquote deutlich erhöhen wollen, müssen wir an dem jetzt eingeschlagenen Weg des neuen Kölner Polizeipräsidenten konsequent festhalten und noch verfeinern“, erklärte der Vorsitzende des BDK -BV Köln- Rüdiger Thust am Rande der heutigen Pressekonferenz. „Der Innenminister ist gefordert, dem PP Köln das dafür erforderliche Personal regelmäßig zur Verfügung zu stellen. Die besondere Belastungssituation Kölns ist seit Jahren hinreichend bekannt“, so der Chef der Kripogewerkschaft abschließend.

Die polizeiliche Präsenz (in Uniform und in Zivil) muss zwingend -rund um die Uhr- konsequent weiter erhöht werden. Außerdem muss die Kölner Kriminalpolizei personell so verstärkt werden, dass sie in die Lage versetzt wird, noch intensiver als bisher Straftaten ausermitteln und aufklären zu können (Fahnden statt verwalten). In engem Zusammenwirken mit den übrigen für Sicherheit Verantwortung tragenden Stellen in Köln, wie Stadt Köln/Leverkusen und Justiz pp.) sollte es so gelingen, Köln endlich wieder sicherer, sauberer und attraktiver zu machen.   

Für Rückfragen:
Rüdiger Thust, T. 0172/8837250

erstellt von Bezirksverband Koeln, BDK zuletzt verändert: 14.03.2016 17:29
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