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Leserbrief des BDK MK

12.09.2017 07:43

zum Artikel des IKZ im Iserlohner Lokalteil „Keine Gefährdung der Sicherheit“ vom 08.09.2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

 

unsere Pressemitteilung hat verschiedene Reaktionen hervorgerufen und so das Problem des Stellenabbaus bei der Kriminalpolizei des Märkischen Kreises in die Öffentlichkeit gebracht. Bemerkenswert ist, dass niemand, vom Ministerium des Innern NRW angefangen bis zum Direktionsleiter der Kriminalpolizei bei der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, dem BDK MK grundsätzlich widersprochen hat.

 

Bei der Kriminalpolizei Märkischer Kreis werden Stellen abgebaut!

 

Dass die Anzahl der abgebauten Stellen je nach Sicht der Beteiligten variiert und unterschiedlich berechnet wird, liegt in der Natur der Sache.

 

Es gibt aber Dinge,  die im Statement der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis im oben genannten Artikel aus Gewerkschaftssicht nicht unkommentiert bleiben können.

 

 Die Reduzierung der Stärke durch Wegfall der sogenannten Lapperschichten auf der Kriminalwache auf die Hälfte hat natürlich Auswirkungen für die Bürger. Die Kriminalwache ist in erster Linie für Adhoc-Delikte der schweren Kriminalität zuständig, von Todesermittlungen bis  zum Wohnungseinbruch. Wenn das Personal zu bestimmten Zeiten halbiert wird, kommt es zu Wartezeiten. Man kann das anders erklären, es wird aber dadurch nicht wahrer.

 

 

Erreicht eine Polizeibehörde durch gute Arbeit eine Reduzierung der Kriminalitätszahlen, im Klartext der angezeigten Fälle, wird sie durch das Instrument der Belastungsbezogenen Kräfteverteilung (BKV) bestraft. Die BKV zählt genau die Fälle; weniger Fälle, weniger Personal.

 

 

Die jetzt unbesetzten Stellen bei der Kriminalpolizei bleiben unbesetzt. Die Kripo im Märkischen Kreis baut aufgrund ihrer Überalterung durch Pensionierungen in den nächsten Jahren massiv Personal ab. Wenn die jetzt leeren Stellen aufgefüllt werden, sind die nächsten Kriminalisten schon wieder in den Ruhestand gegangen. Die Schere zwischen IST und SOLL wird weiter auseinandergehen und durch die vom BDK kritisierten Personalentscheidungen innerhalb der Polizeibehörde verschärft.

 

 

Dem BDK wird unter anderem vom Landrat Thomas Gemke vorgeworfen, die Direktionen der Polizei gegeneinander auszuspielen. Dem widersprechen wir deutlich. Die Arbeit der Polizei kann nur durch gute Teamarbeit aller Abteilungen funktionieren. Eine übergroße Schwächung einer Direktion ist für die gesamte Polizei nicht gut. Das geschieht aber gegenwärtig mit der Kriminalpolizei.

 

Dagegen steht der BDK als Vertreter der Kripo.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Thomas Werner

 

für den BDK Märkischer Kreis

 

erstellt von Quambusch, Uwe zuletzt verändert: 12.09.2017 07:43
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