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Schnelle Tataufklärung in Kapitaldelikt nach DNA-Spur-Personen-Treffer in Rheinhessen

04.08.2009 12:26

DNA-Entnahme und Analyse wird weiter als erkennungsdienstliche Standardmaßnahme gefordert.

In der Nacht vom 15.07./16.07.2009 war in Nieder-Olm (Rheinhessen) ein siebenjähriges Mädchen aus ihrem Kinderzimmer entführt, in einen nahegelegenen Weinberg verschleppt, vergewaltigt und nach der Tat vom mutmaßlichen Täter wieder nach Hause gebracht worden.

Dies geschah, während Eltern und Geschwister schliefen. Das Opfer vertraute sich nach der Tat seiner Mutter an und wurde schwerstverletzt ins Krankenhaus verbracht, wo es aufgrund der Verletzungen operiert werden musste.

Nach Bekanntwerden der Tat wurde eine 30köpfige SOKO gegründet,  die sofort mit der  Tatortsicherung, der Spurensicherung, der Zeugengewinnung und mit den ersten Ermittlungen begann. Auch das LKA RPL arbeitete auf Hochtouren im Hinblick auf die Spurenauswertung.

Nur einen Tag nach der Tat  konnte der mutmaßliche Täter ermittelt und festgenommen werden. Der schnelle Aufklärungserfolg war möglich, da die DNA des Täters bereits in der DNA-Datenbank des BKA einlag und mit den am Tatort und am Opfer gesicherten Spuren in im automatisierten Verfahren in Übereinstimmung zu bringen war.

Beim Täter handelte es sich um einen 27jährigen, der erst vor kurzem mit seiner Lebensgefährtin nach Nieder-Olm gezogen war und ca. 800 Meter vom Tatort entfernt wohnte. Hinweise auf eine persönliche Beziehung zwischen Täter und Opfer gibt es nicht.

Nach der Festnahme leugnete er die Tat, legte jedoch dann vor der Haftrichterin ein umfangreiches Geständnis ab.

Da der Festgenommene bereits aufgrund von Eigentumsdelikten und Körperverletzungsdelikten polizeilich bekannt war, lag seine DNA in der Datenbank ein.  Ohne DNA wäre es erheblich schwerer gewesen, den Täter überführen zu können. Für das Opfer, die Familie des Opfers, aber auch für die hochsensibilisierte Bevölkerung war die schnelle Ermittlung des Täters eine Erleichterung.

Dies zeigt erneut die Bedeutung der  DNA-Analyse als Ermittlungs- und Strafverfolgungsinstrument und bestätigt die vom BDK vertretenen Positionen und Forderungen des BDK.

Der genetische Fingerabdruck muss  den herkömmlichen erkennungsdienstlichen Maßnahmen gleichgestellt werden. Datenschutzrechtliche Erwägungen gegen den umfassenden Einsatz der DNA-Analyse können dem nicht widersprechen, da nur die nicht kodierende DNA, die keinerlei genetische Informationen enthält, anonymisiert untersucht und gespeichert wird.  

erstellt von BDK zuletzt verändert: 18.08.2010 15:15
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