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Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Rheinland-Pfalz
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Studium und der Wechsel zur Kriminalpolizei

Wie läuft das Studium ab?

Aktuell handelt es sich bei dem Studium an der HdP Rheinland-Pfalz um ein sogenanntes "Einheitsstudium", d.h. es erfolgt keine fachspezifische Ausbildung wie beispielsweise in Hessen oder Schleswig-Holstein.

Der Wechsel zur Kriminalpolizei kann erst dann erfolgen, wenn 2 Jahre Einzeldienst nach dem Studium absolviert wurden.

Der BDK Rheinland-Pfalz hat als einziger Berufsverband ein innovatives Studienmodell vorgeschlagen und steht in dieser Frage mit der HdP und dem Ministerium im Dialog. Die Studierenden sollten nach Ansicht des BDK im Laufe des Studiums die Möglichkeit erhalten eine Fachrichtung einzuschlagen, um nach dem Studium beispielsweise direkt zur Kriminalpolizei wechseln zu können. Ein modernes Studium sollte den fachlich sehr anspruchsvollen polizeilichen Herausforderungen der Gefahrenabwehr, der Kriminalitäts-bekämpfung und der  Verkehrssicherheit  Rechnung tragen.

Die ständig wachsenden Anforderungen an eine moderne Kriminalitätsbekämpfung erfordern ein eigenständiges kriminalitisch orientiertes Berufsbild für die Kriminalpolizei. 

Kripo Marke

Selbstverständlich soll auch weiterhin die Möglichkeit erhalten bleiben nach Beendigung der Ausbildung von der Schutzpolizei zur Kriminalpolizei wechseln können. 

Das aktuelle Bachelorstudium sieht ein solche fachspezifisches Studium noch nicht vor. 

Es ist unterteilt in theoretische und praktische Studienabschnitte und dauert grundsätzlich drei Jahre.

 

Studierende im Gespräch

 

  

 

 

 

In der Regel sieht das Studium wie folgt aus:



Modul 1: Grundlagen für Studium und Polizeidienst

8 Wochen, davon 4 Tage Berufspraxis

Die Studierenden erlernen wesentliche Bestimmungen des Polizeiberufs und setzen sich mit ihrer neuen Rolle als Polizeibeamtin bzw. Polizeibeamter, mit Aufgaben und Arbeitsmethoden des Berufes auseinander. 

Modul 2: Polizei im demokratischen Rechtsstaat

12 Wochen, davon 6 Tage Berufspraxis

Mit Abschluss des Moduls kennen die Studierenden die Polizei in ihren historischen Bezügen, sowie die Verantwortung der Polizei in dem durch Grundgesetz und Landesverfassung geprägten demokratischen Rechtsstaat. 

Modul 3: Grundlagen polizeilichen Handelns

22 Wochen, davon 60 Tage Berufspraxis

Die Durchführung polizeilicher Maßnahmen, die Kenntnis und Anwendung des staatlichen Gewaltmonopols prägen das Modul.
Die Studierenden beherrschen die wesentlichen rechtlichen, taktischen und praktischen Grundlagen für präventives und repressives polizeiliches Handeln. 

Modul 4:Handlungsfeld polizeiliche Kontrollen im täglichen Dienst

10 Wochen, davon 39 Tage Berufspraxis

Studierende können polizeiliche Kontrollen eigenverantwortlich planen und durchführen und beherrschen die dafür notwendigen Eingriffsmaßnahmen. 

Modul 5: Handlungsfeld Verkehrsunfallaufnahme

15 Wochen, davon 43 Tage Berufspraxis

Die Studierenden beherrschen die erforderlichen Sofortmaßnahmen am Unfallort und die Durchführung der Tatortarbeit, sowie die erforderlichen präventiven und repressiven Ermittlungs- und Eingriffsmaßnahmen. Sie können Verkehrsunfälle selbstständig aufnehmen und abschließend bearbeiten. 

Modul 6:Handlungsfeld Prävention und Sofortlagenmanagement

12 Wochen, davon 5 Tage Berufspraxis

Die Studierenden sind in der Lage, die Bedeutung der Prävention für den polizeilichen Aufgabenbereich zu erfassen und folglich Präventions- und Opferschutzmaßnahmen eigenständig in polizeiliche
Maßnahmen einzubinden. Darüber hinaus beherrschen sie die Grundlagen zur rechtlichen, taktischen und technisch-organisatorischen Bewältigung ausgewählter Sonderlagen und kennen die grundlegende Bedeutung der neuen Medien für das polizeitaktische Vorgehen. 

Modul 7: Handlungsfeld Strafverfahren

14 Wochen, davon 35 Tage Berufspraxis

Im Mittelpunkt steht die Ermittlungsführung im Strafverfahren. Die Studierenden können Lebenssachverhalte bei der Anzeigenaufnahme deliktisch bewerten und beherrschen die kriminaltechnischen Methoden der objektiven Beweisführung und die wesentlichen
kriminaltaktischen und kriminaltechnischen Maßnahmen im Ersten Angriff. 

Modul 8: Besondere Ermittlungslagen

11,5 Wochen, davon 32 Tage Berufspraxis

Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, leitthemenorientierte Sachverhalte rechtlich, taktisch und kriminalistisch in komplexen Kriminalitätslagen zu beurteilen. Die zur Aufgabenerfüllung
in besonderen Ermittlungslagen erforderlichen Themengebiete:
Vermisstensachbearbeitung, Todesermittlung, Bearbeitung von Jugendsachen und Cybercrime werden behandelt. 

Modul 9: Thesis

5 Wochen

Die Studierenden bearbeiten in der Bachelorarbeit praxisrelevante Fragestellungen mit wissenschaftlichen Methoden. 

Modul 10: Besondere Kooperationsfelder polizeilicher Arbeit, Internationalität und Interkulturalität

6 Wochen, davon 7 Tage Berufspraxis

Die Studierenden kennen Standort und Rolle der Polizei im europäischen Kontext, sind mit den Grundzügen der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit vertraut und entwickeln ihre personale Kompetenz im Umgang mit kultureller Vielfalt.

Modul 11: Ausgewählte Zeitlagen

13 Wochen, davon 35 Tage Berufspraxis

Die Studierenden vertiefen erworbene Kompetenzen in ausgewählten Lagen. Es werden rechtlich, taktisch und psychologisch anspruchsvolle polizeiliche Einsatzlagen zu Ansammlungen, Versammlungen und Veranstaltungen szenariobasiert vermittelt. Bei der Bereitschaftspolizei wird die Bewältigung größerer Einsatzlagen trainiert.

Modul 12: Integratives Polizeitraining und Sport

studienbegleitend über 3 Jahre

Ziel dieses studienbegleitenden Moduls ist die kontinuierliche Entwicklung und Förderung der für diesen Beruf notwendigen Fitness sowie die Festigung polizeispezifischer Methoden des Einschreitens.


Fingerabdruck
   

 

Weitere Infos zum Studium, den Fachgebieten und dem Leben auf dem Campus findet man auf der Seite der rheinland-pfälzischen Hochschule für Polizei und Verwaltung: 

 

http://https://www.polizei.rlp.de/de/karriere/studieren-bei-der-polizei/studium/bachelorstudiengang-polizeidienst/

erstellt von Michael Finger zuletzt verändert: 23.08.2017 15:31
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