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Pädokriminalität im Netz konsequenter bekämpfen

Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert härteres Vorgehen auch gegen Konsumenten               

Saarbrücken, 18.12.2009. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) im Saarland fordert eine härtere Gangart gegen Pädokriminalität im Internet und eine deutliche Erhöhung des Strafrahmens für den Besitz von Kinderpornographie.

Der Landesvorsitzende Michael Rupp erklärt hierzu: "In Deutschland liegt der Strafrahmen für das illegale Kopieren eines Spielfilmes im Urheberrechtsgesetz mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe höher als derjenige für den Besitz von Kinderpornos! Für § 184b Abs. 4 des Strafgesetzbuches beträgt die Strafandrohung lediglich zwei Jahre oder Geldstrafe. Falls es überhaupt zu einer Verurteilung kommt, erhalten die Täter daher oftmals nur Geld- oder Bewährungsstrafen."

Rupp führt aus, dass der "Konsum" dieser Bilder, die keine fiktive Handlung, sondern einen realen Kindesmissbrauch darstellen, kein Kavaliersdelikt sei. Denn erst durch die Nachfrage der Kunden nach diesen menschenverachtenden Abbildungen regele sich das oftmals auch nur rein kommerziell motivierte Angebot. Hieraus entstünde eine wahre Gewaltspirale; die gezeigten Missbrauchshandlungen müssten durch die "steigenden Bedürfnisse" ihrer Betrachter immer ausgefallener und brutaler werden. Organisierte Tätergruppen verdienten auf diese Weise mit dem Leid von Kindern nach Schätzungen weltweit Milliarden.

Der Landesvorsitzende klagt daher an: "Jeder, der sich Kinderpornographie auch nur gelegentlich ansieht, und dies sind leider in Deutschland täglich Tausende, macht sich mitschuldig an den Qualen dieser Kinder und wird indirekt selbst zum Missbrauchstäter!"

Sein Verband fordere daher eine deutliche Anhebung des Strafrahmens für das " sich Besitz verschaffen" von Kinderpornographie und ebenso die Strafbarkeit des vorsätzlichen Ansehens entsprechender Dateien. Es würde keinen Unterschied machen, ob ein Pädokrimineller regelmäßig entsprechende Seiten im Internet "live" aufruft, um sich damit sexuell zu befriedigen oder ob er diese Dateien auf dem PC abspeichert.

Weiterhin müssten, so Rupp weiter, die Ermittlungskapazitäten der Kripo erhöht, deren spezialistische Ausbildung verbessert und die internationale Zusammenarbeit, insbesondere bei der Schaffung einheitlicher Rechtsgrundlagen im Kampf gegen Pädokriminalität, intensiviert werden.

Der BDK - Vorsitzende erklärt abschließend: "Falls jemand beim Surfen in Internet tatsächlich unbeabsichtigt auf Seiten mit kinderpornographischen Inhalten gelangt, sollte er diese Seite unverzüglich der Polizei melden! Ideal wäre hierfür ein "Notrufknopf" für das Internet, dessen Einführung wir mit dem Projekt "Web-Patrol" seit längerem fordern. Aber auch für die Täter muss mehr getan werden, daher befürworten wir auch den Ausbau entsprechender Hilfsangebote nach dem Vorbild der Charité in Berlin."

Michael Rupp, Landesvorsitzender, Tel. 0160/2617932 o. 0681/962-3024

Pressemitteilung als PDF-Datei

erstellt von BDK zuletzt verändert: 15.09.2010 09:41
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