Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Sachsen-Anhalt
Sektionen
 
Sie sind hier: Startseite Landesverbände Sachsen-Anhalt Aktuelles Polizeiliche Kriminalstatistik 2018
Anmelden


Passwort vergessen?
Benutzername vergessen?
Neuer Benutzer?
BB Bank

BB Bank

 

Polizeiliche Kriminalstatistik 2018

14.03.2019 17:15

„Es darf nicht sein, dass die Landesregierung darauf setzt den Beförderungsstau „biologisch“ abzubauen und wartet, dass die um den Lohn für ihre Leistungen betrogenen Polizistinnen und Polizisten als Meister und Kommissare in den Ruhestand versetzt werden!“, so der BDK Landesvorsitzende Meißner.

Diese Stellungnahme des BDK SnA wurde zeitgleich auch an die Presse gesteuert.

Am 12.03.2019 stellte Minister Stahlknecht in Magdeburg die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2018 vor. „Die Bilanz für das Jahr 2018 lässt sich wie folgt zusammenfassen: weniger Kriminalität, erneut gute Aufklärungsquote trotz angespannter Personalsituation sowie erkennbarer Rückgang bei den Diebstählen. Wenn es um die Bekämpfung von Straftaten geht, sind wir auf einem guten Weg. Insbesondere unsere Ermittlungen zu Intensivtätern greifen“, so Innenminister Holger Stahlknecht laut hallelife.de.

Bei einer nahezu gleichbleibenden Aufklärungsquote von 55, 6% (2017 – 55, 7%) gibt es jedoch bei der Anwendung von Schusswaffen und bei Drogendelikten tendenziell problematische Entwicklungen.

Hier muss man entgegensteuern! Es bedarf dazu einer Intensivierung von präventiven Ansätzen und einer Verstärkung der Polizei und Justiz. Die Landesregierung hat mit der langfristigen Erhöhung der Einstellungszahlen für die Polizei und dem angestrebten Ziel von 7.000 Vollzugsbeamten in Sachsen-Anhalt (bei derzeit ca. 5.400), den ersten Schritt getan. Nun muss zwingend und kurzfristig eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen folgen, damit die aktiven Vollzugsbeamten und Beschäftigten solange Leistung bringen können, bis wieder ausreichend Personal zur Verfügung steht. Aus diesem Grund fordert der BDK eine signifikante Anhebung der Beförderungsmittel um den Beförderungsstau aufzulösen und damit die Kolleginnen und Kollegen zu motivieren.

„Es darf nicht sein, dass die Landesregierung darauf setzt  den Beförderungsstau „biologisch“ abzubauen und wartet, dass die um den Lohn für ihre Leistungen betrogenen Polizistinnen und Polizisten als Meister und Kommissare in den Ruhestand versetzt werden!“, so der BDK Landesvorsitzende Meißner.

Zudem müssen bekannte Probleme in den Arbeitsabläufen der Polizei schnell abgebaut und  damit unnötige Doppelbelastungen verhindert werden. Diesbezüglich ist der BDK z.B. mit seiner „Qualitätsoffensive Spurensicherung“ mit den Verantwortlichen im Innenministerium im Gespräch.

So ist laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2018 in Sachsen-Anhalt im Bereich der registrierten Schusswaffenanwendung im Vergleich zu 2017 weniger gedroht und mehr geschossen wurden.  Während in 2018 insgesamt  75 Fällen (Jahr 2017 = 85) „mit Schusswaffe gedroht“ registriert wurden waren es 2017 noch 85 Tathandlungen. Geschossen wurde in 299 Fällen (Jahr 2017 = 216). Das entspricht einer Zunahme um 83 Handlungen bei insgesamt 374 Schusswaffenanwendungen Jahr 2018 im Jahr 2017 waren das noch 301 Schusswaffenanwendungen.

Dieser signifikante Anstieg um fast 28 % bei der Anwendung von Schusswaffen muss ein Alarmsignal sein. Offensichtlich steigt die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung ungeachtet möglicher Tatfolgen.

Darüber hinaus gibt es auch einen großen Anstieg der Fallzahlen im Bereich der Rauschgiftkriminalität (lt. PKS Sachsen-Anhalt):

Im Vergleich zum Jahr 2017 wurden 851 Fälle mehr registriert (Jahr 2018 = 9.259 Fälle und im Jahr 2017 = 8.408 Fälle). Die Aufklärungsquote ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte zurück. (Jahr 2018 = 93,7 % (8.674 aufgeklärte Fälle) Jahr 2017 = 94,4 % (7.939 aufgeklärte Fälle)). Minister Holger Stahlknecht dazu: „Rauschgiftkriminalität ist eine gesamtgesellschaftliche Erscheinung und nicht nur das Problem einzelner Bereiche. Hier sind alle gesellschaftlichen Kräfte und deren Institutionen gefordert, alle müssen sich dieser Problematik annehmen. Nur dann hat die Bekämpfung dieses Phänomens Aussicht auf Erfolg.“ (hallelife.de.)

Richtig ist aber auch, dass in Sachsen-Anhalt weniger Ermittler sich dem Deliktsbereich Betäubungsmittelkriminalität widmen, damit weniger zum Aufhellen des Dunkelfeldes beitragen. Die Steigerung der Fallzahlen lässt sich nur so erklären, dass das Dunkelfeld entsprechend angestiegen ist. Damit einhergehen grundsätzlich auch eine Vergrößerung der Strukturen in der organisierten Kriminalität und eine Steigerung der Gewaltbereitschaft.

Dies alles trotz geringerer Polizeidichte, ein stichhaltiges Indiz für die Vergrößerung des Dunkelfeldes. 

Im Übrigen kein auf Sachsen-Anhalt begrenztes Phänomen Betäubungsmittelkriminalität hat zum Beispiel auch in Brandenburg 2018 einen Rekordwert seit 1999 mit nunmehr 8.645 Straftaten erreicht.

Der Anstieg der Delikte im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls gem. § 244 (4) StGB um 3,9% (106 Taten) auf 2.821 Wohnungseinbrüche ist zwar keine signifikante Steigerung, sollte aber dennoch als Anlass gewertet werden, den Focus auf dieses Deliktsfeld nicht aus den Augen zu verlieren. Dies gerade im Hinblick auf das weiterhin latent labile Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land.

hier das Dokument zum download

 

Hanno Schulz

Pressesprecher

 

erstellt von Schulz, Hanno zuletzt verändert: 15.03.2019 13:25
Artikelaktionen
  • Versenden
  • Drucken
  • Bookmarks
« Februar 2020 »
Februar
MoDiMiDoFrSaSo
12
3456789
10111213141516
17181920212223
242526272829

Mitglied werden.

Button Peter Meißner neu

Pressehotline Sachsen-Anhalt

Button JK

Paragraphen

Werbevideo BDK Sachsen-Anhalt

Facebook Grafik

BDK Twitter

 

Cop2Cop Button