Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Bund Deutscher Kriminalbeamter Landesverband Sachsen
Sektionen
 
Sie sind hier: Startseite Landesverbände Sachsen Aktuelles BDK-Sachsen vergibt Paul-Koettig-Preis
Anmelden


Passwort vergessen?
Neuer Benutzer?
 

BDK-Sachsen vergibt Paul-Koettig-Preis

15.07.2012 17:10

Der Landesverband Sachsen des Bundes Deutscher Kriminalbeamter vergibt ab dem Jahr 2013 jährlich den Paul-Koettig-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Kriminalistik oder Kriminaltechnik.

BDK-Sachsen vergibt Paul-Koettig-Preis

Paut-Köttig-Preis

Der Preis wird an eine Persönlichkeit oder Gruppe von Persönlichkeiten verliehen, die mit ihrer Leistung Maßstäbe auf dem Gebiet der Kriminalitätsbekämpfung gesetzt haben. Sie sollten Kriminal- bzw. Polizeibeamte, Staatsanwälte, Rechtsmediziner, Mitarbeiter von Polizeidienststellen und Einrichtungen für den Polizeivollzugsdienst oder Bildungseinrichtungen des Freistaates Sachsen sein. Der Preis soll ausdrücklich nicht an Politiker, Minister, Behördenleiter, Abgeordnete, Gewerkschaftsfunktionäre, Journalisten usw. verliehen werden.

Der Preis besteht aus einer Urkunde und einem Ehrenpreis. Der Ehrenpreis ist eine Medaille aus Böttgersteinzeug der Porzellanmanufaktur Meißen.

Vorschlagsberechtigt bei der Auswahl des Preisträgers ist jedes Mitglied des BDK-Landesverbandes Sachsen. Der Vorschlag ist mit schriftlicher Begründung jeweils bis zum 15. März für das laufende Jahr beim Landesvorstand einzureichen. Der Landesvorstand entscheidet in einer Abstimmung, wer den Preis erhalten soll. Danach wird der/den ausgewählten Persönlichkeit/en in angemessener Form ihre Wahl mitgeteilt. Die Verleihung erfolgt im Rahmen einer Veranstaltung des BDK-Landesverbandes Sachsen. Die Verleihung wird in Publikationen des BDK sowie der Fach- und Tagespresse bekannt gegeben.

Warum Paul-Koettig-Preis? Wer war Paul Koettig?

Paul Koettig lebte von 1853 bis 1933 und war von 1904 bis 1919 Polizeipräsident von Dresden. Nach dem Abitur studierte an der Universität Leipzig Rechtswissenschaften. Einem Referendariat am Amtsgericht Dresden und bei der Königlichen Polizeidirektion Dresden folgte 1885 seine zweite juristische Staatsprüfung. Danach trat er als Assessor seinen Dienst bei der Polizeidirektion Dresden an. Im Jahr 1889 wurde er zum Polizeirat ernannt, 1893 wurde er Regierungsrat. Von 1894 bis 1904 amtierte Paul Koettig als Leiter der Kriminalabteilung.

Als Kripo-Chef und als Polizeipräsident engagierte sich Koettig sehr für die Modernisierung der Polizeiarbeit und die Einführung neuer Methoden bei der Polizei.

So initiierte er die Einrichtung eines photografischen Ateliers der Kriminalpolizei, die Einrichtung einer Kriminalphotothek und einer Steckbrief-Photothek, die Einführung der Anthropometrie (Körpervermessung) nach Bertillon als erkennungsdienstl. Maßnahme (1896), die Gründung eines Kriminalmuseums als „Fortbildungsstätte für die Kriminalbeamten“ (1894) und 1903 die Einführung der Daktyloskopie in der Polizeidirektion Dresden als erster Polizeidienststelle im Deutschen Reich.

Er erwirkte auch die Einrichtung der ersten daktyloskopischen Landeszentrale im Deutschen Reich,  die Gründung der ersten Polizei-Hundestaffel in Sachsen (fünf Hunde) im Jahre 1905 und machte den Vorschlag zur Gründung einer „Landeskriminalpolizei“ im Jahr 1907. 

Paul Koettig war ein Polizeipräsident, der in seiner Zeit die Innovationen der Organisation und Arbeitsweise der Polizei erkannte und unbürokratisch in Dresden einführte. Insofern war er beispielgebend in Sachsen sowie im Deutschen Reich und ist heute ein würdiger Namensgeber des Preises des BDK für herausragende kriminalistische Leistungen.

Landesvorsitzender Uwe Baumert:

„Es sollen herausragende Leistungen von Kolleginnen und Kollegen öffentlich gewürdigt werden. Zugleich will der BDK-Sachsen mit der jährlichen Verleihung eine Tradition begründen.“

 

erstellt von jan.meuche zuletzt verändert: 15.07.2012 17:30
Artikelaktionen
  • Versenden
  • Drucken
  • Bookmarks

BBBank-Button

Button Mitglied werden

Presse Sachsen

 logofb300