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Vortragsreihe „Kripo hautnah“ in Bautzen

05.04.2019 11:05 ,

Die Vortragsreihe „Kripo hautnah“ bietet auch in diesem Jahr wieder Einblicke in verschiedene Bereiche der (kriminal)polizeilichen Arbeit. Los ging es bereits am 30.01.2019 mit Rechtsanwalt Florian Berthold, der unter dem Oberbegriff „Beweiserhebung und Beweisverwertung aus Sicht der Strafverteidigung“ Einblicke in die Rolle des Strafverteidigers sowie das Beweisrecht gab.

 

Ein Vortrag von einem Strafverteidiger vor Polizisten also. Was soll denn da heraus kommen? Warum sollte man sich das anhören? Was bringt mir denn das? Diese und manch andere Fragen bewegten womöglich den Ein oder anderen noch vor dem Vortrag.

Das Thema war also „Beweise“. Was Beweise sind und wie wichtig sie sind. Wem bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst war, wie wichtig diese in einem Strafprozess sind, hat es spätestens in dem Vortrag vermittelt bekommen. Rechtsanwalt Berthold hat die Wichtigkeit von spießiger Beweisarbeit sowie guter und umfassender Ermittlungsarbeit im Einklang für das Verständnis an seiner Arbeit und der Wichtigkeit der Menschenwürde des Beschuldigten vermittelt.

Die Schwachstellen, die eine mangelnde und fahrige Beweisarbeit des Ermittlers offenbart, wird von einem guten Strafverteidiger dankbar angenommen und genutzt, um die rechtlichen Möglichkeiten für seinen Mandanten auszuschöpfen. Wurde eine Aussage nicht ordentlich dokumentiert, hat eine Belehrung nicht oder zu spät stattgefunden, sind Fotos nicht aussagekräftig oder ist die Dokumentation von Beweisen lückenhaft oder unzureichend, dann ist es das Recht des Beschuldigten nach der Strafprozessordnung dagegen vorzugehen. Diese Arbeit übernimmt der Strafverteidiger, der mitnichten immer der böse Gegenspieler ist. Vielmehr sollte der Strafverteidiger als derjenige, der den Ermittlern den Spiegel vorhält, verstanden werden.

Man kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass der oder die Beamten einen Teil der  Verantwortung tragen, die mit einem möglichen Freispruch einhergeht, wenn er nicht sauber und unvoreingenommen die Beweise sichert und sachgemäß bearbeitet. Die Wichtigkeit eines guten und sauberen Beweises ist bei diesem Vortrag ganz sicher klarer geworden!

 

Der nächste interessante und aufschlussreiche Vortrag wurde am 27.02.2019 geboten. Nach monatelanger Terminsuche konnten eine Vielzahl Polizeikommissaranwärter und etliche Beamte der PD Görlitz die Ausführungen von KD a.D. Uwe Matthias zur „SOKO Michelle“ verfolgen. Sehr sachlich und reflektiert berichtete dieser über den Fall von vor knapp 10 Jahren, wobei er die Ermittlungen, die er damals leitete, kritisch bewertete. Im positiven, wie auch im negativen.

Hierbei hat Herr Matthias den Zuhörern tiefe Einblicke in die polizeiliche Arbeit im Allgemeinen, sowie die Ermittlungsarbeit und den organisatorischen Aufwand gegeben, den ein solcher Fall mit sich bringt. Es wurde sehr gut nachvollziehbar, welche Einsatzkräfte gebunden werden müssen, um einen solchen Fall bearbeiten zu können und starke und qualitativ gute Ermittlungsarbeit leisten zu können. Qualität vor Quantität, so die Worte von Herrn Matthias. Diese Einstellung und Vorgehensweise gewährleistet eine sichere Beweisaufnahme und eine saubere Vorbereitung für den Strafprozess. Der Vortrag hat sehr gut aufgezeigt worauf zukünftige und bereits tätige Ermittler in ihren Fällen achten sollten, egal wie klein oder groß der Fall ist.

erstellt von Sachsen, Webredaktion zuletzt verändert: 05.01.2020 15:52
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