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In 2005 entschloss sich der BDK, den Orden "Bul de mérite" an vier Personen zu verleihen - allesamt Staatsanwälte aus vier deutschen Großstädten:

Roman Reusch

Roman Reusch

Staatsanwalt - Berlin

Ordensträger 2005

OStA Roman Reusch leitet bei der Berliner Staatsanwaltschaft eine Abteilung, die auf jugendliche Intensivtäter spezialisiert ist. Seine "Kundschaft" ist eine Negativauslese von Schlägern und Nachwuchs- kriminellen, junge Kerle zwischen vierzehn und zwanzig, die sich hartnäckig in der "Straßenkriminalität" austoben.

Für Ersttäter ist Reusch nicht zuständig. Die Jungs, deren Akten sich bei ihm auf dem Schreibtisch stapeln, haben schon eine veritable kriminelle Karriere hinter sich und den Besuch der Schule oft aufgegeben.

Er ist aber kein Scharfmacher, vermeintlich einfache Lösungen interessieren ihn nicht. "Null Toleranz" etwa hält er für ein albernes Schlagwort. Er giert auch nicht nach neuen Gesetzen. Es brauche nur einige rechtstechnische Veränderungen - eine bessere Synchronisation der Haftregelungen in der Strafprozessordnung und im Jugendgerichts- gesetz. Voraussetzung für kleine Reformen aber, sagt Reusch, ist ein nüchterner Blick auf die Realität.

Peter Vogt

Peter Vogt

Staatsanwalt - Halle

Ordensträger 2005

Der Ordensträger von der Staatsanwaltschaft in Halle gilt bundesweit als einer der führenden Fahnder im Kampf gegen Kinderpornographie. In den vergangenen Jahren setzte der Oberstaatsanwalt einen Meilenstein mit der Aufdeckung eines internationalen Kinderporno-Rings im Internet. Mit der Operation "Marcy" im Jahr 2003 wurde eine regelrechte Lawine losgetreten, bei der mehr als 26.000 Tatverdächtige in 166 Staaten ins Netz gingen.

Doch der Jurist räumt ein: "Kinderpornografie im Internet ist wie die Hydra. Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei neue nach." Die Hemmschwelle sinkt stetig. Er fordert deshalb eine härtere Rechtssprechung für kriminelle Pädophile. Die Sammler fangen mit wenigen Bildern an, bis sie schließlich oft über riesige Dateien verfügen. "Doch Bilder machen nicht satt", warnt er. "Schließlich wollen die Sammler das, was sie als Daten haben, auch selbst erleben", erklärt Oberstaatsanwalt Peter Vogt.

Seine Kompetenz und seine einschlägigen Erfahrungen machen ihn bei Fachtagungen oder auch in den Medien zu einem gern gesehenen Gast.

Wolfgang Schaupensteiner

Wolfgang Schaupensteiner

Staatsanwalt - Frankfurt am Main

Ordensträger 2005

In dem Kriminalitätsbereich der Korruption hat sich Oberstaatsanwalt Schaupensteiner von der StA in Frankfurt am Main bundesweit großes Ansehen erworben. Er steht für einen ausschließlich an der Sachaufklärung orientierten staats- anwaltlichen Ermittler. Mit großer Akribie, Hartnäckig- und Gradlinigkeit führt er Ermittlungsverfahren gegen große Firmen, bekannte Konzerne, Behördenleiter oder Verwaltungs- chefs, denen korruptes Verhalten vorgeworfen wird. Das Ansehen der betroffenen Personen spielt für ihn dabei keine Rolle. "Leider fliegt nur einer von 20 Verbrechern auf", so Schaupensteiner.

Der BDK unterstützt ihn bei seinen politischen Forderungen zur verbesserten und erfolgreicheren Bekämpfung der Korruptionskriminalität, die er in seinem Buch "Korruption in Deutschland - Portrait einer Wachstumsbranche" beschreibt.

Dass sein Ausspruch: "Korruption lohnt sich" nicht immer richtig ist, dafür wird Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner weiter kämpfen. "Für diese Einstellung zollt ihm der Bund Deutscher Kriminalbeamter höchste Anerkennung", begründet BDK-Chef Klaus Jansen die Auszeichnung.

Egbert Bülles

Egbert Bülles

Staatsanwalt - Köln

Ordensträger 2005

Wer ihn nicht näher kennt, nennt ihn gern eine rheinische Frohnatur. Doch der Schein kann manchmal trügen. Er stammt aus Langenberg, ist aber in Aachen aufgewachsen und hat dort ein altsprachliches Gymnasium besucht. Heute ist er Oberstaatsanwalt in Köln, seit elf Jahren Leiter der Abteilung "Organisierte Kriminalität".

Seit zwei Jahrzehnten beteiligt sich Oberstaatsanwalt Bülles als Jurist am Kampf gegen Organisierte Kriminalität. Sein Spezialgebiet ist der Menschenhandel, wo er internationalen Ruf genießt. Im September 2001 wurde er in die Ermittlungen des Bundesgrenzschutzes gegen ukrainische Schleuser aus Köln-Kalk einbezogen. Bülles und sein zehnköpfiges Team erreichten schließlich die Verurteilung eines ukrainischen Schleusers und einer Person, die die umstrittenen "Carnet des Passages" zur Erlangung der Visa gestellt hatte.

Vor dem Visa-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages in Berlin trat Bülles 2005 als wichtiger Zeuge auf.

erstellt von BDK zuletzt verändert: 12.08.2010 11:43
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