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Europäische Verbrechensbekämpfung

1. Fachtagung Kripo International des Bundes Deutscher Kriminalbeamter
24. und 25. September 1971 in Wuppertal

Mit der Idee zu und der Durchführung von dieser ersten Arbeitstagung des BDK war der Startschuss zu einer äußerst erfolgreichen Serie internationaler Fachtagungen europäischer Kriminalisten ins Leben gerufen worden.

Namhafte Persönlichkeiten des In- und Auslandes referierten und diskutierten über die internationale Fahndung, Rauschgift-, Raub- und Diebstahlskriminalität.

Die Arbeitstagung sollte ihren Teil zu den mannigfaltigen Maßnahmen beitragen, die sich mit der stärkeren Bekämpfung der Kriminalität, insbesondere der Rauschgiftkriminalität, befassen. Sie hat vor allem dem Praktiker die Überholung seines Wissens aus kriminologischer und kriminalistischer Sicht erleichtert und ihn auf besondere Erscheinungsformen und sichtbar gewordene Entwicklungen aufmerksam gemacht. Darüber hinaus hatten die in- und ausländischen Kriminalisten die Gelegenheit wahrgenommen, persönliche Kontakte untereinander zu knüpfen.

Der Wuppertaler Polizeipräsident Dr. Kurt Wöhler brachte in seinem Grußwort bemerkenswert vorausschauend vieles zum Ausdruck, was die anwesenden Kriminalisten zu ihrer Teilnahme bewegt hatte.

"Mit der Abhaltung des Kongresses sei auch nach außen hin offenkundig, dass die Verbrechensbekämpfung wieder den großen Stellenwert erhalte, der ihr im Bewusstsein der Öffentlichkeit zukomme. Die Bürger würden ihren Staat auch und insbesondere daran messen, welches Maß an Schutz vor Verbrechen er ihnen bieten könne", so der Polizeipräsident.

"Die Bundesregierung habe ein Sofortprogramm entwickelt, das aber in gewisser Hinsicht nur als Initialzündung angesehen werden könne. Auch die Gesetzgebung werde den modernen Erfordernissen entsprechen müssen, so dass vor einer Änderung des Haftrechts in seiner gegenwärtigen Form nicht haltgemacht werden dürfe.

Den Bemühungen im nationalen Bereich müsse eine Verbesserung der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene parallel laufen. Die Staatsgrenzen, für die Straftäter schon lange kein Hindernis mehr, müssten auch für die Polizei schneller zu überwinden sein.

So sollten, um nur auf ein Thema dieses Kongresses hinzuweisen, zumindest in Westeuropa einheitliche Strafandrohungen für illegalen Rauschgifthandel erlassen werden, damit Straftäter dieser Art nicht bestimmte Länder als besonders empfehlenswert ansähen."

Zum Schluss erklärte Polizeipräsident Dr. Wöhler, er sei sicher, dass dieser Kongress zu einer Durchdringung der anstehenden Probleme beitragen und zu fruchtbaren Erkenntnissen führen werde.

Referate:

Aktuelle Probleme der Kriminalitätsbekämpfung aus der Sicht der IKPO
Dr. Erich Rebscher, Reg.Krim.Rat, IKPO Paris

Die Praxis der Fahndung nach überörtlichen Rechtsbrechern in einem Binnenland mit starkem Durchreiseverkehr
Dr. Eduard Danek, Sektionsrat, Bundesministerium für Inneres, Wien, sowie Kriminalpolizeilicher Dienst Interpol

Die Schwierigkeiten in der Verbrechensbekämpfung im internationalen Flugverkehr

P. Furrer, Oberleutnant, Chef des Offizierspostens der Kantonspolizei Zürich im Flughafen Zürich-Kloten

Erscheinungsformen und Bekämpfung der überörtlichen und internationalen Räuberbanden
Günter Bauer, Leitender Kriminaldirektor, Wuppertal

Internationale und nationale Konsequenzen der modernen Verbrechensbekämpfung

Professor Dr. jur. Friedrich Geerds, Direktor des Kriminologischen Instituts, Frankfurt a. M.

Rauschgifthandel und Rauschgiftmissbrauch in Europa
Hjalmar Friberg, Kriminaloberrat, Leiter der Kriminalabteilung des Reichskriminalamtes in Stockholm

Ausführliche Berichterstattung siehe "der kriminalist" Nr. 11/1971

erstellt von BDK zuletzt verändert: 02.11.2015 23:23
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