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Täter auf Reisen - Importierte Kriminalität in Europa

13. Kripo International Fachveranstaltung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter
01. - 02. Oktober 1998 in Leipzig

Die gefallenen Binnengrenzen In den Schengen-Staaten, die kaum noch bewachten Grenzen zu anderen Ländern, waren ein Schwerpunkt dieser Fachtagung.

Der BDK-Bundesvorsitzende Eike Bleibtreu verwies unter anderem auf die Auswirkungen durch den Wegfall des "Eisernen Vorhanges", der Tätern hervorragende Möglichkeiten bietet, international zu agieren. In seinen Ausführungen erinnerte er daran, dass bereits 1996 bei OK und Schwerstkriminalität Tatverdächtige aus 98 Nationalitäten festgestellt wurden.

Deutlich angestiegen sei dabei der Anteil der Polen und ebenfalls nicht unwesentlich sei die Tatsache, so Bleibtreu, dass 13,4% aller Täter aus Mittel- und Osteuropa kommen. Wichtig sei aber auch, dass in 439 Verfahren Tatzusammenschlüsse festgestellt werden konnten, die sich aus bis zu 15 verschiedenen Nationalitäten zusammensetzten.

Nicht unerheblich ist in diesem Zusammenhang auch, dass Tatverdächtige

 

  • aus Jugoslawien zu 22,9%,
  • aus Vietnam zu 13,5% und
  • aus der Türkei zu 10,5%

 

bewaffnet waren.

Bleibtreu thematisierte in seiner Einführung weiter, dass die Mehrheit der Verdächtigen In der Organisierten Kriminalität von nichtdeutscher Nationalität sind. Die italienische "Organisierte Kriminalität" z. B. wurde zu einem dauerhaften Phänomen. Gleich den türkischen Tätergruppierungen können diese Organisationen auf eine in Deutschland verwurzelte Einwanderergemeinschaft zurückgreifen. Auch entstand mit dem Zerfall Jugoslawiens das Problem der Kriegsflüchtlinge. Als besonders aktiv erwies sich hierbei die Kriminalität der Kosovo-Albaner.

Der BDK-Vorsitzende drückte zum Abschluss seiner Einführung die Überzeugung aus, dass Polizeipolitik im Zusammenwirken mit gesellschaftlichen Kräften aufgefordert sei, den Bedrohungsszenarien und auch den Verharmlosungsbestrebungen gemeinsam entgegenzuwirken.

Referate:

Der Anstieg der Jugendgewalt - Ergebnis misslungener Einwanderung?
Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V., Hannover

Reisende Gewalttäter - eine Herausforderung für die internationale Zusammenarbeit
Ange Manchini, Direktor des Dienstes für die internationale Zusammenarbeit der Polizeien in Bereich Technik, Aus- und Fortbildung, Pans

Deutschland - geographisches Zentrum Europas - im Fadenkreuz internationaler Krimineller am Beispiel der neuen Länder
Volker Limburg, Direktor des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt, Magdeburg

Funktion und Stellenwert des Bundesgrenzschutzes bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität - dargestellt am Beispiel des Grenzschutzpräsidiums Ost
Bernd Walter, Präsident des Crenzschutzpräsidiums Ost, Berlin

Überblick über den internationalen Drogenhandel, insbesondere den in Spanien
Javier Fernandez Munoz, Leiter der Abteilung Ermittlungen bei der zentralen Rauschgifteinheit, U.c.E., Madrid. Der Referent Ist Leiter der spanischen Drogenbekämpfungsbehörde.

Die Aufdeckung von Organisierter Kriminalität in der Republik Tschechien
Zdenek Machacek, Leiter der Abteilung Verbrechensstrukturen in der Einheit für Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, Ostrawa/Tschechien

Die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität
Günter Krause, Ministerialdirigent im Bundesinnenministerium, Bonn

Neue Trends im Bereich der Organisierten Kriminalität und die Notwendigkeit einer gemeinsamen internationalen Kriminalitätsbekämpfung
Jürgen Storbeck, Chefkoordinator Europol, Den Haag

- Ausführliche Berichterstattung siehe "der kriminalist" Nr. 11/1998

erstellt von BDK zuletzt verändert: 02.11.2015 23:17
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